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Leselupe.de > Gereimtes
Ex Ponto
Eingestellt am 08. 08. 2003 16:49


Autor
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weghenkel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2003

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Ex Ponto

Maria Magdalena betet leise.
Die leisen Worte nur wird Gott verstehn.
Ich suche einen Halt und mu├č doch gehn
Vor jeder Ankunft. Endlos ist die Reise.

Nur manchmal darf ich dunkle Augen sehn,
In die hinab ich tauchen kann, die Speise
F├╝r meine Seele sind. Und ihre Gleise
Verl├Ą├čt die tote Hoffnung. Stummes Flehn.

Orphische Rosen. Nein, dort war ich nicht.
Die K├╝ste aber jener Trauer des Ovid
Hab ich gesehn. Dionysopolis.

Und du? F├╝r dich hab ich nur ein Gedicht
Diesmal. Ja, sieben Muscheln. Jede Lid
Der Augen dieses Meers am Weg nach Dis.

(22. Juli 1989)
__________________
weghenkel

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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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"Ich suche einen Halt und mu├č doch gehn
Vor jeder Ankunft"

Klasse.......Nur eine Frage sei gestattet.
Ich stolpere st├Ąndig ├╝ber "jede Lid". Kannst du mich bitte von meinem ? erl├Âsen.

lG Otto

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Ramona Linke
Guest
Registriert: Not Yet

Es ist ganz

einfach unbeschreiblich melancholisch, macht sehr
traurig ...
und ich finde es sch├Ân, wenn man ein Gedicht geschenkt
bekommt, wieso 'nur' ein Gedicht, Gedichte sind
wundervolle Geschenke.
Herzlich RL

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carolin
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2003

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Ex Ponto

Freue mich etwas von dir zu Lesen.Es klingt traurig.Jedoch verstehe ich nicht alles.Besonders die Orphischen Rosen.Meinst du hier die griech. Hymnen,Sagen und mystisch-teologische Dichtungen von Orpheus, die Geschichte um Orpheus (ach ich habe sie verloren all mein Gl├╝ck ist nun dahin),Oder das Orphische Wort von Goethe, in ihre f├╝nf stufenweise geordneten Lebnsgesetze als Weltm├Ąchte beschrieben. Da du dich auch auf Ovid und auf Dionysopolis beziehst scheint dir die Symbolik wichtig zu sein und ich w├╝rde sie gerne verstehen.Tote Hoffnung gibt es f├╝r mich nicht ,das hie├če Hoffnungslosigkeit, auch wenn es poetisch klingt.Hoffnung ist eines der W├Ârter die ich nicht get├Âtet sehen m├Âchte.Ich empfinde in dem Gedicht viel Trauer und Schuld und Hoffnungslosigkeit und bin mir nicht sicher ob du das wolltest.Es ist sicher kein Gedicht f├╝r die Allgemeinheit, bis auf die letzten Zeilen, da es einige Geschichtliche und Literatur kentnisse voraussetzt.Das finde ich schade da ein tiefes Gef├╝hl vermittelt wird und nicht jeder deine Symbole versteht in ihrer Bedeutung.F├╝r meine verh├Ąltnisse viel ohne Duden und Rechtschreibprogram geschrieben, Fehler bitte entschuldigen.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Maria Magdalena

Hallo, Weghenkel,

f├╝r mich ist dies die Beschreibung einer Frau, die Vieles durchgemacht hat und die st├Ąndig unterwegs sein muss und das Ende ihrer Reise nicht kennt. Du beschreibst, was ihr dabei hilft, aber auch, was sie nicht bekommen hat, was ihr versagt geblieben ist. Dem "Du" m├Âchte sie die sieben Muscheln schenken, die ihr wie Stationen auf dieser Meeresfahrt sind.
Es kann einen nicht kalt lassen, dieses Gedicht, und man m├Âchte ihr mindestens gute W├╝nsche mitgeben, dass sie oft auf diese dunklen Augen trifft, in denen sie eine Verwandtschaft entdeckt.

Liebe Gr├╝sse Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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