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Leselupe.de > Feste Formen
Erstling
Eingestellt am 17. 08. 2010 01:25


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Synder
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Registriert: Aug 2010

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In einem andern Leben

In einem ander'n Leben
Warst Du des K├Ânigs Tochter
ich nur ein Bettelmann
und wurd erschlagen
weil keck den Blick ich hob
-in einem ander'n Leben

In einem ander'n Leben
da warst du Blume - s├╝ss und duftend
ich war nur Stein - im Meer versenkt
und bis der Wellen sanfter Schlag
mich hoben an des Ufers Saum
dass wenigstens ich sehen konnt,
da warst du l├Ąngst gepfl├╝ckt
von wilder Hand und schon verdorrt
-in einem ander'n Leben

In einem ander'n Leben
Da war ich Held so vieler Sagen
und du die Jungfer in des Drachen Hort
und als des Ungeheuer Herz erschlagen
da lachtest Du - und schwebtest fort.

in diesem Leben war ich Reim
im n├Ąchsten nur noch Stummer Schrei
ein Leben weiter trennt Die Welt
und alle Fl├╝sse unser Herz
und noch ein Leben weiter galt
die Liebe nur f├╝r tiefen Schmerz
- in einem ander'n Leben

In einem ander'n Leben
da kannte ich Dich wohl und lang
und doch
Fortuna mit der leichten Hand
hat wie zuvor vieltausend Mal
Das Rad gedreht und an der Wand
erschien die Inschrift:"Weitre Qual"
- in einem ander'n Leben

In einem ander'n Leben
werd' ich Dich lieben ohne Arg
und wenn der z├Ąhe Weltenlauf
mich weitersp├╝lt mit seiner Flut
schrei ich der Wellen Berg hinauf
und seis das letzte was zu h├Âren sei:

Wie viele Leben?
Ich liebe - es ist einerlei!!


Version vom 17. 08. 2010 01:25

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Herzlich willkommen, Synder,

dein Erstling scheint mir recht wohlgeraten. Einige kleine ├änderungen m├Âchte ich dir aber anbieten:

quote:
In einem Anderleben

In einem Anderleben
warst Du des K├Ânigs Tochter
und ich ein Bettelmann -
ich wurde bald erschlagen
weil keck den Blick ich hob
hinein ins Anderleben

In einem Anderleben
da warst du Blume - s├╝ss und duftend
doch ich nur Stein - im Meer versenkt -
und bis der Wellen sanfter Schlag
mich hob zum Ufersaum damit ich sehen konnte
da warst du l├Ąngst gepfl├╝ckt
von wilder Hand und schon verdorrt
von diesem Anderleben

In einem Anderleben
da war ich Held so vieler Sagen
und du die Jungfrau in des Drachens Hort
und als des Ungeheuers Herz erschlagen
da lachtest Du - und schwebtest fort

In diesem Leben war ich Reim
im n├Ąchsten nur noch stummer Schrei -
ein Leben weiter trennt die Welt
und alle Fl├╝sse unser Herz
und noch ein Leben weiter galt
die Liebe nur f├╝r tiefen Schmerz
in jenem Anderleben

In einem Anderleben
da kannte ich Dich wohl und lang
und doch Fortuna mit der leichten Hand
hat wie zuvor vieltausend Mal
das Rad gedreht und an der Wand
erschien die Inschrift:"Weitre Qual"
in einem Anderleben

In einem Anderleben
werd ich Dich lieben ohne Arg
und wenn der z├Ąhe Weltenlauf
mich weitersp├╝lt mit seiner Flut
schrei ich der Wellen Berg hinauf
und seis das Letzte was zu h├Âren sei:

"Wie viele Leben?
Ich liebe - es ist einerlei!"

Bitte nimm meine Vorschl├Ąge nicht als Krittelei, sondern als vorwiegend optischen Nachbesserungsversuch. - Die Striche stehen ja in der Lyrik eigentlich f├╝r Z├Ąsuren; deshalb w├╝rde ich sie weglassen. Ebenso die P├╝nktchen ...

Inhaltlich finde ich das Gedicht hervorragend! Und sehr poetisch.

Freundliche Gr├╝├če
Heidrun



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Synder
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Diskussion, herrlich!

Hallo Heidrun,


Es gibt in dem Text einige Stellen, die etwas gegen den Strich geb├╝rstet sind.

Meine Absicht war es, mit diesem sich stockend aufbauenden und dann wieder vergehenden Reim diese Leben auch von aussen zu beschreiben.

Die Backslashes kommen nicht von mir, als ich das Gedicht bei experimenteller Lyrik eingereicht habe waren nur die Hochkomma(ta?) gesetzt. Von dort hat Zeder es in die festen Formen verschoben. Vielleicht sind es Konvertierungsmitbringsel. Ich werd es editieren, sobald ich rausfinde wie.
Aber zum eigentlichen:

Ein Anderleben, damit w├╝rde ich diesen Leben einen Namen anheften, hat irgendwie was von Lukianenko. Dadurch w├╝rde diesen willk├╝rliche Leben eine Dimension verliehen sie w├Ąren "beschrieben".

Diese Gebetsm├╝hlenwiederholung des "in einem a..." ist beabsichtigt, sie ist eine At Nabe.
Die P├╝nktchen symbolisieren das, daher auch der Ausbruch am Ende.

"Ich wurde bald erschlagen /und wurd erschlagen" ==> geplant (bald) gegen unmittelbar, in diesem Leben hatte er nur die Chance, seine Liebe einmal kurz zu sehen, und dieses Sehen allein hat schon bewirkt, dass es "weiterging".
"und schon verdorrt". Bei meiner Aussage beziehe ich mich auf ein Ereignis IN diesem Leben - die wilde Hand.
"von diesem Anderleben" verlagert das Ereignis nach aussen. Das aussen wird aber anders dargestellt.

Dein Angebot ist f├╝r mich so wertvoll, durch das "Verteidigen" besch├Ąftige ich mich nochmal intensiv mit der Aussage und dem Rhytmus. Und ich muss aufpassen, dass ich jetzt keine seitenlange Rechtfertigung verfasse, auch das Hinnehmen muss ich lernen, so, wie ich aus Deiner Kritik und aus Deinen Textverbesserungen schon viel gelernt habe und hoffentlich weiterlernen darf, ganz herzlichen Dank daf├╝r.


Synder

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hall├Âchen, darf ich mal eine bl├Âde Frage stellen?
Dies steht hier in "feste Formen" - was ist das f├╝r eine
Art von Gedicht (ich meine die Bezeichnung wie Ode etc.)?
weil ich pers├Ânlich sehe hier keinen Unterschied zu einem gew├Âhnlichen Gedicht mit gelegentlichen Reimen.
Ich frage mal so als Laie. Interessehalber.
Mit herzlichen Gr├╝├čen, Pelikan

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Synder
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Feste Formen?

Hallo Pelikan,

ich kann es Dir nicht sagen, ich habe den Text als meinen ersten Beitrag in "Experimentelle Lyrik" eingestellt von wo er dann von einem Moderator hierher verschoben wurde.

Vielleicht ist es eine Aufforderung, ich sollte an dem Text noch "feste formen" oder aber es gibt tats├Ąchlich so eine Form und ich habe sie zuf├Ąllig verwendet.

Ich bin schon froh, dass ich hiermit eine Vollmitgliedschaft erreicht habe und habe zu wenig Ahnung von der Theorie, um diese Verschiebung in Frage zu stellen.

Gru├č
Synder

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