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Leselupe.de > Science Fiction
Evolution
Eingestellt am 21. 02. 2009 19:19


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daoler
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Evolution

Kurz vor dem Ende von Criegs Schicht war gestern noch eine wichtige Nachricht aus dem Subraum gekommen. Sie mögen sich doch bitte noch vor der Rückkehr zur Heimatbasis zum Planeten KR51845 begeben, der sich ganz in der Nähe ihrer Position befand, hieß es. Vor gut 200 Jahren war schon einmal ein Schiff der Forschungsflotte bei diesem Planeten gewesen und hatte dort eine sich langsam entwickelnde Zivilisation auf vorindustriellem Niveau entdeckt. Da die Konföderation damals noch klein war und der Planet KR-51845 weit entfernt lag, hatte seitdem niemand mehr vorbei gesehen. Doch nun war das Territorium gewachsen und ein und vor kurzem hatte ein Aufklärungsschiff, das ein Nachbarsystem des besagten Planeten erkundet hatte, Funksignale von KR51845 aufgefangen. Offenbar verlief die technische Entwicklung dort weitaus schneller, als auf vergleichbaren Planeten.
Die Aufgabe der Crew der Mondschatten, dem kleinen Forschungsschiff, auf dem Crieg seine erste Reise nach dem Absolvieren der ethnologischen Akademie unternahm, war es nun schlicht und ergreifend, sich kurz in die Nähe von KR51845 zu begeben und den tatsächlichen Entwicklungsstand festzustellen. War er ausreichend hoch, würde ein besser ausgerüstetes Schiff zur Herstellung eines Erstkontaktes dorthin beordert werden.

Crieg las sich noch einmal die Informationen ĂĽber die Bewohner des Planeten durch. Sie hatten zwei Beine, zwei Arme und trugen den Kopf oben. Lediglich Position und Anzahl der Sinnesorgane war anders und sie wiesen unterschiedlich starken Haarwuchs auf. Crieg freute sich, auf seiner ersten Reise nach den Routinebesuchen bei schon länger laufenden Forschungsprojekten nun auch noch eine neue Zivilisation kennen lernen zu können. „Bereit fĂĽr den Hyperraumsprung. Position einnehmen!“ schnatterte die Stimme des Autopiloten. Die Crew schnallte sich fest. Ein pulsierendes Geräusch ertönte, der Abstand zwischen den Pulsen wurde immer kĂĽrzer und als sie miteinander verschmolzen, sprang die Mondschatten in den Hyperraum.

„Sprung beendet. Unsere Position ist laut Sternenpeilung korrekt. Da!“, sagte Jorek Sol, der Astronavigator und deutete auf das Sichtfenster. Der Planet KR51845 war schon deutlich zu sehen und bot der Crew einen vertrauten Anblick. WeiĂźe Wolkenmassen schwebten ĂĽber weiten Meeren, in denen unzählige Landmassen verschiedener Größe lagen, an den Polen waren groĂźe Eiskappen auszumachen. Ein groĂźer Teil der bekannten bewohnbaren Planeten sah so aus. Thoruk Jotz, der Kommandant der Mondschatten drehte sich zu Crieg um und sagte: „Heute ist ihr groĂźer Tag, sie können hier ihr Können beweisen. FĂĽhren sie die Untersuchung durch!“ Crieg erhob sich und ging in sein Labor, lange hatte er auf diesen Moment gewartet. Er begann, die Aufzeichnungsgeräte zu justieren und startete die Kalibrierung der Sprachcomputer. Einige der wichtigsten Sprachen des Planeten wurden bereits beim ersten Besuch aufgezeichnet, die meisten von ihnen konnten in den audiovisuellen Ăśbertragungen wiedergefunden werden, wenngleich sie sich seither auch etwas verändert hatten. Während die Computer arbeiteten, fĂĽhrte Crieg spektroskopische Analysen der Atmosphäre durch und machte Aufnahmen der Vegetation und der Städte der Bewohner. In der Atmosphäre fand sich weitaus mehr CO2 als beim ersten Besuch. Offenbar hatten sich die Bewohner mittlerweile die fossilen Rohstoffe des Planeten zu Nutze gemacht. Ob sie auch schon Probleme mit der Umweltverschmutzung hatten? Viele Dinge liefen in fast allen Zivilisationen gleich. Crieg fand auch kleine radioaktiv verstrahlte Areale, Atmosphärenflugmaschinen und – dies war wohl die aufregendste Entdeckung fĂĽr ihn – Satelliten. In nur 200 Jahren von der Agrargesellschaft zur Raumfahrt, das war auĂźergewöhnlich. Er malte sich schon aus, welchen Ruf diese Arbeit ihm in der wissenschaftlichen Gemeinde verschaffen wĂĽrde.
Inzwischen waren die Ăśbersetzungscomputer soweit, dass man ungefähr verstehen konnte, was ĂĽber die Kanäle lief. Irgendetwas Seltsames ging auf dem Planeten vor, das war schnell zu erkennen. Die Ăśbersetzungen setzten teilweise aus, es waren zu viele neue Begriffe dabei. Aber es schien, als ob die Wesen in banger Erwartung und groĂźer Angst waren. Plötzlich schaltete sich die interne Kommunikation ein. „Kommen sie schnell auf die BrĂĽcke, Crieg. Sie mĂĽssen sich etwas ansehen!“, rief Navigator Sol ĂĽber den Lautsprecher. Als Crieg dort ankam, sagte Kommandant Jotz: „ Wir haben die Umgebung des Planeten gescannt, sehen sie, was wir gefunden haben“, und deutete auf den groĂźen Navigationsbildschirm. Crieg erstarrte: Ein riesiger Asteroid näherte sich dem Planeten, eindeutig auf Kollisionskurs. „Wann wird er aufschlagen?“, fragte er. „In drei Tagen.“, sagte Sol, „er ist groĂź genug, um durch seinen Aufschlag den Planeten mit Unmengen von Staub in Finsternis zu hĂĽllen und der Zivilisation oder dem Leben ein Ende zu bereiten.“ „Darum sind sie also so aufgeregt!“, meinte Crieg und legte die Ăśbertragungen vom Planeten auf einen freien Schirm. Plötzlich zeigten fast alle Kanäle das Selbe: Den Start einer offenbar sehr groĂźen Rakete. „Die [...] hebt nun ab. Hoffen wir das Beste. Gut, dass sich [...] durch die [...] Proteste einzelner [...] und vor allem der [...] unbeirrt gezeigt hat. Der [...] der [...] hat noch vor wenigen Tagen gemeint, [...] wĂĽrde uns nicht treffen und [...] nĂĽtzt die Panik nur zum Ausbau seiner militärischen Dominanz im Weltraum. Die neuesten Daten aber sprechen eine deutliche Sprache. [...], unsere Hoffnungen ruhen auf dir!“. Trotz der LĂĽcken in der Ăśbersetzung dämmerte Crieg, was da vorging. „Scannen sie den Planeten nach einem Raketenstart“, sagte Crieg zu Sol. „Hier, ich hab ihn gefunden. Ich untersuche den Flugkörper.....meine GĂĽte, sehen sie sich das an!“. Auf den Bildschirmen erschien ein Schnitt durch das Raumfahrzeug. Es war ein riesiges BĂĽndel aus Nuklearsprengköpfen mit einem Raketenantrieb. „Sie besitzen also thermonukleare Sprengköpfe!“, sagte Crieg, „wollen die etwa...?“ Er befragte den Computer, das Ergebnis war eindeutig: Die Explosionskraft der nuklearen Sprengladung wĂĽrde ausreichen, um den Asteroiden in StĂĽcke zu reiĂźen, die einzeln bei weitem nicht so viel Schaden anrichten könnten wie der ganze Himmelskörper. „Ich glaube, bei dieser Zivilisation können wir einen Erstkontakt befĂĽrworten“, meinte Crieg. „Eine zweite Rakete verlässt den Planeten“, sagte Sol plötzlich, „ihr Kurs schneidet sich mit dem des Bombenschiffes...bitte was soll das?“, fragte er aufgeregt. Auf dem Schirm erschien ein Schnitt durch die zweite Rakete. Auch sie war bewaffnet, in ihrer Spitze befand sich eine starke Laserkanone, im Rumpf war auĂźerdem ein kleiner Nuklearsprengkopf untergebracht. Crieg durchsuchte die Funkkanäle, er wurde schnell fĂĽndig. „Der [...] der [...] gibt hiermit bekannt, dass er Order zum Abschuss der [...] gegeben hat. Die [...] werden nicht dulden, dass [...] mit diesem abgekarteten Spiel die Herrschaft ĂĽber den Planeten an sich reiĂźt!“. Crieg starrte fassungslos auf den Bildschirm und sah zu, wie die beiden Raumfahrzeuge aufeinander trafen. Der angreifende Flugkörper gab einen Schuss auf den Antrieb des Bombenschiffes ab. Es begann zu trudeln, kam vom Kurs ab und schien wieder auf den Planeten zurĂĽckzustĂĽrzen. Seine Mission blieb unerfĂĽllt.
Dieser Angriff sorgte fĂĽr eine Explosion der Stimmung auf dem Planeten, wĂĽste Beschimpfungen und Verzweiflung dominierten das Bild auf den Kanälen. Immer wieder hörte man zwei Worte: „Nicht hinnehmen“. „Können sie noch einen zweiten Versuch starten?“, fragte Crieg. „Negativ. Wenn sie ein Schiff gleicher Bauart schicken, wĂĽrde es so spät am Asteroiden ankommen, dass die TrĂĽmmer vor dem Aufschlag nicht weit genug auseinender driften könnten. Es wäre, wie wenn er in einem StĂĽck einschlĂĽge“, antwortete Sol. „Aber, aber,.....das können wir nicht zulassen, sie werden....vernichtet werden!“, stammelte Crieg. „Selbst wenn das Nichteinmischungsprinzip nicht dagegen stĂĽnde, wĂĽrden die technischen Möglichkeiten der Mondschatten nicht ausreichen. Dazu wäre mindestens ein Kreuzer der Corona-Klasse nötig“, antwortete ihm Kommandant Jotz. So hatte sich Crieg seine erste Mission nicht vorgestellt. Er wollte forschen, nun konnte er nur tatenlos dem Untergang einer vielversprechenden Zivilisation zusehen. Er wollte sich schon in sein Labor zurĂĽckziehen, doch Sol hatte eine neue Entdeckung gemacht. „Mehrere Raketenstarts. Jede Rakete jeweils mit mehreren Sprengköpfen bewaffnet.....ballistische Flugbahnen!“ „Das darf doch nicht wahr sein!“ rief Crieg und stĂĽrzte wieder zu der Konsole, auf der noch immer die Ăśbertragungen vom Planeten liefen. „Dieser unfassbare Anschlag auf die Zivilisation darf nicht ohne Antwort bleiben. Auch wenn es in Anbetracht des kommenden Einschlages schon völlig unbedeutend sein mag, aber die [...] werden diese Welt vor uns verlassen!“, sagte eines der Wesen, der Ăśbersetzungscomputer deutete den Klang der Stimme als „hasserfĂĽllt“. „Ein Racheakt! Sie schieĂźen auf diejenigen, die das Bombenschiff zerstört haben.“ Crieg verstand die Welt nicht mehr. „Wie können die nur so dumm sein, jetzt auch noch einen Krieg zu beginnen anstatt ihre Ressourcen fĂĽr ihr Ăśberleben zu schonen!!!“ „Ich glaube, hier können wir nichts mehr tun. Unsere Mission bei KR51845 ist erfĂĽllt“, meinte Jotz. „Nehmen sie unseren ursprĂĽnglichen Kurs wieder auf.“

Crieg war zurĂĽck in seinem Labor und starrte auf den Bildschirm. Die Ăśbersetzung der Sprachen, die bald Geschichte sein wĂĽrden, war mittlerweile nahezu perfekt. Chaos und Anarchie war ausgebrochen, die Städte brannten von den einschlagenden Sprengköpfen und den VerwĂĽstungen durch die Bewohner, die ihre letzte Wut aneinander auslieĂźen. „Wir treten gleich in den Hyperraum ein“, sagte der Kommandant aus dem Lautsprecher, „es tut mir leid, dass ihre erste Mission so enden musste, aber solche Dinge kommen leider vor. Sie hatten die Technologie, sich zu retten, aber ihre intellektuelle Kapazität hielt nicht mit ihrer technischen Entwicklung schritt. Das ist die Evolution.“
Eines der Wesen von KR51845 sprach ĂĽber eine der letzten noch sendenden Frequenzen: „mit diesem feigen Akt...“ - das pulsierende Geräusch vor dem Hyperraumsprung begann – „...ist die letzte Hoffnung...“ – die Intervalle wurden kĂĽrzer – „fĂĽr die Erde vergangen.“ Crieg schloss seine drei Augen und klopfte sich auf den Kopf. Dann ging die Mondschatten in den Hyperraum.

Version vom 21. 02. 2009 19:19
Version vom 23. 02. 2009 11:21

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jon
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Da sich bis jetzt noch niemand zu dem Text geäußert hat, werde ich das mal machen. Das Ganze ist im Prinzip recht flüssig geschrieben, klingt aber – was das erzählende Schreiben angeht – eher unerfahren. Und: Die Idee haut mich nicht vom Hocker: Die „Pointe“ (die Erd-Menschen sind es, die sich umbringen) ist zu schnell erkennbar und der moralische Zeigefinger ist zu hoch erhoben. Sowas langweilt schnell.

Handwerkliches Hauptmanko: Es fehlen Absätze – so ewig lange Riemen zu lesen, ist Schwerarbeit. (Vielleicht gab es deshalb noch keine Reaktionen.) Absätze macht man z.B. in Dialogen, wenn der Redner wechselt, und zwischen Handlungseinheiten.

Die eckigen Klammern sehen scheußlich aus, der „Leseblick“ knallt jedesmal dagegen wie gegen eine Mauer. Es reicht, wenn an diesen Stellen die drei Punkte (das Auslassungszeichen) stehen.

Der Versuch, Crieg emotional reagieren zu lassen, gelingt nicht richtig – es wirkt unglaubhaft. Wahrscheinlich, weil es zu „oberflächlich“ und schnell dahin gesagt wird, an einer Stelle (das mit dem Stammeln) auch, weil es viel zu überzogen wirkt. Tipp: Schau mal zu, wie ein Schauspieler diese Szene spielen würde, und nimm dir die Zeit, das aufzuschreiben. Völlig absurd ist das „auf den Kopf Klopfen“ am Ende – was soll der Leser daraus für eine Gefühlsregung ablesen? (Ich weiß: Außerirdische werden andere Gesten als wir haben, aber das hier ist kein Text darüber, dass Menschen Aliens nicht verstehen.)

Glaubhafter wäre der Text auch, wenn du nicht so durch den Plot jagen würdest. Manche Reaktionen kommen einfach zu schnell. Zum Beispiel als die Meteoroiden-Spreng-Rakete als solche erkannt wird, sagt Crieg als NÄCHSTES: „Für Kontaktaufnahme geeignet.“ Wieso? Weil die Bewohner Nuklearwaffen haben? Dafür, dass er weiß, dass Umweltverschmutzung „üblich“ in der Entwicklung der Planeten ist, müsste er eigentlich auch wissen, dass Technik nichts mit „reif für die Gemeinschaft“ zu tun hat.

Was mich nervt, ist, wenn die Protagonisten erklären, was der Leser grade gesehen hat (z.B. als die Abfang-Rakete die Spreng-Rakete angreift). (Übrigens halte ich das so für Unsinn – das war zu Zeiten der Sean-Connery-Bond-Filme kaum noch glaubhaft, heute und unter den in der Geschichte verfassten Voraussetzungen erst recht nicht.)

Gelegentlich fehlt das „Optische“ – ich weiß zum Beispiel nicht, wo die Radio-Stimmen herkommen, meist auch nicht, ob da jemand zwischen den Kanälen switcht (denn offenbar ist nicht immer alles gleichzeitig zu hören) und warum. Einmal ist von „einem Schirm“ die Rede, dann sucht Crieg in den Kanälen, aber das Bild bleibt gleich. Er legt „die Übertragungen“ auf den Schirm, aber man sieht gar keine Fernsehbilder sondern nur das, was die Mondschatten-Kameras und –Sensoren melden. Alles sehr mysteriös …

Schreibfehler: Bei „Kommen Sie auf die Brücke!“, „Machen Sie Ihre Arbeit!“ und ähnlichem wird das Sie (und die Beugungen) groß geschrieben.


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Evolution

Kurz vor dem Ende von Criegs Schicht war gestern noch eine wichtige Nachricht aus dem Subraum gekommen. Sie mögen sich doch bitte noch vor der Rückkehr zur Heimatbasis zum Planeten KR51845 begeben, der sich ganz in der Nähe ihrer Position befand, hieß es. Vor gut 200 Jahren war schon einmal ein Schiff der Forschungsflotte bei diesem Planeten gewesen und hatte dort eine sich langsam entwickelnde Zivilisation auf vorindustriellem Niveau entdeckt. Da die Konföderation damals noch klein war und der Planet KR-51845 weit entfernt lag, hatte seitdem niemand mehr vorbei gesehen. Doch nun war das Territorium gewachsen und ein und vor kurzem hatte ein Aufklärungsschiff, das ein Nachbarsystem des besagten Planeten erkundet hatte, Funksignale von KR51845 aufgefangen. Offenbar verlief die technische Entwicklung dort weitaus schneller, als auf vergleichbaren Planeten.
Die Aufgabe der Crew der Mondschatten, dem kleinen Forschungsschiff, auf dem Crieg seine erste Reise nach dem Absolvieren der ethnologischen Akademie unternahm, war es nun schlicht und ergreifend, sich kurz in die Nähe von KR51845 zu begeben und den tatsächlichen Entwicklungsstand festzustellen. War er ausreichend hoch, würde ein besser ausgerüstetes Schiff zur Herstellung eines Erstkontaktes dorthin beordert werden.

Crieg las sich noch einmal die Informationen über die Bewohner des Planeten durch. Sie hatten zwei Beine, zwei Arme und trugen den Kopf oben. Lediglich Position und Anzahl der Sinnesorgane war anders und sie wiesen unterschiedlich starken Haarwuchs auf. Crieg freute sich, auf seiner ersten Reise nach den Routinebesuchen bei schon länger laufenden Forschungsprojekten nun auch noch eine neue Zivilisation kennen lernen zu können. ABSATZ„Bereit für den Hyperraumsprung. Position einnehmen!” schnatterte die Stimme des Autopiloten. ABSATZDie Crew schnallte sich fest. Ein pulsierendes Geräusch ertönte, der Abstand zwischen den Pulsen wurde immer kürzer und als sie miteinander verschmolzen, sprang die Mondschatten in den Hyperraum.

„Sprung beendet. Unsere Position ist laut Sternenpeilung korrekt. Da!”, sagte Jorek Sol, der Astronavigator und deutete auf das Sichtfenster. Der Planet KR51845 war schon deutlich zu sehen und bot der Crew einen vertrauten Anblick. Weiße Wolkenmassen schwebten über weiten Meeren, in denen unzählige Landmassen verschiedener Größe lagen, an den Polen waren große Eiskappen auszumachen. Ein großer Teil der bekannten bewohnbaren Planeten sah so aus. ABSATZThoruk Jotz, der Kommandant der Mondschatten drehte sich zu Crieg um und sagte: „Heute ist ihr großer Tag, sie können hier ihr Können beweisen. Führen sie die Untersuchung durch!” ABSATZCrieg erhob sich und ging in sein Labor, lange hatte er auf diesen Moment gewartet. Er begann, die Aufzeichnungsgeräte zu justieren und startete die Kalibrierung der Sprachcomputer. Einige der wichtigsten Sprachen des Planeten wurden bereits beim ersten Besuch aufgezeichnet, die meisten von ihnen konnten in den audiovisuellen Übertragungen wiedergefunden werden, wenngleich sie sich seither auch etwas verändert hatten. ABSATZWährend die Computer arbeiteten, führte Crieg spektroskopische Analysen der Atmosphäre durch und machte Aufnahmen der Vegetation und der Städte der Bewohner. In der Atmosphäre fand sich weitaus mehr CO2 als beim ersten Besuch. Offenbar hatten sich die Bewohner mittlerweile die fossilen Rohstoffe des Planeten zu Nutze gemacht. Ob sie auch schon Probleme mit der Umweltverschmutzung hatten? Viele Dinge liefen in fast allen Zivilisationen gleich. ABSATZCrieg fand auch kleine radioaktiv verstrahlte Areale, Atmosphärenflugmaschinen und – dies war wohl die aufregendste Entdeckung für ihn – Satelliten. In nur 200 Jahren von der Agrargesellschaft zur Raumfahrt, das war außergewöhnlich. Er malte sich schon aus, welchen Ruf diese Arbeit ihm in der wissenschaftlichen Gemeinde verschaffen würde.
Inzwischen waren die Übersetzungscomputer soweit, dass man ungefähr verstehen konnte, was über die Kanäle lief. Irgendetwas Seltsames ging auf dem Planeten vor, das war schnell zu erkennen. Die Übersetzungen setzten teilweise aus, es waren zu viele neue Begriffe dabei. Aber es schien, als ob die Wesen in banger Erwartung und großer Angst waren. ABSATZPlötzlich schaltete sich die interne Kommunikation ein. „Kommen sie schnell auf die Brücke, Crieg. Sie müssen sich etwas ansehen!”, rief Navigator Sol über den Lautsprecher. ABSATZAls Crieg dort ankam, sagte Kommandant Jotz: „ Wir haben die Umgebung des Planeten gescannt, sehen sie, was wir gefunden haben”, und deutete auf den großen Navigationsbildschirm. ABSATZCrieg erstarrte: Ein riesiger Asteroid näherte sich dem Planeten, eindeutig auf Kollisionskurs. „Wann wird er aufschlagen?”, fragte er. ABSATZ„In drei Tagen.”, sagte Sol, „er ist groß genug, um durch seinen Aufschlag den Planeten mit Unmengen von Staub in Finsternis zu hüllen und der Zivilisation oder dem Leben ein Ende zu bereiten.” ABSATZ„Darum sind sie also so aufgeregt!”, meinte Crieg und legte die Übertragungen vom Planeten auf einen freien Schirm. ABSATZPlötzlich zeigten fast alle Kanäle das Selbe: Den Start einer offenbar sehr großen Rakete. „Die [...] hebt nun ab. Hoffen wir das Beste. Gut, dass sich [...] durch die [...] Proteste einzelner [...] und vor allem der [...] unbeirrt gezeigt hat. Der [...] der [...] hat noch vor wenigen Tagen gemeint, [...] würde uns nicht treffen und [...] nützt die Panik nur zum Ausbau seiner militärischen Dominanz im Weltraum. Die neuesten Daten aber sprechen eine deutliche Sprache. [...], unsere Hoffnungen ruhen auf dir!”. ABSATZTrotz der Lücken in der Übersetzung dämmerte Crieg, was da vorging. „Scannen sie den Planeten nach einem Raketenstart”, sagte Crieg zu Sol. ABSATZ„Hier, ich hab ihn gefunden. Ich untersuche den Flugkörper.....meine Güte, sehen sie sich das an!”. ABSATZAuf den Bildschirmen erschien ein Schnitt durch das Raumfahrzeug. Es war ein riesiges Bündel aus Nuklearsprengköpfen mit einem Raketenantrieb. ABSATZ„Sie besitzen also thermonukleare Sprengköpfe!”, sagte Crieg, „wollen die etwa...?” Er befragte den Computer, das Ergebnis war eindeutig: Die Explosionskraft der nuklearen Sprengladung würde ausreichen, um den Asteroiden in Stücke zu reißen, die einzeln bei weitem nicht so viel Schaden anrichten könnten wie der ganze Himmelskörper. „Ich glaube, bei dieser Zivilisation können wir einen Erstkontakt befürworten”, meinte Crieg. ABSATZ„Eine zweite Rakete verlässt den Planeten”, sagte Sol plötzlich, „ihr Kurs schneidet sich mit dem des Bombenschiffes...bitte was soll das?”, fragte er aufgeregt. ABSATZAuf dem Schirm erschien ein Schnitt durch die zweite Rakete. Auch sie war bewaffnet, in ihrer Spitze befand sich eine starke Laserkanone, im Rumpf war außerdem ein kleiner Nuklearsprengkopf untergebracht. ABSATZCrieg durchsuchte die Funkkanäle, er wurde schnell fündig. ABSATZ„Der [...] der [...] gibt hiermit bekannt, dass er Order zum Abschuss der [...] gegeben hat. Die [...] werden nicht dulden, dass [...] mit diesem abgekarteten Spiel die Herrschaft über den Planeten an sich reißt!”. ABSATZCrieg starrte fassungslos auf den Bildschirm und sah zu, wie die beiden Raumfahrzeuge aufeinander trafen. Der angreifende Flugkörper gab einen Schuss auf den Antrieb des Bombenschiffes ab. Es begann zu trudeln, kam vom Kurs ab und schien wieder auf den Planeten zurückzustürzen. Seine Mission blieb unerfüllt.
Dieser Angriff sorgte für eine Explosion der Stimmung auf dem Planeten, wüste Beschimpfungen und Verzweiflung dominierten das Bild auf den Kanälen. Immer wieder hörte man zwei Worte: „Nicht hinnehmen”. ABSATZ„Können sie noch einen zweiten Versuch starten?”, fragte Crieg. ABSATZ„Negativ. Wenn sie ein Schiff gleicher Bauart schicken, würde es so spät am Asteroiden ankommen, dass die Trümmer vor dem Aufschlag nicht weit genug auseinender driften könnten. Es wäre, wie wenn er in einem Stück einschlüge”, antwortete Sol. ABSATZ„Aber, aber,.....das können wir nicht zulassen, sie werden....vernichtet werden!”, stammelte Crieg. ABSATZ„Selbst wenn das Nichteinmischungsprinzip nicht dagegen stünde, würden die technischen Möglichkeiten der Mondschatten nicht ausreichen. Dazu wäre mindestens ein Kreuzer der Corona-Klasse nötig”, antwortete ihm Kommandant Jotz. ABSATZSo hatte sich Crieg seine erste Mission nicht vorgestellt. Er wollte forschen, nun konnte er nur tatenlos dem Untergang einer vielversprechenden Zivilisation zusehen. ABSATZEr wollte sich schon in sein Labor zurückziehen, doch Sol hatte eine neue Entdeckung gemacht. „Mehrere Raketenstarts. Jede Rakete jeweils mit mehreren Sprengköpfen bewaffnet.....ballistische Flugbahnen!” ABSATZ„Das darf doch nicht wahr sein!” rief Crieg und stürzte wieder zu der Konsole, auf der noch immer die Übertragungen vom Planeten liefen. ABSATZ„Dieser unfassbare Anschlag auf die Zivilisation darf nicht ohne Antwort bleiben. Auch wenn es in Anbetracht des kommenden Einschlages schon völlig unbedeutend sein mag, aber die [...] werden diese Welt vor uns verlassen!”, sagte eines der Wesen, der Übersetzungscomputer deutete den Klang der Stimme als „hasserfüllt”. ABSATZ„Ein Racheakt! Sie schießen auf diejenigen, die das Bombenschiff zerstört haben.” Crieg verstand die Welt nicht mehr. „Wie können die nur so dumm sein, jetzt auch noch einen Krieg zu beginnen anstatt ihre Ressourcen für ihr Überleben zu schonen!!!” ABSATZ„Ich glaube, hier können wir nichts mehr tun. Unsere Mission bei KR51845 ist erfüllt”, meinte Jotz. „Nehmen sie unseren ursprünglichen Kurs wieder auf.”

Crieg war zurück in seinem Labor und starrte auf den Bildschirm. Die Übersetzung der Sprachen, die bald Geschichte sein würden, war mittlerweile nahezu perfekt. Chaos und Anarchie war ausgebrochen, die Städte brannten von den einschlagenden Sprengköpfen und den Verwüstungen durch die Bewohner, die ihre letzte Wut aneinander ausließen. ABSATZ „Wir treten gleich in den Hyperraum ein”, sagte der Kommandant aus dem Lautsprecher, „es tut mir leid, dass ihre erste Mission so enden musste, aber solche Dinge kommen leider vor. Sie hatten die Technologie, sich zu retten, aber ihre intellektuelle Kapazität hielt nicht mit ihrer technischen Entwicklung schritt. Das ist die Evolution.”
Eines der Wesen von KR51845 sprach über eine der letzten noch sendenden Frequenzen: „mit diesem feigen Akt...” - das pulsierende Geräusch vor dem Hyperraumsprung begann – „...ist die letzte Hoffnung...” – die Intervalle wurden kürzer – „für die Erde vergangen.” ABSATZCrieg schloss seine drei Augen und klopfte sich auf den Kopf. Dann ging die Mondschatten in den Hyperraum.

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daoler
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Danke für das erste Feedback. Vor allem was Absätze und andere layoutbezogene Dinge betrifft, fehlt mir die Erfahrung, da man beim Lesen meist nur den Text liest und solche Dinge nur dann bewusst wahrnimmt, wenn sie danebengeganden sind. Ich werde das Ganze in den nächsten Tagen mal überarbeiten, auch im Bezug auf emotionale Reaktionen und die Ungereimtheiten bezüglich der Computerdisplays, etc.

quote:
Die „Pointe“ (die Erd-Menschen sind es, die sich umbringen) ist zu schnell erkennbar

Ab welchem Moment war Dir das klar? Ich habe den Text schon ein paar anderen Leuten gezeigt und gut die Hälfte dieser haben es nicht gleich bemerkt, aber von den anderen konnte mir leider keiner genau sagen, ab wann es klar war.


quote:
der moralische Zeigefinger ist zu hoch erhoben. Sowas langweilt schnell.

Beziehst Du das auf die Art, wie der Text geschrieben ist oder auf die Handlung als solche?

quote:
Zum Beispiel als die Meteoroiden-Spreng-Rakete als solche erkannt wird, sagt Crieg als NĂ„CHSTES: „FĂĽr Kontaktaufnahme geeignet.“ Wieso?

Ok, das ist wirklich etwas zu schnell und die Ansprüche wären da wohl auch etwas zu niedrig, bei Star Trek brauchte es ja auch zumindestens den ersten Warpflug ;-)


LG

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jon
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Ich gestehe, ich "wusste" es schon im zweiten Satz. Das hat sicher mit der Erfahrung zu tun – wenn schon nur eine Nummer genannt wird, ist in 90 % der Fälle die Erde gemeint (außer bei Star Gate natürlich).
Wirklich wissen wird auch der halbgeübte Leser es aber bei "Sie hatten zwei Beine, zwei Arme und trugen den Kopf oben. " – wenn das nicht nach Mensch klingt! Vor allem: Das ist so selbstverständlich, dass es merkwürdig anmutet, dass Crieg das feststellt.
Das ist der Effekt wie bei: Zwei Männer treffen sich und reden über einen dritten. Der eine beschreibt diesen als "Du weißt schon, der Schwarze, der immer mit dieser Chinesin rumhängt" – mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die beiden Männer nicht schwarz und keine Chinesen. In dem Text bedeutet die Beschreibung also: Crieg hat NICHT zwei Arme, zwei Beine und vor allem den Kopf nicht oben.
Dann noch die Namen: Crieg mag als Menschenname durchgehen, aber schon Jorek Sol ganz sicher nicht.

Die bessere Strategie ist, all diese Dinge vermeiden.
Crieg kann z.B. seinen Namen behalten, aber die andern werden auf die Funktionen reduziert. Oder man nimmt Namen, die als Menschen-Spitznamen durchgehen könnten. Dann aber nicht "Captain Matt" sondern "der Captain" und "Matt". Das heißt aber auch, dass die Crew sich duzt - sonst fällt es auf.
Die Wesen des Planeten mĂĽssen nicht beschrieben werden, ihr Aussehen ist fĂĽr die Geschichte ohnehin irrelevant.
Erst am Ende "klappt Crieg seine drei Augen zu, zieht die Arme in den Körper und schluchzt leise vor sich hin" (dieses Prinzip).

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Der moralische Zeigefinger ... Schwierige Sache. Er steckt natürlich im Inhalt, aber "tödlich" ist die Erzählweise. Ich muss jetzt mal einen Gang zurückschalten und ausdrücklich sagen, dass das Folgende sehr subjektiv ist. (Das ist sowas natürlich immer, aber manches ist schon näher an „objektiv“ als anderes. )

Einerseits entsteht für mich das "Oooch nö!"-Gefühl dadurch, dass die Aliens so reagieren, wie der Autor will, dass der Leser reagiert (verwirrt, entsetzt, Fazit ziehend) – die Wertung so deutlich vorzugeben, wirkt besserwisserisch (was immer wesentlicher Teil des Zeigefingers ist). Ähnlich wirkt auch die massive Verstärkung des Sichtbaren (die Raketen) durch die Übersetzungen – die transportieren den politischen Unfug so deutlich, dass es mir fast weh tut.

Wichtig fĂĽr den Eindruck auch: Es gibt nur diese eine Ebene in dem Text. Abgesehen von etwas Vorwort (was macht Crieg dort?) konzentriert sich alles so auf den Raketen-Schlagabtausch, dass man den Eindruck hat, die Absicht des Autors bretterbreit vorgefĂĽhrt zu bekommen.
Die Crux hier liegt aber vermutlich vor allem in deiner Schreiberfahrung, denn natĂĽrlich ist eine kurze Geschichte kein Roman mit tausenden Facetten.
Die Lösung besteht meiner Meinung nach nicht darin, den Schlagabtausch zu kürzen (dann bliebe ja nichts übrig), sondern den Erzählstandort zu wechseln. Pro forma ist der Text zwar aus Sicht der Aliens erzählt, aber du warst mit den Gedanken und Gefühlen (!) dabei zu sehr bei dem, was auf der Erde passiert.
Stell dir vor, die Erde ist tatsächlich der fremde Planet. Als Autor weißt du, was da vorgeht, aber zugleich bist du Crieg viel näher als der gesamten Menschheit. Außerdem halte ich es für erzähl-strategisch sinnvoll, dass Crieg & Co. nicht über so viele Wort-Infos vom Planeten verfügen, heißt: vielleicht haben die ja nicht alle Sprachen entschlüsselt in dieser Zeit sondern nur die von einer politischen Seite. Unter diesen Voraussetzungen – du spielst Crieg und zwar in einem eingeschränkteren Set – bekommt der Text die persönliche Ebene, die jetzt noch zu kurz kommt.

Zeigefinger vorbeugend kann auch ein Wechsel der Reaktion der Aliens sein: Die betrachten das alles verwundert aber gelassen, die Crew kennt „sowas“ und nur für Crieg ist es neu, eigentlich will die Crew nach Hause und ist genervt … irgendwas in der Art.

Ich glaube, ein Teil des Zeigefinger-Effektes beruht auch darauf, dass die BeweggrĂĽnde dem Menschen zu simpel und klischeehaft rĂĽberkommen.
Diese Erzähl-Falle entsteht dadurch, dass du alle Übersetzungen einbeziehst aber nur zum Höhepunkt des Geschehens – da bleibt nur platte Propaganda. „So blöd sind die ja nun doch nicht“, denk ich als Leser.
Ehe es zu „sowas“ kommt, muss einiges zusammenkommen: Richtiger kalter Krieg (war mal, könnte aber wiederkommen), die (echte oder angenommene) Chance, dass der Meteoroid an der Erde vorbeifliegen könnte (damit der Gegner behaupten kann, der Abschuss mittels Atomrakete sei gar nicht nötig und kann nur Angriff sein), erfolglose Versuche derjenigen, die jetzt die Abschussrakete abfangen (weil: Chance hin oder her: Wer sich auf die Fahnen schreiben kann, die Welt zu retten, wird es tun. Die Technik haben die, wie das Abfangen zeigt), die Abschussrakete muss den Anschein erwecken, auf die Erde zurückfallen zu können (wenn sie immer weiter weg rast, muss man das Risiko eines Vergeltungschlages und des Meteors nicht eingehen) usw.
Das alles umgehst du zum Beispiel, wenn du gar keine Übersetzungen nutzt und nur das bizarre Geschehen zu sehen ist. Crieg & Co. müssten dann – mehr oder weniger interessiert - mehr agieren als jetzt, was deren Farbigkeit sicher gut täte.

Sorry, dass das nach „komplett neu machen“ klingt, aber bei einer relativ kurzen Story ist das vielleicht nicht soooo schlimm ...

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FrankK
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Hallo daoler
Willkommen auf der Leselupe

Ich fand die Geschichte flüssig und unterhaltsam geschrieben. Die eckigen Klammern störten mich nicht wirklich. Das Ende der Geschichte war auch für mich schon früh zu erkennen.
Bei "Sie hatten zwei Beine, zwei Arme und trugen den Kopf oben." war ich mir schon ziemlich sicher, welche Rassse gemeint war. Die Namen ("Crieg" "Jorek Sol" "Thoruk Jotz") empfinde ich nicht Ausserirdischer wie Alf, Spock oder Worf. Es soll ja tatsächlich schon Kinder mit solchen Namen geben. Ich glaube, Eltern, die ihr Kind "Quark" nennen, gehören weggesperrt.
Aber ich schweife ab.

Den moralischen Zeigefinger hatte Jon ja schon erklärt. Dieser störte auch mich gewaltig.
Bis zum Schluss hatte ich noch auf eine ĂĽberraschende Wendung gehofft. Etwas unerwartetes, etwas, das die Ausserirdischen vielleicht nicht kennen.
Z.B. hat sich ihr Computer versehentlich in eine Satellitenverbindung eingeklingt und empfängt, statt Sensordaten, RTL2. Kurz vorm Hypersprung hört Crieg dann vielleicht soetwas wie: "Bleiben sie dran, es geht spannend weiter."
Wie gesagt, bis zum Ende hatte ich die Hoffnung darauf nicht aufgegeben.

Alle weiteren kleinen Stolperstellen sind schon aufgezeigt worden.


Viele GrĂĽĂźe
Frank
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Leben und leben lassen.

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daoler
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Danke fĂĽr die ausfĂĽhrlichen Tipps, ich finde es echt toll, dass Ihr Euch hier so viel Zeit fĂĽr die Antworten nehmt, dadurch kriegt man gleich eine ganz andere Sichtweise von einem Text.

quote:
Sorry, dass das nach „komplett neu machen“ klingt, aber bei einer relativ kurzen Story ist das vielleicht nicht soooo schlimm ...

Halb so wild, genau dafĂĽr habe ich mich ja registriert ;-)
Ich werde mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen und die Story nochmal schreiben, vielleicht auch gleich in zwei Varianten (das Geschehen ist echt / das Geschehen ist eine missinterpretierte Fernsehsendung), kann allerdings ein paar Tage dauern, da ich im Moment gleichzeitig meine Doktorarbeit fertigschreiben muss...

LG

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Harald G.
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Hallo daoler,

ich kann leider nicht sagen, dass die Geschichte mich mitgenommen hat.
Praktisch keine Absätze machen mir das Lesen schwer. Leider ist die Erzählweise eher beschreibend, und auch zu ausführlich für die Kürze der Geschichte.

quote:
Die Aufgabe der Crew der Mondschatten, dem kleinen Forschungsschiff, auf dem Crieg seine erste Reise nach dem Absolvieren der ethnologischen Akademie unternahm, war es nun schlicht und ergreifend, sich kurz in die Nähe von KR51845 zu begeben und den tatsächlichen Entwicklungsstand festzustellen.
Was fĂĽr ein langer Satz, und er ist nicht der einzige. Sowas zieht leider nicht in die Geschichte hinein.
Die Sprache des Textes, also Deine Schreibe ist durchaus ansprechend, aber die Story, sorry.
Ich habe zugegebenermaĂźen nicht zuende gelesen, doch der Teil mit dem Bombenschiff und der Rakete, den FunksprĂĽchen, die sie verstehen konnten, klang so gewollt politisch und moralisch, das ich abgeschaltet habe.
Tut mir leid, von mir nichts Gutes, aber ich glaube, mit etwas Ăśberlegung und Vorbereitung kannst Du eine ordentliche Geschichte abliefern.

Viele GrĂĽĂźe
Harald

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