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Leselupe.de > Ungereimtes
Ewigkeit
Eingestellt am 09. 12. 2002 16:12


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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 37
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Seele

Kaum ist die Seele nackt und bloss,
d. h. den welken Körper los,
entwindet sie sich unsrer Zeit
und gleitet in die Ewigkeit.

Sie schwebt als tiefer, langer Traum,
durch einen ungeheuren Raum.
Hier zĂ€hlen einzig die Äonen,
hier ist der Ort, wo Götter wohnen!

Von Weitem strahlt der Sirius,
und leuchtet auf den Pegasus.
Planeten, die noch keiner kennt,
beleben dieses Firmament.

Noch nie war jemand wohl so nah
den Sternen der Andromeda.
Die Seele freut sich drauf, zu baden
in den stellaren Nebelschwaden.

Und dann wird sie wohl weiterziehen
zu den entfernten Galaxien,
die noch kein Auge je geschaut,
unendlich fremd und doch vertraut.

Und ein Komet wird sie begleiten
so wÀhrend zwei, drei Ewigkeiten.
Zuletzt entschwindet sie jedoch
in einem grossen schwarzen Loch.

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Abendsternchen
???
Registriert: Nov 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
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Hallo Sandy,

ein wunderschönes Gedicht, in dem Du die Welt des Alls und des Raumes beschriebst. Du kombinierst gut die engen irdischen Vorstellungen mit den unendlichen Weiten des Alls.
Was sich in Deinem Gedicht sehr gut macht ist das einheitliche Metrum. Dadurch ermöglichst Du es dem Leser, sich auf den Text selbst zu konzentrieren.

Eines hĂ€tte ich vielleicht anzumerken. Im 2. Vers verwendest Du die AbkĂŒrzung d.h. Dies sollte man in einem Gedicht eher nicht verwenden. Schreib es ruhig aus, am Metrum Ă€ndert sich dadurch ja nichts und es ist auch optisch schöner.

Ein schöner Text, eine mögliche Antwort auf die Frage, wohin sich die Seele der Menschen wohl nach deren Tod begibt. Im Weltall ist schließlich genug Platz fĂŒr all die vielen Seelen, die die Erde so bevölkern. Eine interessante Vorstellung.


GlĂŒckwunsch und viele GrĂŒĂŸe

Abendsternchen

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Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Sandy,
ich finde auch das du einen sehr schönen Betrag zu diesem ernsten Thema beigetragen hast. Die Frage aller Fragen weil es keine Antwort darauf gibt und die uns alle, irgendwann mal beschÀftigen wird.
Ich persönlich wĂŒnsche mir; das jede gute Seele wird ein Stern.......(aus einem Gedicht von mir:Blues fĂŒr G).
Werde dich lesend im Auge behalten!
Gruß Sansibar aus Sansibar

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chrishilden
???
Registriert: Oct 2002

Werke: 11
Kommentare: 104
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Als nicht ganz unerfahrener Astronom muss ich begeistert und ein wenig verschÀmt gestehen, dass ich nie daran gedacht habe, meine beiden Leidenschaften-die Lyrik und die Astronomie- in einem Gedicht niederzuschreiben.
Meine GlĂŒckwĂŒnsche zu diesem beeindruckenden Gedicht.

Der Meinung von Abendsternchen kann ich mich nur anschließen, AbkĂŒrzungen sind fĂŒr den bĂŒrokratischen und den normalschriftlichen Verkehr gedacht.
Aber es gilt ja auch das höchste Gesetz, nĂ€mlich das der kĂŒnstlerischen Freiheit.

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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 37
Kommentare: 79
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Ewigkeit

Liebes Abendsternchen,

Zuerst herzlichen Dank fĂŒr Deinen Kommentar.

1. Es ist klar, weshalb Dir dieser Vers gefÀllt: Als Abendsternchen hast Du eine ganz selbstverstÀndliche Beziehung zum Himmel und zu transzendenten Fragen.

2. Verschiedentlich habe ich schon versucht, einen Vers ĂŒber die Konstellation Abendstern-Mond zu machen. Es gelingt nicht. Der Anblick ist einfach zu schön und bewegend, als dass ich ihn in Worte fassen könnte.

3. Dein Einwand zu der AbkĂŒrzung ist selbstverstĂ€ndlich berechtigt. Dies ist allerdings eine meiner Unarten. Da Reim und Metrik in meinen Versen stets peinlich genau eingehalten sind, wird der geneigte Leser von selbst dazu gefĂŒhrt, beispielsweise entweder „uswee.“ oder „und so weiter“ zu lesen. Aber ich gelobe Besserung!

4. Der besagte Vers hat einen Ă€lteren Zwilling, der eine etwas andere Antwort zu einer Ă€hnlichen Frage gibt (Zeit und Ewigkeit). Ich werde ihn als nĂ€chstes bringen, und er gefĂ€llt Dir bestimmt ebenfalls. Diese neue Variante hat ihren Ursprung in einem Zeitungsartikel, der meldete, man habe irgendwo im All zwei schwarze Löcher entdeckt, die sich in ein paar Milliarden Jahren gegenseitig „auffressen“.

Sorry, dieser Bericht ist etwas lang geraten. Hoffentlich gibt es kein Gemecker.

Mit freundlichem Gruss und Dank auch an Sansibar und chrishilden (fĂŒr Dich habe ich noch einen Gedanken zum Urknall auf Lager)

SandyGrendel

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Abendsternchen
???
Registriert: Nov 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
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Liebe Sandy,

hab lieben Dank auch fĂŒr Deinen ausfĂŒhrlichen Bericht, hat mich gefreut, so viel zu lesen (bestimmt kein Gemecker :-)). Freu mich schon auf Deine weiteren Werke wie z.B. ĂŒber die schwarzen Löcher.
lieben Gruß
Abendsternchen

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