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Leselupe.de > Humor und Satire
Es ist nicht...
Eingestellt am 06. 08. 2010 12:22


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MarenS
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Registriert: Feb 2005

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Marc war ein begeisterter Sportler, deshalb war seine Entscheidung ein Sportstudium zu absolvieren keine ├ťberraschung f├╝r seine Freunde. Nun lagen die abschlie├čenden Pr├╝fungen vor ihm, er wollte ins Lehramt, denn es schien ihm sinnvoll, jungen Menschen die Begeisterung f├╝r den Sport nahe zu bringen. Bl├Âderweise ereilte ihn just am Tag der Langlaufdisziplin, als er morgens eine Socke unter dem Bett hervorkramte, ein Ziehen im R├╝cken, ungef├Ąhr im Lendenwirbelbereich.
Nach kurzen Missfallens├Ąu├čerungen und vorsichtigen Bewegungen stellte er fest, dass er nicht allzu sehr in seinen Leistungen eingeschr├Ąnkt sein w├╝rde und packte sorgsam seine Tasche, nicht ohne die sagenumwobene Salbe mit dem Bienengift einzustecken. Diese Salbe hatte ihm und seinen Studienkollegen schon so manches mal gute Dienste geleistet.
Zuversichtlich betrat er die Sportst├Ątte, begr├╝├čte die Freunde, wie auch die Dozenten und begab sich in die Umkleide, um sich f├╝r die Strecke von 3000 m vorzubereiten. Kurz bevor er den Raum verlie├č, entschied er sich, den Lendenwirbelbereich mit der Salbe einzucremen, die ja bekanntlich w├Ąrmen und somit Probleme wohl fern halten w├╝rde.
So pr├Ąpariert trabte er leichtf├╝├čig zur Aufw├Ąrmrunde, die er ohne Probleme hinter sich brachte.
Der Start gelang erfreulich gut und das Wissen um sein K├Ânnen trug ihn zuversichtlich voran. Bei ungef├Ąhr 1000 Metern schien ihm eine gewisse W├Ąrme nicht nur am R├╝cken sondern auch ein wenig tiefer eher etwas st├Ârend. Bei 1500 Metern wurde ihm pl├Âtzlich bewusst, einen riesengro├čen Fehler begangen zu haben. Er schwitzte und das geh├Ârig und der Schwei├č rann ├╝ber den R├╝cken, ├╝ber den Lendenbereich und nahm dort Teile der aufgetragenen Salbe mit sich, um sie treffsicher in die Falte zwischen seinen Pobacken zu verteilen. Dort, gut durch die Bewegungen der beiden Rundungen einmassiert, begann das Bienengift seine Wirkung konsequent zu entfalten. Hautteile, die nie Sonne und Wind ausgesetzt werden, sehr empfindliche Hautpartien wurden nun gnadenlos mit Bienengift getr├Ąnktem Schwei├č massiert. Bei 2000 Metern begann er sein Tempo zu steigern, obwohl Sportkollegen ihm Zeichen gaben, nicht zu fr├╝h zu forcieren. Er lief, er lief und am Rand der Bahn wechselte Kopfsch├╝tteln zu Erstaunen. Das war der Tag von Marc K.!
Die letzten 500 Meter waren f├╝r ihn der pure Albtraum, f├╝r die anderen ein wahres Mirakel. Er ├╝berquerte die Ziellinie mit der Zeit von 7.55.24, eine Leistung mit der er in den 50er Jahren um den Weltrekord mitgelaufen w├Ąre! Marc interessierte dies alles nicht, er rannte, rannte um sein Leben, bis er sich im angrenzenden Schwimmbecken zum v├Âlligen Unverst├Ąndnis aller ins Wasser st├╝rzte, nur um es mit einem Aufschrei wieder zu verlassen. Sein Po brannte wie das H├Âllenfeuer pers├Ânlich und so lief er unvermindert schnell zur Umkleide, wo er zu seiner Erleichterung seinen Freund und Sportkollegen Gregor antraf.
In kurzen Worten erkl├Ąrte Marc ihm das Debakel, sein schmerzverzerrtes Gesicht sprach B├Ąnde. Gregor um Ernst bem├╝ht, erkl├Ąrte, dass diese Salbe nur mit Creme zu entfernen sei und schon riss sich Marc die Hosen herunter, reichte seinem Freund die K├Ârperlotion und eine Packung Papiert├╝cher, streckte ihm den Hintern entgegen und presste zwischen den Z├Ąhnen hervor: Mach es weg!

Der sportliche Leiter betrat die Umkleide um Marc zu gratulieren, vernahm grunzende Laute, sah, zuckte schockiert zusammen, drehte sich um und verlie├č den Kopf sch├╝ttelnd die Lokalit├Ąt.

06. August 2010
MarenS

Version vom 06. 08. 2010 12:22

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe MarenS,


Lustig, ich kann mir den Prot visuell gut vorstellen - und vor allem die Schlussszene
Ich pers├Ânlich h├Ątte es noch mehr ├╝berzogen, ich h├Ątte den Prot. Weltrekord laufen lassen und wom├Âglich all die Gratulanten und W├╝rdetr├Ąger - vorneweg nat├╝rlich ein Kamerateam mit Live├╝bertragung - unmittelbar an seiner entw├╝rdigenden und mehrdeutigen Pose teilhaben lassen ))
Aber das ist nat├╝rlich Geschmackssache.


Was mir auffiel:

quote:
seine Entscheidung zum Sportstudium

hei├čt das vielleicht "f├╝r ein Sportstudium"? (Bin mir selbst nicht ganz sicher)

quote:
die Begeisterung zum Sport

... genau wie hier, vielleicht "f├╝r Sport"?

quote:
Bl├Âderweise ereilte ihn just am Tag der Langlaufdisziplin des morgens beim Hervorkramen eines Sockens unter dem Bett ein Ziehen im R├╝cken,

Vielleicht besser: "... sp├╝rte er am Tag ..."
und "... einer Socke ..."

quote:
und begab sich in die Umkleide um sich f├╝r die Strecke von 3000 m vorzubereiten.


nach "Umkleide" Komma.

quote:
um sich zielbewusst in die Falte zwischen seinen Pobacken zu verziehen.

vielleicht: ... um diese treffsicher in der Falte zwischen den Hinterbacken zu verteilen (Vorschlag!)

Insgesamt lustig und sehr gern gelesen,

LG, KaGeb

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MarenS
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Lieber Karsten,

vielen Dank f├╝rs Lesen, M├Âgen und Auseinandersetzen! Deine Vorschl├Ąge sind, wie meist, sehr brauchbar.
Das "zum" ist wohl eher Umgangssprache, ich werde es austauschen. Bei der Socke hat mich meine Wohngegend erwischt "der Socken, statt die Socke", auch das werde ich ├Ąndern. Nach Umkleide ein Komma...h├Ątte ich nun wirklich wissen m├╝ssen, Schlamperei!
Auch deinen letzten Vorschlag werde ich ├╝bernehmen allerdings bleiben die Pobacken stehen.

Es gr├╝├čt dich die Maren

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