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Leselupe.de > Ungereimtes
Es geht nicht um Berlin
Eingestellt am 20. 03. 2007 16:35


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tho schett
???
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Heimatlied

Die H├Ârner meiner Heimat
Setz ich mir auf
Und lasse mich zur
L├Ącherlichkeit machen
Eine Trostlosigkeit
Vor Bauernm├╝ttern
Mit roten Wangen
Und dummem Blick
Eines Bauernvaters
Von Bauernerde
Eines Waldes
Eines Tales
Gr├╝n und braun und gr├╝n
Als die wahre Farbe.

Ich lasse mich hinunter
In das graue Innere
Fallender Steine meines
Ewig angeschauten Berges
Dessen graue Umwolkung
Mir ewige Wiederkehr
Verspricht, von wei├čem
Gl├╝ck.

Ich besteige meinen Berg
Vor dem einen Haus
Ich lehne mich ├╝ber den
Balkon meiner Sonne
Und schaue hinunter
In einen vertrocknenden
Fluss mit kranken
Fischen im Winter.

Ich gehe hinaus,
In immer gleichen Kreisen
Von meinen Herkunfts-Gedanken
Umstellt und ich sto├če
Permanent an die Mauern
Stumpfsinniger Menschen
Die gleichg├╝ltig in ihren Betten
Liegen um sich zu besteigen
Wie dunkle Tiere mit Fell.

Sie lieben und beten dabei
Zu ihrer toten Vielg├Âtterei
Aus dem l├Ąngst vergangenen Land
W├Ąhrend sie sich hassen und sch├Ąmen
Wenn sie ihren Kindern ins Gesicht
Schauen m├╝ssen, dann und wann
(sie tun es nicht gerne)
nackt, und voller Genitalien.

Aus ihren Mundh├Âhlen
Quellen schamvolle Lippen
Und sie misshandeln die Kinder
Die sie in die Welt werfen
Um sie zu gebrauchen wie Dinge
Sie hassen die Seelen ihrer
Kinder die sich irgendwann r├Ąchen
Oder sterben vor Einsamkeitsschmerz
(Manche werden auch verr├╝ckt).

Sie gehen ├╝ber ihre G├╝llefelder
Mit schwarzen hohen Stiefeln
Und blauen Arbeitsanz├╝gen
Sie riechen wie die Arschl├Âcher
Von K├╝hen die sie lieben
Ihre einzige Liebe
Ist das Kuharschloch
Ihre einzige Poesie
Ist das Kuharschloch
Ihre einzige Leidenschaft
Ist das Kuharschloch
Mit seinem gigantischen Schwanz

Der Kuhschwanz ist das H├Âchste
Das G├Âttliche in meiner Heimat

Hier sind wir alle Natur, f├╝r immer
Die uns besitzt wie willenlose Frauen
In unserem Schicksal gefangen.
Seit Jahrhunderten.
F├╝r Jahrhunderte.

__________________
┬ęthosche

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tho schett
???
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Nachdem es jetzt so sch├Âne Gedichte ├╝ber Berlin von echten Berlinern gab, hab ich mir gedacht, ich schreib auch mal eine Hymne auf meine Herkunft.
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tho schett
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Lieber Waldemar Hammel,
Ihr Kommentar ehrt mich, auch wenn ich kein Wort davon verstanden habe. Nur soviel: Das mit dem Arschloch und dem Riesenschwanz ist keine Metapher, sondern wortw├Ârtlich zu verstehen. ├ťberhaupt gibt es in diesem Text keinerlei Metaphern oder Mehrdeutigkeiten, ... alles ist genau so zu verstehen wie es dasteht.

Im ├ťbrigen bin ich der Meinung, dass die Stra├čen in Berlin zu breit sind. Schlie├člich sind sie den G├╝llefeldern aber doch vorzuziehen, ...aber etwas unmenschliches hat wohl beides.

lg thosche
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tho schett
???
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Hallo Julia P
geb dir vollkommen recht, ich mag es auch nicht. Traurig hat es mich aber schon vor vielen Jahren gemacht, inzwischen lache ich mehr dar├╝ber, was in keinem Fall zynisch zu verstehen ist, denn man sagt ja, dass "Schei├če" in Gold verwandet werden kann, ...so in dem Sinne.
Danke f├╝rs Lesen. Mehr darf man hier ja nicht erwarten, obwohl insgeheim erhoffte ich mir schon, dass hier ein Sturm von 10ern auf mich hereinbrechen w├╝rde, so rein bewertungsm├Ą├čig. Aber war wohl nichts.

lg thosche
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