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Leselupe.de > Gereimtes
Es gibt diese Worte
Eingestellt am 13. 11. 2010 22:27


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Rhea_Gift
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Registriert: Apr 2003

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Es gibt diese Worte - sie schweben im Raum
und wer sie gedichtet, ob Tag oder Traum
das spielt keine Rolle - es gibt keine Quelle
die Suchende fÀnden, bevor eine Welle
sie trug dir ans Ohr - - so lausche und staune
es geht durch dich durch, Getrommel, Geraune
es gurgelt, es tröpfelt in Tiefen und Höh'n
ein klingendes Singen, harmonisch und schön
es wabert in Welten, dort zwischen den Zeilen
es will nicht verweilen, will weiter nur eilen
und wenn es lĂ€ngst fort ist - bleibt weiß eine Spur
ein weiches sich Wiegen - - dein LĂ€cheln, so pur
macht sichtbar das Beben, das leise sich Weiten
von inneren Stimmen, sie möchten begleiten
das kreisende Schwingen - doch oben im StĂŒbchen
kommt nichts ihm so nah - wie im Winkel dein GrĂŒbchen.
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 13. 11. 2010 22:27

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Milko
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Deinem Favorit " Hesse hast du damit einen Dialog gesetzt . Mein Satz dazu :
Ist nicht alles so...
Gruß m
__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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Ralf Langer
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Registriert: Sep 2009

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Hallo liebe Rhea,
seit einigen Tagen schon, gehe ich wie ein Kind vor Weihnachten,
-mit großen Augen also - um diese StĂŒck von dir.

Wie soll ich sagen, es gibt die Momente da glaube ich, es gibt keine schönere Sprache als die Unsere.

Allein die GerÀuschwelten, die sich eröffnen durch den Wohlklang
der Diphtonge - ei - ie - au-ae-oe-ue,
die gleichwohl zum verweilen einladen, die so angenehm tragen.

Ich glaube dies ist ein StĂŒck, das wenn man es lĂ€se, und im Publikum nur Zuhörer sĂ€ĂŸen, die die deutsche Sprache nicht verstĂŒnden, es gĂ€be dennoch donnernden Applaus.

Dem will ich mich, in aller Bescheidenheit, anschließen.

Ralf
__________________
RL

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ThomasStefan
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Hallo Rhea,
Ein sehr schönes, beeindruckendes Gedicht. Die erste Zeile ist göttlich, und der Schlußeinfall vom Ober-StĂŒbchen und den GrĂŒbchen ebenso.
Dennoch habe ich mich mal getraut, ein ganz wenig zu feilen, mal sehen, was du davon hÀlst.

Es gibt diese Worte - sie schweben im Raum
und wer sie gedichtet, ob im Tag oder Traum


Oder möchtest du, dass tatsĂ€chlich der Tag und die Nacht Wesen sind, die Worte entstehen lassen? WĂ€re zu ĂŒberlegen.

das spielt keine Rolle - es gibt keine nirgends eine Quelle

Wiederholungsvermeidung

die Suchende fÀnden, bevor da jetzt eine Welle
sie trug trÀgt dir ans Ohr - - so lausche und staune:

PrÀsens besser. Bevor geht nicht, da die Welle erst bemerkt werden muss und man sich danach die Frage nach dem Woher stellen kann

Sie (?) lÀuft durch dich durch, Getrommel hörst Trommeln, Geraune
es gurgelt, es tröpfelt in Tiefen und Höh'n


Es oder sie ist die Frage – was ist besser? Die Formulierung

quote:
Durch dich durch
ist auch noch mal zu ĂŒberdenken

ein klingendes Klingeln, ein Singen, harmonisch und schön
es sie wabert in Welten, dort zwischen den Zeilen
es will nicht lÀnger verweilen, (will) weiter nur eilen
und wenn es sie lĂ€ngst fort ist - bleibt weiß doch eine Spur


alles kleine Alternativen
.
Ein weiches sich Wiegen - - dein LĂ€cheln, so pur
macht sichtbar das Beben, das leise sich Weiten
von inneren Stimmen, sie möchten begleiten
das kreisende Schwingen –


DarĂŒber wĂŒrde ich nochmals nachdenken: Ist in diesem Menschen nun Harmonie, schwingt/wiegt die Seele nach, oder bebt er, ist er erschĂŒttert; weitet sich der Geist, die Erkenntnis, oder meinst Du Stimmen, also Saiten sind in ihm angeklungen, die nachschwingen (eine andere Bewegung als Kreisen, etwa um eine Punkt), die den Sound des Erlebten noch weiter leben lassen.
Das Bild erscheint mir nicht völlig klar zu sein.

doch oben im StĂŒbchen
kommt nichts ihm so nah - wie im Winkel dein GrĂŒbchen


In der Gesamtbewertung schließe ich mich der begeisterten Leserschaft an.

Beste GrĂŒĂŸe, Thomas

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Rhea_Gift
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Hallo

und lieben Dank fĂŒr die intensive Auseinandersetzung! Zu deinen VorschlĂ€gen - manches geht nicht, weil es die Betonung Ă€ndert, die gleich bleiben soll - hier ist Rhythmus sehr wichtig (NIRgends EIne QUELle... statt: es GIBT keine QUELle)...

ob Tag oder Traum - genau ĂŒber die Quelle Tag oder Traum wird heute noch viel diskutiert in Lyrik- oder Philosophiekreisen - ist Lyrik auch ein Ventil des Unbewussten? Ist Somnambulismus vielleicht ein besonders guter Zustand fĂŒr das Empfangen traumhafter Bilder, lyrischer Bilder???? Woher kommt Inspiration wirklich? Doch ist der Traum noicht die verarbeitung des Tages?? Etc. ...

bevor sie trug ist temporĂ€r, denn die wie auch immer geartetete und wo auch immer liegende Quelle der Welle liegt auch zeitlich zurĂŒck - lokales Imperfekt quasi PrĂ€senz ist das Getrommel, Geraune, auch die Welle selbst ist schon IM Ohr (nachdem sie ans Ohr getragen wurde)und in DIR...

klingendes Singen
(=schönes, klangvolles Singen)ist fĂŒr mich schöner als Klingeln (da denk ich an Telefone und FahrrĂ€der und TĂŒren...) und Singen.

es geht durch dich durch - das ist eine Redewendung, die ich hier mehr als passend finde, wenn etwas so richtig durch dich durch geht ist das fĂŒr mich intensiver als ein durchlaufen...

ich möchte bei "es" bleiben - es ist zwar anfÀnglich die Welle, aber wenn sie durch dich durch geht, zÀhlt nicht mehr DIE Welle an sich, sondern DAS, was sie durch dich durch trÀgt - DAS Getrommel, Geraune etc.. - und was DAS in dir auslöst.

Die weiße Spur ist mir sehr wichtig - Narben sind weiß - hier ist es nicht negativ konnotiert durch das Wort Narbe - aber die Welle löst etwas aus und hinterlĂ€sst etwas, sie verĂ€ndert dich - ob eine Wunde - das klingt immer negativ - oder eine Spur - eine Spur ist neutral bis positiv, da hell - und da ich hier sehr Verallgemeinere, ist weiße Spur fĂŒr mich der treffendste Ausdruck ... zudem passt weiß zum LĂ€cheln am Ende (denn wodurch kam wohl das GrĂŒbchen? Und wie reagiert das LyrI auf dieses GrĂŒbchen - lĂ€chelnd am ehesten... das weiße Blitzen der ZĂ€hne...)

achja, das kreisende Schwingen - ein Schwingen, dass sich wie Kreise im Wasser ausbreitet... und eben schwingt dabei... denn ohne die Schwingung gÀbs die Kreise auch nicht...


Ich hoffe, das beantwortet fragliche Überlegungen...

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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