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Leselupe.de > Ungereimtes
Essenz
Eingestellt am 30. 10. 2010 22:24


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Rhea_Gift
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Essenz

TrÀnen - sammle ich im Gral
Jahreszeiten, kalt zerstampft
unter FĂŒĂŸen bleicher Nornen
weint sich Jahr- um Jahrgang aus

Nimmer mĂŒde ist ihr Schritt
dort im Kessel meiner TrÀume
die Essenz - sag, schmeckt sie bitter
fad nach Asche, tot und kalt?

Meeressalzig, sauer, fruchtig
holzig nach den langen NĂ€chten
die im Sommer - FeuertÀnze -
ich so gern mit dir verbracht?

Ach, wer kostet Wein und WĂŒrze
Liebe, Trauer und noch mehr
ausgepresst und seltsam glitzernd
still im Winkel meiner Augen -

Schwenk den Gral und nipp' ein wenig
lass mich auf der Zunge kreisen
sag, wie mundet dir mein Leben
schnell - bevor der Schleier sinkt...



__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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gitano
Guest
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Liebe Rhea_Gift!
Deine Bildsprache ist wieder beeindrucken fantasievoll.

Darf ich Dir einen Vorschlag fĂŒr S3 unterbreiten der die Positionierung des "ich" etwas Ă€ndert:

Meeressalzig, sauer, fruchtig
holzig nach den langen NĂ€chten
die ich im Sommer - feuertanzend -
so gern mit dir verbracht?

und in S4 versteh ich/bzw. irritiert mich bei Z2/3 im Enjabement eine LĂŒcke:

Ach, wer kostet Wein und WĂŒrze
Liebe, Trauer und noch mehr
ausgepresst und seltsam glitzernd
still im Winkel meiner Augen -

der Vers findet keinen Aussageabschluss irgendwie fehlt da was...vielleicht so?:

Ach, wer kostet Wein und WĂŒrze
Liebe, Trauer und noch mehr ist
ausgepresst und seltsam glitzernd
still im Winkel meiner Augen -

Schöne starke letzte Strophe!
das tanzt! Die Essenz dessen was uns als Persönlichkeit ausmacht...ein immer weide rinteressantes Thema. Du hast es bittersĂŒĂŸ durch schöne Bilder veranschaulicht.
Liebe GrĂŒĂŸe
gitano

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Rhea_Gift
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Hallo gitano,

danke fĂŒr die rege Auseinandersetzung mit dem Gedicht!

zu deinen Anmerkungen - die LĂŒcke, dachte ich, ist eine nicht störende Ellipse, mir gefiel der offene Ausklang der Zeile.
"ist" klingt mir zu hart - "liegt" wÀre eine Möglichkeit,
wĂŒrde aber den Rhythmus zerstören, denn trotz vers libre hat alles 4 Hebungen, da wĂ€ren es dann plötzlich fĂŒnf...
daher belasse ich lieber die Ellipse, es sei denn, jemand hat noch nen Vorschlag vielleicht, der das Problem löst...

Deine Umstellung des "ich" zerstört die Anfangsbetonung, die ich dort wie in allen Zeilen gern haben möchte - und "FeuertĂ€nze" finde ich irgendwie schöner, wie so ein aufploppendes Bild, als "feuertanzend", das ist mir zu aktiv - die "FeuertĂ€nze" wirken trĂ€umerischer... darĂŒber ließe sich aber noch nachdenken...

Man sieht's vielleicht nicht gleich, weil nicht gereimt - aber dennoch hat das Gedicht einen durchgehenden Rhythmus durch die Betonungen, den ich gern behalten möchte - daher hoffe ich, du verstehst, dass ich nix Àndern kann/möchte - es sei denn, du hast noch eine Idee an den erwÀhnten Stellen, die den Rhythmus nicht verÀndert?

Vielen Dank fĂŒr die Anregungen trotzdem und schön, dass dir die Bilder gefallen

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Hallo Rhea,
du hast in deinem Gedicht die Sprache (und Bilder) der Sagen und MÀrchen gewÀhlt. Das ist dir bestens gelungen, zumal die Liebe des Lyr-Ichs eine mÀrchenhafte Liebe sucht.
Sehr gern gelesen, auch wenn ich "moderne" Lyrik in "Alltagssprache" bevorzuge (das soll aber keine Werturteil sein)...
Herzliche GrĂŒĂŸe
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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