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Leselupe.de > Ungereimtes
Erwacht und Verlassen
Eingestellt am 29. 07. 2004 19:54


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joyce
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Erwacht und Verlassen


in den beschĂŒtzenden Armen der Nacht
liege ich tief in schmerzlosem Raum
er hat mich unendlich weit weg gebracht
mein Schlaf der mich birgt mit heilsamem Traum

von weitem dringt leise Gesang an mein Ohr
Tiraden durchneiden gewaltsam die Welt
der frĂŒheste Vogel ruft alle zum Chor
mir droht dass der schĂŒtzende Mantel zerfĂ€llt

ich wende mich ab ich höre nicht hin
verstumme Vogel kennst nicht die Gefahr
dein Ruf holt den Morgen mein Leid ist in ihm
was jetzt noch im Nebel wird deutlich und klar

oh Schlaf du mein Retter gib mich noch nicht frei
ich flehe und bitte gib mir deinen Schoß
der Tag er wird kommen und reißt mich entzwei
gib mir deine Obhut und lass noch nicht los

Geliebter so bleib doch ich tu was du willst
was brauch ich das Leben, sei du mir mein Tod
ich weiß dass du all meine SehnsĂŒchte stillst
schick mich nicht hinaus in den Tag, in die Not

all meine Bitte mein Rufen verhallt
Licht dringt erbarmungslos hinter die Lider
du hast mich verlassen und mir ist so kalt
es bleibt nur der Glaube gewiss du kommst wieder






© by Joyce 05 – 04







__________________
Du musst das Leben nicht verstehen,dann wird es werden wie ein Fest.Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele BlĂŒten schenken lĂ€sst. (Rainer Maria Rilke)

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

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liebe joyce,

trotz seiner metamorphosen bleibt dieser text wunderbar.
ist er mir doch trost in so manch schafloser nacht.

meint
montgelas

;-)



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joyce
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ach mein teurer freund montgelas,

gut ist es zu wissen, dass es dinge gibt die besser sind wenn sie nicht auf ihre eigenart verzichten mĂŒssen ;-)

....und wieder,
dank ich dir
gruß joyce
__________________
Du musst das Leben nicht verstehen,dann wird es werden wie ein Fest.Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele BlĂŒten schenken lĂ€sst. (Rainer Maria Rilke)

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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
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Hallo joyce,
dein Gedicht klingt schön, die Reime und Rhythmen strahlen Harmonie aus.
Ich habe inhaltliche Bedenken. Ob es das wirklich gibt, ob ein in der alltÀglichen Wirklichkeit zerrissener Mensch heilende TrÀume hat.
Was es sicher gibt: Dass einer sich von den Schrecken des Alltags abwendet und in traumlosen Schlaf versinkt. Alkohol kann dabei behilflich sein.
Aber du sprichst ja von TrÀumen. Die TrÀume sind eher unruhiger als die Wirklichkeit, sie weisen auf Diskrepanzen hin, die zwischen unterschiedlichen Erfahrungsebenen bestehen.
Deshalb denke ich, dass es das, was du beschreibst, gar nicht gibt.

GrĂŒĂŸe von Wilhelm.
__________________
Wilhelm Riedel

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joyce
HĂ€ufig gelesener Autor
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Hallo Wilhelm,

schön dass du dich so intensiv mit dem Inhalt auseinander gestetzt hast.
Ein sehr interessanter Aspekt, den du hier anfĂŒhrst.
Ich denke der ausschlaggebenede Punkt ist die LÀnge der Phase, in der sich ein Mensch in einem solchen zerissenen Leben quÀlt.
Der Geist und besonders die Seele, sucht und findet irgendwann einen Weg sich zu "nÀhren".
Anfangs sind die TrĂ€ume mit Sicherheit so wie von dir geschildert. Doch irgendwann kann man im Schlaf bzw im Traum eine Möglichkeit finden, fĂŒr einen begrenzten Zeitraum Frieden und Ruhe zu haben.
Ob diese Art des "Heilwerdens" genauso eine trĂŒgerische Illusion ist wie der Alkoholrausch............vermag ich nicht zu beurteilen.

Gruß Joyce

__________________
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