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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Es lebe Grisu
Eingestellt am 30. 12. 2004 10:06


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flammarion
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Es lebe Grisu

„Ich brauche hier einen Grisu“, rief der Beleuchtungsmeister von der Leiter herunter und hatte dabei die planlos herum stehende Praktikantin im Visier. „Holst du mir bitte einen?“
Das junge MĂ€dchen setzte sich lustlos in Bewegung. Wollte der Meister sie wieder einmal nach weißem Sand schicken? In dem neuen StĂŒck kam doch gar keine Gestalt von Michael Ende vor!
Dann erinnerte sie sich daran, dass am Vortag einer der Beleuchter „Grisu“ gerufen wurde. Vielleicht war er gemeint? In einer etwas schnelleren Gangart lief sie zur Kantine. Dort hoffte sie ihn zu finden oder wenigstens jemanden, der ihr sagen konnte, wo „Grisu“ sich befindet.
Wie war der junge Mann zu diesem Namen gekommen? Fragte sie unterwegs einen Freund des Beleuchters. Der erzĂ€hlte: Nicht nur dadurch, dass er bei der Freiwilligen Feuerwehr war, sondern auch, weil er genau wie der kleine Drache bei Michael Ende stets hilfsbereit und freundlich war und genau so ein sonniges GemĂŒt hatte. Ein echter Grisu eben, keiner konnte ihm je gram sein.
HĂ€ufig ging er fröhlich pfeifend und mit großem Eifer daran, ein WerkstĂŒck zu fertigen, das er bald stolz prĂ€sentierte. Wie groß war sein Erstaunen, als der Meister sagte, es sei unbrauchbar! Leider hatte er das gute StĂŒck seitenverkehrt ausgerichtet. So ließen sich noch viele Beispiele nennen, was alles daneben ging.
Eines Tages machte er sich daran, kurze Steckerkabel zu produzieren. Einen halben Meter lang, einen dreiviertel und einen ganzen. Das gesamte Theaterpersonal lachte sich scheckig darĂŒber. Grisu aber versah jedes StĂŒck mit seinem Spitznamen in prĂ€chtiger Kursivschrift und legte sie zu den anderen Kabeln.
Und nun stand der Beleuchtungsmeister auf der Leiter, stellte fest, dass ihm zwischen Kabelende und Steckdose ein knapper Meter fehlte und rief nach einem Grisu-Kabel. Ohne dieses hilfreiche Teil mĂŒsste er alle Scheinwerfer wieder abbauen und neu anbringen, bis das Kabel an den Stromspender reicht.
So aufgeklĂ€rt ging die Praktikantin in die Kabelecke, von wo der Meister lĂ€ngst, auf die Jugend von heute schimpfend, das benötigte StĂŒck selbst geholt hatte.

__________________
Old Icke

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chrissieanne
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hallo flammarion,
das ist eine liebenswerte kleine geschichte. nur - wer hat denn nun die praktikantin aufgeklÀrt?
lieben gruss
chrissieanne
__________________
Das Buch soll die Axt sein fĂŒr das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka)

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flammarion
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hm,

daran haperts. habe zwei sĂ€tze eingefĂŒgt. besser?
lg
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Old Icke

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chrissieanne
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ja, jetzt ist es klar, wer es sagt. ist nur ein wenig umstĂ€ndlich geschrieben. vieleicht wĂ€re es besser, wenn du wörtliche rede benutzen wĂŒrdest? und den freund des beleuchters z.b. auflachen ließest, bevor er antwortet. dann wirkt es ein wenig lebendiger
und die "schnellere gangart" wĂŒrde ich weglassen.
lieben gruss von
chrissieanne

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flammarion
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vielen

dank. ich werde darĂŒber nachdenken. die geschichte war wieder mal so n schnellschusss zwischen aufstehen und frĂŒhstĂŒcken . . .
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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