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Leselupe.de > Gereimtes
FROST
Eingestellt am 24. 10. 2003 08:43


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Stoffel
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Frost

Frost knabbert leis
an Herbstes F├╝├čen,
es f├Ąllt mir schwer,
diesen Nager
zu begr├╝ssen.

Heimlich frisst er
letzte Blumen fort,
ohne R├╝cksicht,
Winters Bote
nun allerort.

Und auch sein Herr
in Wei├č gekleidet,
bald Einzug h├Ąlt,
f├╝r Monate
bei uns weidet.





(danke Marion, Haget,Mako, in der Werkstatt f├╝r Hinweise/Austausch)

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El Gazzo
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hi Stoffel

Man kann es drehen und wenden, es bleibt einfach gut.

Da kann man schon mal etwas gewaltt├Ątig ein "s" (allerort) opfern, in Reimes Willen...

El Gazzo
__________________
als ich h├Ârte, dass der Weg das Ziel sei, blieb ich unversehens stehen...

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Stoffel
gesperrt
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Hallo El Gazzo,

vielen Dank..
ach so, du meinst "allerorts".Hatte gestern schon mal nachgedacht.
"aller Ortes"? Und dann dachte ich, niemand sagte gegenteiliges, es wird "allerort" geschrieben.*urgs*
Ich hatte noch im Sinn "hier und auch dort"

Danke
lG
Stoffel

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Waldemar Hammel
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Tut mir leid, Stoffel,

ich bin schwer von Begriff!

Wenn in Deinem Text der Frost "die letzten Blumen wegknabbert", ist alles Gr├╝nzeug weg. Was hat danach der "Herr in Wei├č" dann noch zu "weiden" (an Gr├╝nem zu futtern)?

-------------------
Und -grins- der Frost hier eignet sich auch wieder f├╝r ein Gleichnis:

"Sehet dort den Knabber an Herbstes F├╝├čen! Er s├Ąet nicht, er erntet nicht, backt keine Kuchen nicht und w├Ąscht sich nicht die H├Ąnde, und doch l├Ąsst Gott ihn frosten."

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Stoffel
gesperrt
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guten Morgen Waldemar,

naja, ich hab n Garten und jeden Morgen sehe ich die Entwicklung. Hatte vergessen einige Blumen rein zu holen und hin waren. Nat├╝rlich sind sie nicht weg
Und ich denke mal, der hat noch genug zu "weiden" der Winter. F├╝r mich ist er die Schneedecke, die sich dann ├╝ber alles legt. Und vieles geht dadurch noch kaputt.

Anfangs dachte ich eher an der Pflanzen "Wurzeln", denn der Frost steckt ja dann in der Erde.

Danke Dir
lG
Stoffel

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Waldemar Hammel
H├Ąufig gelesener Autor
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Einen sch├Ânen guten Morgen!

Die Schneedecke (falls es eine gibt) ist ein Begleitsymptom des Winters und nicht er selbst, sonst g├Ąbe es ohne Schnee ja keine Jahreszeit "Winter".

Jeder G├Ąrtner weiss, dass die Schneedecke nicht "noch mehr kaputtmacht", sondern im Gegenteil die unter ihr liegenden Pflanzen, Bakterien, Pilze sogar sch├╝tzt. Deshalb funktionieren z.B. Iglos auch.
Warum? Der Schnee ist ein lockeres Netz von Flocken mit Luft dazwischen, und Luft ist ein sehr schlechter W├Ąrmeleiter (deshalb funktionieren dicke M├Ąntel besser als d├╝nne, unabh├Ąngig vom Material). Der Boden unter dem Schnee ist relativ warm, meist sogar ├╝ber Null Grad, und es finden G├Ąrungen statt, die zus├Ątzlich W├Ąrme erzeugen. Beim genauen Hinsehen sieht man, dass der Schnee meist nicht die Erde ber├╝hrt, sondern erst in einem Zentimeterabstand von ihr beginnt. Zwischen Erde und Schneedecke ist eine L├╝cke: nochmal Luft. Und weil die schlecht W├Ąrme leitet, bleibt der Boden unter dem Schnee erstaunlich warm, selbst, wenn es oberhalb z.B. minus 20Grad sind. Kannst Du sogar leicht mit einem eingesteckten Thermometer selbst testen.

"...denn der Frost steckt ja dann in der Erde..."

Auch nicht. Die Erde kann nur, von oben beginnend, anfrieren. Von unten, innen ist sie warm, pro hundert Meter tiefer + 1 Grad mehr (frag mal Bergleute). Im Kern hat die Erde 7.500Grad, das ist hei├čer als die Sonnenoberfl├Ąche. Und von dort wird immer nach oben W├Ąrme nachgeliefert. Der Frost kommt also von oben in den Boden, nicht von unten. Der Boden w├Ąrmt somit sogar die Pflanzenwurzeln. Und lockere B├Âden (z.B. Gartenerde) enthalten sehr viel Luft zwischen der Krume, und die isoliert genau wie bei der Schneedecke.

Wenn man das alles genauer durchdenkt, ein erstaunlich "ausgekl├╝geltes" System, in dem die Pflanzen und Tiere im Winter daher auch mit Gewinn "in Deckung" gehen, wenns oben zu kalt wird. Zaubertricks aus der Interaktion von Wasser und Luft!

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