Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
54 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Es gibt schon noch Wege
Eingestellt am 31. 01. 2011 14:52


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Lyrischa
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2004

Werke: 110
Kommentare: 72
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Lyrischa eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es gibt schon noch Wege...

Einst warteten Abenteuer
R├Ątselhaft bunt war die Welt
├ťberall eine Entdeckung
Jeden Tag eine Erfindung
Du warst stets mittendrin

Heute z├Ąhlt nur Sicherheit
Hauptsache barrierefrei
Eingeengt in deinem Altenreich
Sind die Horizonte dicht
Vor dir nur der Tellerrand

Du bist nicht mehr uptodate
Wo sind deine Pfade ins Gr├╝n?
Wo bleiben die Wege ins Licht?
Die Enkel bauen dir Br├╝cken
Die Kinder navigieren dich

Sie zeigen dir neue Welten
Auf einmal sp├╝rst du Spannung
Pl├Âtzlich steckst du im Abenteuer
Die Horizonte sind wieder weit...
Und du bist wie einst mittendrin

__________________
MaK├╝Scha

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Lyrische, ich habe das ziemliche Probleme mit
diesem Gedicht, schon weil es die Sicherheit in Frage stellt.
Ich stelle mir gerade einen Alten vor, wie er auf Kr├╝cken,
halb krank noch sein Abenteuer des Geldverdienens bestreiten muss und das obwohl er bereits ein Leben lang geschuftet hat.
Ohne Rente, ohne Krankenversicherung - einfach so: Das Leben ein Abenteuer auf Gedeih und Verderb. Halbsieche Alte, die in Abfalltonnen w├╝hlen, um das Abenteuer der S├Ąttigung zu versp├╝ren, weil ja jede Sicherheit fehlt weil ja jede
Absicherung ├╝berfl├╝ssig ist, da das Leben nur als ein pures
Abenteuer gesichtet wird. Schon das "uptodate" bereitet mir Kopfschmerzen, weil es oft nichts anderes ist, als ein
Aufspringen auf den Zug der Zeit. Und dass dieser eine reichlich falsche Richtung fahren kann, das wei├č jeder, der auch nur bis drei z├Ąhlen kann. Muss ein Mensch, der irgendwie zu einer Reife gelangt ist uptodate sein? Muss er nicht.
Sowas brauche nur Leute ohne innere Festigung und Leute die zuviel Materielles besitzen, sprich aus lauter Langeweile in ihrem Leben, aus lauter ├ťbers├Ąttigung nichts anderes mehr kennen, als den Drang nach irgendeinem Abenteuer.
Das Dschungel-Camp ruft
Ich denke da an andere Teile dieser Welt, wo man gl├╝cklich w├Ąre ├╝ber einen Bruchteil unserer Absicherung - da w├╝rde sich niemand beschweren, wenn er unabh├Ąnging vom Gutd├╝nken seiner Mischopche sein Leben bestreiten k├Ânnte.
Und auf das Navigieren durch Kinder und Enkel w├╝rde ich mich pers├Ânlich nicht verlassen wollen, vor allem nicht, wenn ich sehe, wie Partygeil (entschuldige, aber das ist das wichtigste Wort im Zug der Zeit) diese sind, wie unf├Ąhig sie diese Gesellschaft gemacht hat, mehr zu sehen als ihr geheiligtes ICH. ├ťber deren Tellerrand als Horizont k├Ânnten
wir uns jetzt gut streiten. Und wenn ein alter Mensch nur noch dann auflebt, wenn ihm seine Kinder ihren Feitstanz
anbieten, dann hat er ein Leben lang etwas falsch gemacht.
Dann hat er keine Pers├Ânlichkeit, dann ist er aufs Alter nur noch der Vampir seiner Kinder und Enkel (Vampir im ├╝bertragenen Sinne) und n├Ąhrt sich von deren Jugend und deren
Frische. Nimms mir nicht ├╝bel, aber das ist arm.
Ich will damit nicht sagen, dass es solche Alten nicht gibt.
Ich denke sogar, dass viele Menschen sich deswegen nur Kinder anschaffen um dann aufs Alter, mangels eigener Vorstellungen an den Lebensentw├╝rfen ihres Nachwuchses zu saugen.
Wenn man bis hin zum Alter keine Wege "ins Licht" fand,
dann findet man sie dann auch nicht mehr. Es sei denn man stiehlt anderen ihre inneren Lampen um selbst ein wenig
zu leuchten. Wie naiv muss man denn sein, um Sicherheit
auf den Pranger zu stellen? Vor allem jene im Alter, einer Zeit die ja schon eh durch einen Verlust an k├Ârperlicher Frische und Tatkraft gezeichnet ist - sehr h├Ąufig jedenfalls
und besonders bei Menschen, deren Lebensumst├Ąnde nicht so rosig waren, die immer arbeten mu├čten f├╝r ihren meistens nicht so ├╝ppigen Lebensstil.

Auf, ihr Alten, nur keine M├╝digkeit vort├Ąuschen -
rein ins Abenteuer und wenn es auf Kr├╝cken ist.
Was braucht ihr denn Rente? Was soll euch die Krankenversicherung? Das Leben ist ein Abenteuer
und aus der Abfall-Tonne leben ist uptodate!
Jedem Alten seinen Pfeil und Bogen. Waren wir nicht alle mal
J├Ąger und Pilzesammler? Auf, auf, wir schaffen es und wenn es nur auf einem Bein sein sollte. No limit...so ist das wahre Leben

Nimm es mir bitte nicht ├╝bel, aber Dein Gedicht reizt mich zu sowas. LG Pelikan

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!