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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Eugen Drewermann -
Eingestellt am 03. 01. 2003 16:11


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Vobro
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Eugen Drewermann - "Glauben in Freiheit"

Band 1:
"Tiefenpsychologie und Dogmatik - Dogma, Angst und Symbolismus

Im ersten Band seiner "Glauben in Freiheit"-Trilogie, Drewermanns systhematisch-theologischer "Anti-Dogmatik", welche er dem veralteten und stark verk├╝rzten Welt- und Menschenbild der Kirche gegen├╝berstellt, wird aufgezeigt, da├č die Abl├Âsung von den Machtanma├čungen und den unglaubw├╝rdiggewordenen und angstverfestigten Kirchendogmen keineswegs die Abkehr von jeglichem religi├Âsen Suchen und Fragen bedeutet oder bedeuten mu├č. Drewermann gibt sich ├╝berzeugt, da├č nicht das religi├Âse Bewu├čtsein im Schwinden begriffen ist, wohl aber die Bindung an den amtskirchlich vorformulierten und im Status der Unfehlbarkeit vorgeschriebenen Kirchen- und Dogmenglauben. Mit Einblicken in die Religionsgeschichte und unter Einbeziehung von Erkenntnissen der Biologie, Soziologie, Verhaltensforschung, Existenzphilosophie und Tiefenpsychologie, wird hier beschrieben, wie die Anschauungsweisen und Ausdrucksformen der Religion aus der menschlichen Psyche im Laufe der Evolution ├╝ber Jahrmillionen der Entwicklung hervorgegangen sind.

Nach einer ausf├╝hrlichen Einf├╝hrung in die Themenschwerpunkte folgen verschiedene Betrachtungen zum Thema "Kirchliche Sozialpsychologie", indem zun├Ąchst Freuds Theorie von der Kirche als einer Art "zwangsneurotischer Urhorde" aufgegriffen wird, um dann ├╝ber Theodor Reiks Konzept vom "Dogma als Zwangsidee" den geistigen und psychischen Ursachen f├╝r (kirchlichen) Dogmatismus und Fanatismus nachzugehen. Darauf folgen theologische und tiefenpsychologische Betrachtungen zu der "Theologie Karl Rahners" und der "Gnosis".

Im zweiten Abschnitt des Buches geht es um die "Bilder des Unbewu├čten". Mit den Mitteln der Psychologie, der Biologie, der Soziologie und der Hirnphysiologie, versucht Drewermann dem "Wesen des Religi├Âsen" auf den Grund zu gehen. Ausf├╝hrlich widmet er sich desweiteren dem Ph├Ąnomen der Angst, indem er diese aus der Sicht der Psychoanalyse, der Verhaltensforschung und der Existenzphilosophie beleuchtet. Daran schlie├čt sich eine Betrachtung der "Archetypen von Vater und Mutter" an. Abschlie├čend werden Wesen und Funktion des Symbolismus behandelt. Nach einer Art Einf├╝hrung in die religi├Âse Symbolsprache, stellt Drewermann die Zentralsymbole der Religion den in der Neurosenlehre beschriebenen Grund├Ąngsten - Schizoidie, Hysterie, Depression und Zwangsneurose - als Antworten gegen├╝ber.

Schritt f├╝r Schritt wird der Leser an die Tatsache herangef├╝hrt, da├č Religiosit├Ąt und Glaube nicht an einen bestimmten Typ von Religion oder Konfession gebunden sind und sein d├╝rfen, sondern, da├č sie letztlich aus bestimmten, in den Tiefenschichten der Psyche verankerten Bildern hervorgehen, welche zeitlos und universell g├╝ltig sind.

Drewermann begreift den Glauben als "Ich-Funktion", der sich gr├╝nden sollte auf "Freiheit und Erfahrung, Sensibilit├Ąt und Selbst├Ąndigkeit, Eigenverantwortung und Realit├Ątssinn, Traum und Phantasie, mithin auf Lieben und Hoffen, Nachdenken und Zweifeln, Entwerfen und Argumentieren", nicht aber "auf eine Reihe stabilisierender Faktoren der Au├čenlenkung und der ├ťber-Ich-Zensur wie: Strafangst und Autorit├Ątsh├Ârigkeit, Meinungskonformit├Ąt und Gruppenzwang, Triebunterdr├╝ckung und Entwicklungsfixierung".

Weder ein amtskirchlicher Absolutheitsanspruch, noch eine Verfestigung und Erstarrung in Kirchendogmen, lassen sich auf die hier zusammengetragenen Erkenntnisse gr├╝nden.


Band 2:
"Jesus von Nazareth - Die Befreiung zum Frieden"

Kann die friedensstiftende Botschaft des Jesus von Nazareth in unseren Alltag ├╝bersetzt werden, so da├č nach 2000 Jahren Christentum eine Befreiung vom scheinbar un├╝berwindbaren Zwang zu Gewalt und Krieg tats├Ąchlich m├Âglich wird? - "Wir m├╝ssen einmal versuchen, die Botschaft Jesu aus der Sch├Ânrednerei der Sonntagspredigt herauszunehmen; wir m├╝ssen uns auf den verschiedenen Ebenen fragen, wie das, was Jesus war und wollte, beitragen kann, zur Befriedung der Welt." - Die "verschidenen Ebenen", das bedeutet einen auf ├╝ber 800 Seiten entwickelten und auf den Worten des Jesus v. Nazareth aufbauenden, interdisziplin├Ąren Dialog von Verhaltensforschung , Individual- und Sozialpsychologie, Gruppendynamik und der ├ľkonomie. Drewermann zeigt auf, wie zerst├Ârisch und kriegsf├Ârdernd eine Politik und ein Wirtschaftsystem wirken m├╝ssen, die einzig der Durchsetzung des gesellschaftlichen Gruppenegoismus dienen, und er gibt Hinweise, wie eine sinnvolle Friedensp├Ądagogik im Umgang mit unseren Kindern aussehen m├╝├čte. Ausf├╝hrlich schildert er dar├╝berhinaus den engen Zusammenhang von Dichtung, Religion und Therapie. Abgerundet wird dieses vielseitige und informative Werk durch die Deutung einiger mythischer Szenen der Bibel, indem etwa die Erz├Ąhlung vom "S├╝ndenfall" und die Bilder von "Tod und Auferstehung" auf ihre ursprungliche Entstehungsgeschichte zur├╝ckgef├╝hrt und im Bezug zu den Problemen der Gegenwart aktualisiert werden. Jenseits der althergebrachten Dogmensprache abergl├Ąubischer Bibelinterpretation, stellt dieses Buch ein ergreifendes Pl├Ądoyer f├╝r den Frieden dar - f├╝r den Frieden mit uns selber, zwischen den Menschen und mit der Natur in der wir leben. [Siehe auch die Buchbesprechung zu "Reden gegen den Krieg" ]


Band 3, 1.Teil:
"Der sechste Tag - Die Herkunft des Menschen und die Frage nach Gott"

In diesem Buch wird sehr sehr datailliert die Entwicklungsgeschichte des Menschen beschrieben und parallel dazu die Frage gestellt, ob sich die Vorstellung eines allm├Ąchtigen Sch├Âpfergottes angesichts der Erkenntnisse der Naturwissenschaften noch rechtfertigen l├Ą├čt. Andererseits d├╝rfen das Wissen auf dem Gebiet der Anthropogenese und unsere immer genaueren Kenntnisse der Funktionsweisen der Natur eben nicht dazu f├╝hren, uns religi├Âs zu vernichten. Die wichtigste These, die den fortschreitenden Atheismus begr├╝ndet, fa├čt Drewermann so zusammen: "Ein Gott der eine Wahl h├Ątte, der als Bewu├čtsein und Freiheit existiert und bei der Erschaffung dieser Welt alternativisch h├Ątte vorgehen k├Ânnen, m├╝├čte sich messen lassen an dem, was zur Freiheit geh├Ârt, an bestimmten Vorstellungen der Moral, und er d├╝rfte von dieser Betrachtung aus eine solche Welt, wie die unsere, gar nicht erschaffen haben." Da der Widerspruch zwischen einer grausamen Natur im Gegensatz zu unserem Empfinden von Sch├Ânheit und Liebe in der biblisch-christlichen Sch├Âpfungstheologie nicht aufgel├Âst werden kann, setzt Drewermann als Antwort auf die religi├Âse Sinnentleerung die Erfahrung ├Âstlicher Mystik - eine Mystik der Leere, der Liebe und des Augenblicks.

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Entnommen meiner Informationsseite

"Das Gesamtwerk des Eugen Drewermann"

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Volker Brokop, Wuppertal


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