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Leselupe.de > Gereimtes
Es lebe die Freundschaft - sagen wir die Freundschaft tot!
Eingestellt am 18. 12. 2000 11:29


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pilgrim969
Schriftsteller-Lehrling
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Es lebe die Freundschaft - sagen wir die Freundschaft tot!
(nach einem Telefonat am 27.6.2000)

Wir sprachen einander nach so langer Zeit - Wie lange ist das jetzt her?
Mich daran erinnern - du meinst, meinem Herzen fiele das zu schwer.
Nun, vielleicht hast du recht, vielleicht ist Gestern besser zu begraben,
vielleicht sollten wir unserer Freundschaft bis auf Weiteres entsagen.

Doch wie recht hast du damit? - Ist von Freundschaft Heute abzusehen?
Nun, ich bin nicht deiner Meinung es w├Ąre unrecht noch zu dieser zu stehen.
Wir sprechen miteinander - und wir verstehen uns wie einst vor langer Zeit,
doch ist es so, als w├Ąrest du Heute nicht an Gestern noch zu glauben bereit.

Muss ich auch zugeben, dass ich das Gestern all zu lange Zeit verdr├Ąngte
und mir in zu engem Korsett an ewig Gestriges mein Leben selbst beengte -
Gestern war f├╝r mich lange nur der Schatten der mich gedr├Ąngt in meine Nacht
und Heute weit entfernt von meinem Leben, welches ich gar zu begraben gedacht'.

Auch wenn ich zugebe ich wusste lange nicht, ob ich dich nun hasse oder liebe.
Oder f├╝hlt' ich gar, keines von beidem? - Was dann wohl das Schlimmste bliebe.
Nun, wohl hasste ich dich, doch nur, weil ich mich selber nicht mehr lieben konnte
und ich liebte dich und dachte auch, ich erfreue mich ohne dich nie mehr der Sonne.

Glaube mir, ich habe bis heute doch auch einiges in meinem Gef├╝hl dazugelernt,
so ist mir heute wohl bewusst, dass mich die Sonne auch ohne dein L├Ącheln w├Ąrmt -
Wohl fehlt mir dieses Lachen, war es doch dieses was mich einst zu dir gezogen hat.
Doch du verweigerst mir unsere Freundschaft, um die ich dich jetzt wieder bat.

Liebe aus Freundschaft k├Ânne sein - doch Freundschaft aus Liebe nicht?
Wer wird es wohl wagen und behaupten, es w├Ąre dies die Wahrheit nicht?
Wir erinnern uns des Respektes den uns unsere Freundschaft einmal gebot.
Und gerade weil wir Freunde sind, sagen wir nun diese Freundschaft tot?!?


-----------------------------------------------
aus Kleinigkeiten (2.2000 - 8.2000)

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Feder
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Hallo Pilgrim969,

in der Liebe sagt man, gibt es immer einen Verlierer: den, der mehr liebt. In der Freundschaft, dies w├Ąre logische Konsequenz, ist manchmal der Verlierer, der sich mehr einbringt.

Im Vorhinein darf man ├╝ber beides nicht nachdenken. Das w├Ąre, als ob man bei der Heirat schon ├╝ber die Scheidung philosophiert.

Im Nachhinein schlie├čt eine einmal dagewesene Freundschaft meist das Verlangen nach einem Neubeginn aus - sofern einer von beiden Verrat an der Freundschaft begonnen hat.

Bei Liebe halte ich einen Neubeginn f├╝r m├Âglich, wenn sie gro├č genug war - selbst dann noch, wenn man sich getrennt hat.

Allerdings: Wenn man selbst derjenige ist, der das Gef├╝hl verloren hat, hat man Angst, im anderen zuviel wiederzuer-
wecken, falsche Hoffnungen aufkommen zu lassen. So sagt man manchmal beides ab. Die Liebe zuerst, weil sie nicht mehr da ist, die Freundschaft, weil sie vom Gegen├╝ber mit Liebe verwechselt werden k├Ânnte.
Wenn man so denkt, ist allerdings eines sicher: Irgendein Gef├╝hl ist da, sonst h├Ątte man keine Gewissensbisse, auf eine Freundschaft einzugehen. Es muss ein liebes Gef├╝hl sein, auf Vertrautheit und Vergangenem basierend - allerdings nicht mit Liebe zu verwechseln, die mehr aussagt.

Die Aussage des Gedichtes hat mich zum Nachdenken angeregt. Danke hierf├╝r!

Lb. Gru├č,
Feder

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pilgrim969
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Dieser Text ist mir so richtig aus den Fingern in die Tatsen eingeschossen -
und zwar unmittelbar nach diesem Gespr├Ąch.
Es war einmal eine sehr intensive Freundschaft und ich habe mich (leider?) in diese Frau verliebt.
Und hatte damals das Gef├╝hl ich k├Ânnte nicht mehr weiter mit ihr befreundet sein,
auch wenn wir uns gegenseitig zuvo so viel gegeben haben.
Ich dachte ich k├Ânnte es einfach nicht aushalten, akzeptieren oder was wei├č denn ich ...
Das ist etwa Ende 97' gewesen und ich habe lange gescheut den Kontakt wieder zu suchen.
viele meiner damals entstandenen Texte habe ich meinem Gef├╝hl zu dieser Frau zu verdanken.
Auch heute geht es mir sehr ├Ąhnlich:
In jemanden verliebt zu sein, der diese Gef├╝hle nicht in dieser Art erwidert.
Nur habe ich so viel dazu gelernt, dass ich heute stark genug bin die Freundschaft,
die hinter dieser Liebe steht nicht wieder fallen zu lassen.
Denn einmal darf man einen Fehler machen, denn da ist es eigentlich noch keiner
aber ein zweites Mal w├Ąre echt Dummheit
Ich habe damals sozusagen unsere Freundschaft verraten
Aber auch wenn man seine Gef├╝hle nicht steuern und auch die des anderen nicht beeinflussen kann,
so sollte man doch das mitnehmen was man hat und nicht etwa sagen:
Liebst du mich nicht, so hast du meien Freundschaft nicht verdient!

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Feder
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Das kann ich nachvollziehen

allerdings ist es sehr schwer, Freundschaft aufzubauen, wenn man im Gef├╝hl f├╝r "mehr" noch nicht ganz frei ist. Ich habe das einmal erlebt von einem Gegen├╝ber, und es war nicht M├Âglich, die Freundschaft ohne flaues Gef├╝hl im Bauch aufrecht zu erhalten. Man denkt, man tut dem andern weh, vielmehr man wei├č das, liest es im Blick und verh├Ąlt sich dann nicht mehr locker, sondern verkrampft. Am Ende meidet man den Kontakt - aus R├╝cksichtnahme auf den andern oder weil man sich unwohl f├╝hlt, versucht, jedes Wort auf die Goldwage zu legen.
Wenn du stark genug bist mittlerweile f├╝r diese Freundschaft, dann w├Ąre es schade, sie nicht zu suchen oder f├╝r einen Neubeginn "in Freundschaft" zu sorgen.
Ich w├╝nsch dir Gl├╝ck und: "halt dein Herz fest" (bl├Âder Ratschlag, konnte meines ja selbst noch nie steuern :-)).

Lb. Gru├č,
Feder

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pilgrim969
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Du hast recht mit deinem flauen Gef├╝hl, denn auch mein Gegen├╝ber hat mir dieses eingestanden
Urspr├╝nglich wollte auch sie damals unsere Freundschaft auf Distanz halten -
das wollte ich aber zuerst nicht. (bezieht sich jetzt auf 97)

Und ├╝brigens, mein Herz halte ich fest, oder viel mehr an meinem Herzen halte ich fest.
An meinen Gef├╝hlen - und steuern m├Âchte ich diese auf keinen Fall,
denn dann w├╝rden sie all ihren Wert f├╝r mich verlieren!

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Feder
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Auch das ist richtig. Ein Vergleich: Mir sieht man immer gleich an was los ist. So sehe ich dann auch keinen Sinn zu l├╝gen, wenn mich jemand auf den Punkt anspricht. Das kann Menschen schocken und verletzen. Allerdings, wenn ich ein Gef├╝hl, das da ist, als nicht vorhanden bezeichne, dann w├╝rde ich f├╝r meine Begriffe das Gef├╝hl selbst in Frage stellen. Zu den Gef├╝hlen stehen, ohne Wenn und Aber, auch, wenn es weh tut, es bleibt die Wahrheit, mit der man im Herzen leben muss. Vielleicht relativiert sich ein Gef├╝hl im Laufe der Zeit, nie aber der Zeitpunkt, wo es intensiv war oder ist.

Bin ich jetzt zu philosophisch geworden? Ich hatte gerade ├╝ber etwas nachgedacht, was mich pers├Ânlich betrifft :-)!

Lb. Gru├č,
Feder

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