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Leselupe.de > Gereimtes
Erwachen
Eingestellt am 13. 11. 2004 17:46


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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

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Erwachen

Es ist ein stilles, weißes Tuch,
das sich um die Seele schmiegt.
Es ist der Schnee in tiefen TĂ€lern,
der uns sanft im Schutze wiegt.
Es ist das FlĂŒstern Deiner Stimme,
die sich leis` im Schlaf verliert.
Es ist das LĂ€cheln Deiner Augen,
das Deine kleine Welt jetzt ziert.

...ich seh` Dich im Schlaf

Kaum einen Augenblick zu frĂŒh,
es ist das, was Deine TrÀume,
so leuchten lÀsst in dunkler Nacht,
und es glitzern hell die RĂ€ume,
die mit Glanz behangen warten,
auf dass Du erkennst und sagst,
dass es heißt, ganz neu zu starten
und Du mein Vertrauen wagst.

Du bist noch so klein...

Komm, erschließe Dir das Leben,
und nimm heraus, was Du bekommst,
doch vergiss auch nie zu geben,
denn erst dann ist nichts umsonst.
Du wirst sehen, dieser Spiegel,
er geht auf wie Truh und Schatz,
da, schau, diese hat ein Siegel,
das bist Du, an Deinem Platz!

...dieser Traum gehört Dir

Eröffne diese Welt im Schweigen,
und laß brechen GitterstĂ€be,
beginne uns den Weg zu zeigen,
als wenn es diesen einmal gÀbe.
Komm, wir binden unsre KrÀfte,
das ist`s doch, das uns vereint,
viel mehr noch als LebenssÀfte
die TrÀnen sind`s, die wir geweint.

Erwache, bitte erwache...


11.11.04 © Ara



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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
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Lieber Aragorn,

das ist ein gewaltiges Werk, das Du hier vorgestellt hast. Sperrig vom Inhalt her und von der Form.

Ich möchte auf den Inhalt hier nicht eingehen. Inhaltliche Kritik ist nur dann möglich, wenn man die UmstĂ€nde kennt, die dem Gedicht zugrundeliegen, und auch ein wenig Einblick hat in die Biographie des Autors. Daher halte ich mich hier zurĂŒck.

Ich möchte versuchen, mich Deinem Gedicht formal zu nĂ€hern. Bitte verzeihe, wenn ich dabei ein paar Bemerkungen mache, die Dir nicht schmecken werden. Aber Textarbeit, das geht mir mit meinen Gedichten ebenso, ist nicht immer vergnĂŒgungsstuerpflichtig. Und es geht ja nicht darum, einander zu verleetzen, sondern darum, gemeinsam besser zu werden.

quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Aragorn
Erwachen

Es ist ein stilles, weißes Tuch,
was sich um die Seele schmiegt.
Ist der Schnee in tiefen TĂ€lern,
was uns sanft im Schutze wiegt.
Ist das FlĂŒstern Deiner Stimme,
die sich leis` im Schlaf verliert.
Ist das LĂ€cheln Deiner Augen,
welches Deine Welt jetzt ziert.

...ich seh` Dich im Schlaf11.11.04 © Ara


Der erste Vers der ersten Strophe fĂ€ngt mit einer Senkung (unbetont) an. Alle folgenden Verse beginnen mit einer Hebung. Im Übrigen wird in der zweiten Strophe konsequent mit einer Senkung operiert. Damit der Text flĂŒssig wird, mĂŒĂŸte er wie folgt lauten:

Es ist ein stilles, weißes Tuch,
was sich um die Seele schmiegt.
Es ist der Schnee in tiefen TĂ€lern,
was uns sanft im Schutze wiegt.
Es ist das FlĂŒstern Deiner Stimme,
die sich leis` im Schlaf verliert.
Es ist das LĂ€cheln Deiner Augen,
welches Deine Welt jetzt ziert.

Wenn die Wiederholung als Stilmittel eingesetzt wird, sollte grundsÀtzlich genutzt werden. Sonst es empfehlenswert - und hier auch den Kontrast hervorhebend -, die Abwechslung zu wÀhlen.

Das könnte dann z.B. so aussehen:

Es ist ein stilles, weißes Tuch,
das sich um die Seele schmiegt.
Es ist der Schnee in tiefen TĂ€lern,
der uns sanft im Schutze wiegt.
Es ist das FlĂŒstern Deiner Stimme,
die sich leis` im Schlaf verliert.
Es ist das LĂ€cheln Deiner Augen,
das Deine kleine Welt jetzt ziert.

Ich habe im letzten Vers das Wort "kleine" eingefĂŒgt, damit das Metrum stimmt. Da solltest prĂŒfen, ob es den Inhalt verĂ€ndert und es ggfs. ersetzen.

quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Aragorn
Erwachen

Kaum ein Augenblick zu frĂŒh,
ist es Das, was Deine TrÀume,
leuchten lÀsst im dunkler Nacht
und es glitzern helle RĂ€ume.
Die mit Glanz behangen warten,
auf das Du erkennst und sagst,
dass es heißt ganz neu zu starten
und Du mein Vertrauen wagst.

Du bist noch so klein...

11.11.04 © Ara


Auch hier haben wir einige kleinere Schreibfehler, aber eben auch echte Holperungen, die Du leicht merkst, wenn Du Dir Dein Gedicht einmal laut vorliest. Ich habe mir die MĂŒhe gemacht und sie "ausgebaut", wobei das in meinen Worten geschehen ist. Daher solltest Du den jetzigen Vorschlag einfach lesen und ihn so bearbeiten, daß das Metrum stimmig bleibt und der Inhalt Deinen Vorstellungen entspricht. Hier also die zweite Strophe:

Kaum einen Augenblick zu frĂŒh,
es ist das, was Deine TrÀume,
so leuchten lÀsst in dunkler Nacht,
und es glitzern hell die RĂ€ume,
die mit Glanz behangen warten,
auf dass Du erkennst und sagst,
dass es heißt, ganz neu zu starten
und Du mein Vertrauen wagst.


quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Aragorn
Erwachen

Komm, erschließe Dir das Leben,
nimm heraus was Du bekommst,
vergiss auch nie zu Geben,
erst dann ist nicht`s umsonst.
Du wirst sehen dieser Spiegel,
geht auf wie der Truhen Schatz,
sicher, diese hat ein Siegel,
das bist Du, an Deinem Platz!

...dieser Traum gehört Dir

11.11.04 © Ara


Auch hier ist etwas Korrektur- und Entholperungsarbeit angesagt. Diese Strophe könnte beispielsweise flĂŒssig so lauten:

Komm, erschließe Dir das Leben,
und nimm heraus, was Du bekommst,
doch vergiss auch nie zu geben,
denn erst dann ist nichts umsonst.
Du wirst sehen, dieser Spiegel,
er geht auf wie Truh und Schatz,
da, schau, diese hat ein Siegel,
das bist Du, an Deinem Platz!


quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Aragorn
Erwachen

Eröffne diese Welt im Schweigen,
wir zerbrechen GitterstÀbe,
und beginnen aufzuzeigen,
als wenn es diese niemals gÀbe.
Wir entbinden unsre KrÀfte,
ist es doch das was vereint,
mehr noch als die BlutessÀfte,
waren es TrÀnen die wir geweint.

Erwache, bitte erwache...


11.11.04 © Ara



HĂ€ufig schwĂ€chelt die letzte Strophe am meisten, so auch hier. Man will noch den Kreis schließen, und irgendwie klappt das nicht richtig. Geht mir hĂ€ufig genauso. Die meisten Gedichte stĂŒrzen hinten nach einem fulminanten Anfang ab.

Also heißt es auch hier wieder feilen, und diesmal muß ich in den Text eingreifen, um Metrum und Form zu retten. Ich bitte um Nachsicht, aber mit diesen VorschlĂ€gen kannst Du ja dann die Version entwickeln, die Deinen Inhalt in der perfekten Form prĂ€sentiert.

Eröffne diese Welt im Schweigen,
und laß brechen GitterstĂ€be,
jedem einen Weg zu zeigen,
als wenns diese niemals gÀbe.
Komm, wir binden unsre KrÀfte,
das ists doch, das uns vereint,
viel mehr noch als LebenssÀfte
die TrÀnen sinds, die wir geweint.


Ich hoffe, dass Du mir die Umbauarbeiten nicht zu krumm nimmst. Sie sind ja auch nur Ideenskizzen dafĂŒr, dass Du Dein Gedicht in eine Liedform bringen kannst, die aus einem Guß beschwingt und im Rhythmus daherkommt.

Gerne freue ich mich darĂŒber, wenn Du Dich auch an meinen Texten verbessernd versuchst. Viel Spaß beim weiteren Werkeln und Dichten wĂŒnscht Dir in diesem Sinne

freundlichst grĂŒĂŸend

Walther

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
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einen ganz heftigen Dank erst einmal an Dich!
Ich habe heute nicht mehr die Zeit mich ausfĂŒhrlich zu Ă€ußern, aber ich werde es tun!
Ich dank Dir sehr...

LG Ara

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