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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Eschbach: Kelwitts Stern
Eingestellt am 22. 03. 2002 11:40


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jon
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An anderer Stelle (http://www.leselupe.de/lw/showthread.php?postid=97758#post97758) zur Sprache gekommen: Meinungen zu Eschbach's BĂĽchern.

Für den, der nicht blättern will:

"Kelwitts Stern" scheint auf vergleichsweise wenig Gegenliebe bei Eschbach-Lesern zu stoßen. Es ist tatsächlich auch kein Roman, eher eine extra gebundene Erzählung. Und sie strotzt nicht vor (SF-)Ideen.

Aber ich mag das Buch tatsächlich. Sein fast märchenahfter Ton, die liebevoll arrangierten Details (wie der wunderbar Action-Klischee-verschaukelnde Geheimdienst-Einsatz - köstlich!) und vor allem die starke Zeichnung der Figuren (mal angesehen von der etwas bizarren Lust-Attacke dieser Teenagerin).

"Kellwitts Stern" ist sicher ein ganz anderes Kaliber als „Die Haarteppich-Knüpfer“ – die Eschbach nie wird übertreffen können, sich höchstens annähern – und als solches verträgt es den direkten Vergleich auch nicht. Tatsächlich finde ich "Kellwitts Stern" qualitätsmäßig näher an den Haarteppich-Knüpfern als jedes der anderen Bücher, die ich kenne. Wobei ich bei „Solarstation“ "nur" die Eschbach'sche Figurenzeichenung ein wenig vermisste, im "Jesus-Video" (für meinem Geschmack ein Musterbeispiel für eine aufgeblasene Idee) die Figuren-Zeichnung ganz und gar „unpackend“ fand und im (zu) viel gerühmten „Quest“ den Eindruck hatte, Eschbach hätte sich einfach zu viele Figuren herangeschrieben, so dass er keinen (Spiel)Raum mehr hatte, jeder (durchgängig) die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Faszinierend fand ich auch "Die Marskinder" – nicht wegen der Story oder Figuren, sondern wegen des (fast perfekt) getroffenenen Jugend-Buch-Tonfalls: Es ist nicht leicht, den eigenen Schreib-Tonfall so subtil zu modifizieren.

Und zum Abschluss der Eschbach-Betrachtung noch ein Tipp: Hier klicken
( VORSICHT VOR "Einkreisung"! Man dreht sich so im Kreis, dass man ganz wuschig wird im Hirn.... )


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GabiSils
???
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Ein Handwerker

Hallo jon,

erstmal: wenn Du schreibst "zum Abschluss der Eschbach-Betrachtung" traut man sich kaum noch, darauf zu antworten :-) "Thema zu Ende, danke" pflegte unser Deutschlehrer zu sagen.

Man merkt bei Eschbach manchmal fast zu deutlich, daß Schreiben ein Handwerk ist - die Haarteppichknüpfer wie immer ausgenommen, zu diesem Buch fällt mir keine Kategorie und kein Vergleich ein. Aber alle anderen: ich habe den Eindruck, er probiert alle (Sub-)Genres durch.

"Solarstation" , eine klassische Space Opera.
"Jesus-Video" - hm- ein Mystery-Thriller, oder wie nennt man so etwas? DaĂź gerade das so einen Erfolg hatte, ist bezeichnend.
"Das Marsprojekt" - ein Jugendbuch. Meine Tochter mochte es, weil es eben nur "fast" den typischen Jugendbuch-Tonfall hat.
"Kelwitts Stern" - eine SF-Humoreske (Satire ist es meiner Meinung nach nicht)
"Quest" - am ehesten ebenfalls Space Opera. Mit Quest hatte ich MĂĽhe, es ĂĽberhaupt zu Ende zu lesen, so rechtes Interesse an den Figuren kam nicht auf , wahrscheinlich, wie Du sagst, weil es zu viele sind.

Alle Bücher sind routiniert geschrieben und flüssig zu lesen, aber eben - Handwerk. Das hat seine Berechtigung, ich lese es gerne, nur ein leises Gefühl der Enttäuschung, des "war das alles?" bleibt.

GruĂź
Gabi

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Michael Schmidt
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Meine Meinung zu den Eschbach Romanen, die ich gelesen habe:
Solarstation empfand ich als sehr langweilig, auch die Idee war nicht sonderlich toll.
Das Jesus Video fand ich sehr spannend, aber die Idee an sich auch etwas aufgeblasen und das Ende enttäuschend.
Quest hat mir ausgesprochen gut gefallen, abwechslungsreich mit einer FĂĽlle interessanter Figuren.

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jon
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Stimmt, Michael: Solarstation ist sauber runtererzählt, aber nicht wirklich interessant. Eins von den Büchern, wo es reicht, den Film zu kennen (...nur dass es den eben {noch?} nicht gibt. Die Spezialeffekte würde ich mir aber gern anSCHAUEN. )

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lapismont
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Hallo,

ist zwar schon etwas her, Eure Betrachtung,aber ich habe auch eine Meinung dazu:
Solarstation: Gefiel mir so gut, das ich mir den Namen merkte.
Das Buch ist spannend und taktisch interessant.

Nachdem er Band 1935 "Der Gesang der Stille" mit einer superben Bully-Charakterisierung fĂĽr Perry Rhodan schrieb, war ich begeistert.

HaarteppichknĂĽpfer ist grandios und grausig. Sein bisher bestes Werk, das ich las.

Quest ist unter Niveau, langatmig, innivationsfrei und sehr schwerfällig. Hat mir nicht gefallen.
Wobei die Heyne-Ausgabe sehr gut gemacht ist!

Das Jesus-Video hat mir wieder sehr gut gefallen, es ist spannend und bringt einige Fragen zur Religion, die ich mir so noch nicht stellte.

Mehr habe ich noch nicht gelesen, aber er ist ja produktiv.

cu
lap

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