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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Es ist aus
Eingestellt am 10. 06. 2006 23:56


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anbas
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

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Es ist aus

Es wird nicht einmal mehr
ĂŒber den Clown gelacht,
wenn er stolpert und fÀllt
und seine SpĂ€ĂŸe macht.

Selbst seine TrÀnen
finden nur noch Hohn.
Ein lachendes Gesicht
war stets sein grĂ¶ĂŸter Lohn.

Das NussknackerlÀcheln
des braungebrannten Jungmanagers
- Florida, natĂŒrlich drei Wochen nur Florida -
hÀlt seinen Siegeszug,
wÀhrend sich zur gleichen Zeit
der ölig grinsende Bodybuildingtyp vom Baggersee
- denn Miami ist ĂŒberall -
mit Sonnenmilch einfettet,
und der SonnenbankbrÀunling
- ja, ja, aller Anfang ist schwer -
kritisch vor dem Spiegel
seine blankpolierten ZĂ€hne begutachtet.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Der Clown, einst geschmĂŒckt vom Maskenbildner, der lachende oder der weinende Clown, - nein - die Welt ist eine andere geworden.

Die Welt ist anders geworden und kein Clown bringt sie mehr zum Lachen. Niemand weiß, was geschah. Sag mir, wo die Blumen sind.

Wo ist er, der Clown? Zuschauer seines selbst?

Ist es einfach nur zu heiß?

Ich friere in der backenden Hitze.

So etwa wirkt es auf mich, aber auch ganz anders.

Die Sehnsucht des Clowns ist zerstört.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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pablo
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2004

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Hallo Anbas,

ja, die goldenen Zeiten, in denen ein Clown uns mit seiner Tollpatschigkeit einen Spiegel vor das Gesicht hielt, scheinen vorbei zu sein.
Hach, ein Kerl, der stolpert und sogar fÀllt, igitt, igitt!
Die heutige Gesellschaft will den braun gebrannten Strahlemann um sich haben, sich in seinem Glanz sonnen.
Vielleicht fÀrbt dieser Glanz ja ab und wir werden auch alle sooo toll???

Bernd hat Recht: Sag mir, wo die Blumen sind.

Liebe GrĂŒĂŸe
Pablo
__________________
pablo

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anbas
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

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Hallo Bernd,

Dein Kommentar hat mich sehr berĂŒhrt. Ich danke Dir dafĂŒr!

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas




Hallo Pablo,

wenn ich mir so ĂŒberlege, dass ich das Gedicht vor zwanzig Jahren geschrieben und fĂŒr die Veröffentlichung in der LL nur ein wenig ĂŒberarbeitet habe, so finde ich es schon erschreckend, wie lange dieser 'Trend' anhĂ€lt. Irgendwie und irgendwo habe ich aber die Hoffnung, dass da in den letzten Jahren parallel zu der Welt der Smarten, Schönen und Erfolgreichen etwas Neues, lebendiges und ehrlich fröhliches heranwĂ€chst. Ich hoffe, dass diese Gegenbewegung stark genug ist, um sich durchzusetzen.

Alles Gute!

Gruß

Andreas

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