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Leselupe.de > Gereimtes
Es gibt im Internet viel Mist
Eingestellt am 14. 02. 2010 19:15


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Es gibt im Internet viel Mist
Von manchem, der kein Dichter ist,
Sich aber lautstark daf├╝r h├Ąlt.
Es gibt auch das, was schon gef├Ąllt,

Von dem, der denkt, dass er nichts ist.
Doch wie gesagt, bei all dem Mist,
Geht Vieles unter, oft auch dies.
Man w├╝nschte, dass es mancher lie├čÔÇÖ,

Von dem, was er so schreibt und treibt,
Zu posten, dass mehr Zeit verbleibt,
Solch ein Gedicht, bevorÔÇÖs versinkt,
Zu finden, ehe es ertrinkt

Im riesengro├čen Pixelmeer.
Ach, bliebe mancher Faden leer
Und mancher Mumpitz ungedichtet,
W├╝rd auf den Unsinn ganz verzichtet,

Den blo├č sein Autor h├Ąlt f├╝r Kunst,
Ach, blieb die Sprache unverhunzt,
Man h├Ątte f├╝r das Lesen Zeit,
W├Ąr f├╝r den Edelstein bereit,

Der, in die Weiten eingewebt,
Dort still f├╝r die Entdeckung lebt.
H├Ârt auf mit Eurem Versestuss:
Ihr st├Ârt uns nur beim Kunstgenuss!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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MuusTri
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Jaja, lieber Walther,

das Internet.

Kann man sich einem Etwas anvertrauen, das die Verg├Ąnglichkeit von Lebewesen aufweist,
aber unter uns: was tut das denn nicht?

Warum sollte etwas, das von einem verg├Ąnglichen Wesen erschaffen,
selbst unverg├Ąnglich sein.

Was ist an einem guten Gedicht schon wichtig,
wenn doch der Mensch der es liest, der Mensch der es schreibt, das Medium, das es zuerst mal bindet,
fr├╝her oder sp├Ąter von der Kante tritt und im Jordan hopsl├Ąuft?

Soll man nicht auch im vermeintlich Schlechten Gutes sehen k├Ânnen?

Was st├Ârt denn an der Lyrik, die nur vorgibt zu sein im Gegensatz zu der, die gar nicht vorhat zu sein,
ist sie nicht auch nur "Lyrik", auch wenn sie keine zu sein hat, wer immer das auch behauptet.

Kunst ist verg├Ąnglich, ihr -Gedanke auch.

Was ist Kunst?

All das sind GeFragendanken, die dein Text vielleicht gewollt und vielleicht ungewollt in mein schn├Âdes Hirn projiziert.

GeFragendanken, die man sich nicht machen/stellen muss, wenn man schon ihre Antwort kennt.

Ich hoffe, dass sie GeFragendanken vieler sind.

(Ge-)danke daf├╝r

Lieben Gru├č,

Tristan

__________________
[Wer wei├č, was uns erwartet?]

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
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Lb. presque-rien,

das "schon" steht hier f├╝r "doch auch". Ansonsten danke ich artig.

LG. W.

Lb. Estrella,

dieses Gedicht wendet sich gegen alle und niemanden, jedenfalls nicht gegen Dich pers├Ânlich. In der Tat ist die Masse der "Internet"-Gedichte nicht wirklich berauschend. Das ist keine neue Erkenntnis (und auch nicht meine Entdeckung).

LG W.

Lb. Tom,

danke f├╝r Deinen Eintrag. "Mumpitz" ist, wie Label bemerkt hat, nicht meine "Erfindung". Es ist ├╝ber meine Berliner Mama in meinen Wortschatz geraten. Die Wikipedia Erl├Ąuterung ist ebenso richtig wie treffend - was durchaus nicht f├╝r alle Wikipedia Eintr├Ąge gilt.

LG W.

Lb. Label,

Du liegst v├Âllig richtig! Danke f├╝r diesen Hinweis!

LG W.

Lb. MuusTri,

ein wenig selbstironische Publikumsbeschimpfung ist nicht verboten, der Inhalt des Reimwerks ist eher eine Ermahnung zu etwas mehr realistischer Selbsteinsch├Ątzung und Bescheidenheit als ein ernstzunehmender Beitrag zur Kunstbegriffsdiskussion.

In der Tat sollten sich der K├╝nstler und sein Werk gelegentlich selbstkritisch hinterfragen - aber f├╝r welchen Berufsstand gilt dieser Allgemeinplatz nicht? Und ist der K├╝nstler nicht auch eine Berufener?

LG W.

Lb. revilo,

danke f├╝r Deine guten Worte. Das ist keine gro├če Kunst - und wollte es auch nie sein, weshalb mich die gro├če Zustimmung ebenso freut wie etwas verlegen macht.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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