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Leselupe.de > Ungereimtes
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Eingestellt am 20. 03. 2010 12:56


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Rhea_Gift
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Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Krieche zu Kreuze
im goldenen Kleid
zu Unrecht
Weiheumglänzter

Unrat klebe an deinem Gewand
und zeige Schein gegen Sein
uns auf
am Bodensatz der Kirche

Blut benetze deine frömmelnde Miene
benetze deine Finger im Gebet
Male dunkler Verbrechen

Kein goldener Mantel erzwungenen Schweigens
verhülle dein unreines Tun -

Sag, zittern dir die Hände nicht,
wenn du sie gottgerecht faltest?
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Heidrun D.
Guest
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Vorab, liebe Rhea,

das Gedicht finde ich gut.

Inhaltlich scheint es mir etwas kurz gegriffen. Vielleicht, weil ich (berufsbedingt) weiß, dass Missbrauch hauptsächlich im engsten Kreis stattfindet. - Im Durchschnitt wird ca. in jeder 10. Familie missbraucht, mit unterschiedlichsten "Härtegraden."

Insofern erscheinen mir die abscheulichen Verbrechen, die unter dem Schutz der katholischen Kirche geschahen und noch geschehen werden, nur als die Spitze des Eisberges.

Eine Wahrheit ist, dass unsere ganze Gesellschaft auf Unterdrückung des Individuums, auf Ausbeutung ihrer schwächsten Glieder angelegt zu sein scheint.

Und das ist der (noch) schlimmere, verschwiegene, geschönte Skandal.

Heidrun

quote:
Die Statistik des Deutschen Kinderschutzzentrums zeigt: 53% der Täter sind Väter, 16% Stiefväter u.ä., 6% ältere Brüder, 5% Onkel, 3% Großväter, 10% Nachbarn oder Freunde; 6% Lehrer, Erzieher, Ärzte. Lediglich in 1% der Fälle kannte das Opfer den Täter nicht gut.

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samuel
gesperrt
???

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Krieche zu Kreuze

Hallo, Rhea!

Eine wortreiche Beschwörung - aber Du weißt, das Wortreiche ist meist nicht so ganz meine Sache.
Als Titel fände ich "Krieche zu Kreuze" besser.

LG, samuel
__________________
Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Rhea_Gift
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Hallo Heidrun -

ich weiß, es ist eben hier kein allgemeines Gedicht zum Thema... man könnte das Gedicht natürlich allgemeiner fassen, aber das wollte ich hier eben nicht.
Das Gedicht lässt sich genauso auf Väter, Onkel, etc. ummünzen - wenn man will... ich kann allgemein über Krieg schreiben oder über einen speziellen - sehe da kein Problem drin.
Mir ist die Thematik durchaus auch vertraut - aber die Spitze des Eisbergs kann man ruhig auch mal thematisieren - und wenn man so überlegt - ist die Ehe und Familie icht auch ein "heilig" gesprochener Hort?? Auf die passt das Gedicht genauso.
Ich sag nur - your home is your castle... castle und Kirche liegen da nicht weit auseinander.

LG, Rhea
__________________
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Thys
???
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Hallo Rhea,

gefällt mir :-)

Allerdings hätte ich

am Bodensatz der Kirche

weg gelassen. Dann wird es etwas offener. Fänd ich persönlich besser. Aber ist ja dein Text.

Gruß

Thys

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Rhea_Gift
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Mir ists wichtig, denn es ist speziell inspiriert und der Bodensatz der Kirche soll deutlich machen, dass es eben mehr gibt als den Bodensatz - ich vedamme die Kirche nicht grundsätzlich, nur das, was einige ihrer Vetreter so tun und manche nur scheinbar gottgerechten Einstellungen... Religion kann Menschen ein großer Halt sein und Gemeinschaft schaffen, seh ich bei anderen, ich selbst bin da eher kirchlos gläubig an unbenannt Göttliches (Agnostiker nennt man das wohl) - schade, dass sie sich zu etwas für mich in vielem nicht mehr Vetretbarem entwickelt hat... und wenn manch Leser sich diese Zeile wegdenken kann und das Übertragbare also trotzdem sieht - umso besser, dann ist beides enthalten...

LG, Rhea
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