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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Experimentelles
Eingestellt am 07. 11. 2011 12:53


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DennisGdicht
Hobbydichter
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Schlechtes Unechtes

Keiner begreift die Gr├╝nde dessen, was jemand tut
wenn er besessen.
Niemand wei├č, welche Stimme innerlich
zu ihm spricht, ihm erf├╝llte Tr├Ąume schon morgen
verspricht.
Ihn der n├Ąchste Tag jedoch nicht begr├╝├čen wird,
Und der Morgige, Gestrige, nur Schlechtes Unechtes
bewirkt.
Er sitzt da, still schweigend, kalt und sich noch mehr
k├╝hlend,
ja in seinem ach so wirren Verstande w├╝hlend.
Er dann nach jenem sucht, mit verzweifelter Sehnsucht was du
nicht suchst, aber er schon so lange versucht.
In seinen Tr├Ąumen ist er dann derjenige, der auch
du sein wollen w├╝rdest, w├Ąrst du so wie er, wie
wenige.
Und in der Mondnacht wird dein Dunkelblau zu seinem
Himmelblau, denn er ist der, der du oder noch jemand,
nicht bist. Er ist wie er ist, und es trotzdem nicht
wisst, nicht begreifen wollt, auch gar nicht sollt,
denn er ist das was nicht sein darf.
In seinem
Innern hat er anders wie wir, kreuz und quer, hin und her
nach der Liebe kein Bedarf.
Leise atmend geht er durch den
Wind, versteht dabei nicht den Sinn des Tages, ihn so die Wut
durchdringt, ihn zu jenem zwingt, der Tod ihm zuwinkt
und abermals der Wind ihm ein schlechtes, unechtes
Liedlein singt.
Ein Lied von Liebe, welches er nicht
begreift, es f├╝r ihn einfach nur seicht, ohne Sinn,
so fremd, gar unbekannt-ach-trivial, aber dein
Survival!
Das schnelle Pochen seines durchstochenen
Herzen, die Angst seines Schmerzes. Die Sinn- und
Nutzlosigkeit seines kranken Verderbens, \"niemehrnormalwerdens\"
und ├Ąu├čerlichen Sterbens.
Er ist einer derjenigen der Wenigen, die Gott nicht
liebt. Geradewegs hindurch gefallen durch die Massen,
Mengen, hinter den Gassen ohne Bedr├Ąngen.
Es ist wahrlich traurig dass
es sie gibt - wortw├Ârtlich durchsiebt.
Bei all den
Personen, verschiedenen Identit├Ąten und Gedankenwegen,
nur einer verwegen, doch seine Innerlichkeit leider
nicht von Gott gegeben von dem Anderen.
Und er nun stehend, nicht mehr sitzend, auch nicht mehr
still, etwas anderes will - SCHLECHTES UNECHTES.
Und dann erweckt auf einmal die T├Ąuschung seiner wirren
Gedanken-Kreuzung, die Illusion seiner freundlichen
Personversion, und du f├Ąngst an ihm zu trauen, seinen
leeren Worte zu glauben. Erlaubst ihm dich durch sein
L├╝genmeer auszusaugen. Wehr dich dagegen, wehr dich
dagegen! Solchen sollst du nicht vergeben!

Du bist aufgewacht. Erkennst nun den Sinn.
Ja, es war nur ein Schein der k├╝hlen Mondes
Nacht, so gib das
n├Ąchste mal besser acht.
Vor denjenigen Wenigen, l├╝genden Seeligen, t├Ąuschenden Nicht-seienden, lieblosen Gef├╝hlslosen.
Und VOR SCHLECHTEN UNECHTEN!



Version vom 07. 11. 2011 12:53
Version vom 26. 11. 2011 15:32

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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Ein merkw├╝rdig selbstbez├╝gliches Gedicht. Es sagt ├╝ber sich aus "Schlechtes Unechtes" - und es stimmt.
Ein interessantes Experiment.

Schlechtes Unechtes

Keiner begreift die Gr├╝nde dessen, was jemand tut
wenn er bessesen. Komischer Reim: dessen - bessesen, Versto├č gegen die Schreibweise, damit der Reim falsch wird.
Niemand wei├č welche Stimme innerlich
zu ihm spricht, ihm erf├╝llte Tr├Ąume schon morgen
verspricht.Nach "wei├č" fehlt das Komma, um den Leser zu irritieren. schlechter Reim "innerlich - spricht"
Der n├Ąchste Tag ihn jedoch nicht begr├╝├čen wird, Versto├č gegen die Grammatik und Wortfolge, um zu zeigen, dass es auch absolut wirklich ein schlechtes und unechtes Werk sei.
Der Morgige, Gestrige, nur Schlechtes Unechtes
bewirkt. Und es wird best├Ątigt.
Er da sitzt, still schweigend, so kalt sich noch mehr
k├╝hlend, Wieder ein Versto├č gegen die Wortsequenz in deutschen S├Ątzen. "Er da" ist ja noch korrekt, nicht irgendjemand, sondern er da.
in seinem ach so wirren Verstande w├╝hlend.
Nach jenem sucht mit verzweifelter Sehnsucht was du
nicht suchst, aber er schon so lange versucht. Wieder ein fehlendes Komma. Ist das fehlende Komma jenes, nach dem der wirre Verstand so sucht? Wahrscheinlich eher nicht. Aber sch├Ân w├Ąre es doch, das zu denken.
In seinen Tr├Ąumen ist er dann derjenige, der auch
du sein wollen w├╝rdest, w├Ąrst du so wie er, wie
wenige.du sein wollen w├╝rdest - wozu diese Best├Ątigung des Titels?
Und in der Mondnacht wird dein Dunkelblau zu seinem
Himmelblau, denn er ist der, der du oder noch jemand,
nicht bist. Er ist...wie er ist...und es trotzdem nicht
wisst, nicht begreifen wollt, auch gar nicht sollt,
denn er ist das..was nicht sein darf.Interessantes Wort: ist...wer. In der Mitte des Wortes wird etwas ausgelassen. Das wird durch das Auslassungszeichen gezeigt. Ich habe kein solches Wort gefunden. Ich vermute, es soll sein "ist ... wer", "das..was" verstehe ich gar nicht. Was bedeuten die beiden Punkte?
In seinem
Innern, anders wie wir Wieder ein fehlendes Komma. Er ist anders, so wie wir., kreuz und quer, hin und her
nach der Liebe kein Bedarf.
Still stehend, durch den
Wind gehend, den Sinn des Tages nach dem Tage nicht
verstehend, es um ihn st├Ąrker wehend, ihn die Wut
durchdringt,
ihn zu jenem zwingt, der Tod ihm zuwinkt
und abermals der Wind ihm ein schlechtes, unechtes
Liedlein singt.
Ein Lied von Liebe welches er nicht
begreift, es..f├╝r ihn einfach nur seicht, ohne Sinn,
so fremd, gar unbekannt-ach-trivial, aber dein
Survival!
Das schnelle Pochen seines durchstochenen
Herzen, die Angst seines Schmerzes. Die Sinn- und
Nutzlosigkeit seines kranken Verderbens, \"niemehrnormalwerdens\"
und ├Ąu├čerlichen Sterbens.
Er ist einer derjenigen der Wenigen, die Gott nicht
liebt. Geradewegs hindurch gefallen durch die Massen,
Mengen, hinter den Gassen ohne Bedr├Ąngen.
Unfroh weil
es sie gibt, wortw├Ârtlich durchsiebt.
Bei all den
Personen, verschiedenen Identit├Ąten und Gedankenwegen,
nur einer verwegen, doch seine Innerlichkeit leider
nicht von Gott gegeben....von dem Anderen.
Und er nun stehend, nicht mehr sitzend nicht mehr
still
, etwas anderes will - SCHLECHTES UNECHTES.
Und dann erweckt auf einmal die T├Ąuschung seiner wirren
Gedanken-Kreuzung, die Illusion seiner freundlichen
Personversion, und du f├Ąngst an ihm zu trauen, seinen
leeren Worte zu glauben. ihm erlauben dich durch sein
L├╝genmeer auszusaugen. Wehr dich dagegen, wehr dich
dagegen!...denn Solchen sollst du nicht vergeben.
Ausgesaugt durch ihn, jedoch er auch nicht mehr zu
sein schien.
Es war nur ein Schein der k├╝hlen Mondes
Nacht, von erleuchtenden Sternen bewacht, gib das
n├Ąchste mal besser Acht.
Vor denjenigen Wenigen,
Vor l├╝genden Seeligen,
Vor t├Ąuschenden Nicht-seienden,
Vor lieblosen Gef├╝hlslosen.
Und VOR SCHLECHTEN UNECHTEN!



Ich habe die Hinweise nicht bis zum Ende durchgef├╝hrt, sondern im hinteren Teil nur das Grobe rot gekennzeichnet.

Ob es wirklich gut ist, so ein auf sich selbstbezogenes Experiment zu wagen - mit einem Gedicht voller Fehler? Es ist eigentlich f├╝r diesen Zweck zur Demonstration von Schlechtem und Unechtem an sich selbst bereits zu lang, denn die Methode verbraucht sich rasch.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bernd
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Hallo, Dennis,

herzlich willkommen in der Leselupe.
Ich habe hier etwas ausf├╝hrlicher die "Macken" behandelt, aber nicht gen├╝gend beachtet, dass Du neu bist.

Deshalb ein paar kleine Zusatzbemerkungen:

Ein Teil der sprachlichen Gestaltung mit den Binnenreimen gef├Ąllt mir gut.
Reime sollten stimmen, wenn "unechte" Reime verwendet werden, sollte das konsistent sein.
Auslassungszeichen "..." haben kein Leerzeichen, wenn innerhalb eines Wortes etwas ausgelassen wird.
Wenn das Auslassungszeichen ein Wort ersetzt, erfordert es Leerzeichen. Genauere Regeln findet man im Duden oder anderen Werken zur Rechtschreibung.

Kommas sind wichtig. Ein Gedicht ist insgesamt kurz, dadurch erh├Âht sich die Wichtigkeit.

Es ist zu empfehlen, die Rechtschreibung zu pr├╝fen.
Einzelne Fehler kommen immer wieder vor, aber ein geh├Ąuftes Auftreten wirft ein schlechtes Licht.

Sprachlich sollte man grammatisch falsche Wortumstellungen vermeiden, es sei denn, sie sind durch das Gedicht begr├╝ndet.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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