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Leselupe.de > Humor und Satire
Fahrstuhlmathematik
Eingestellt am 23. 12. 2003 10:20


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hwg
???
Registriert: Dec 2003

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Es gab nat├╝rlich gewisse Anfangsschwierigkeiten, als unser computergesteuerter Fahrstuhl in Betrieb genommen wurde. Inzwischen haben beinahe alle Mieter die Betriebsanleitung intus, und jetzt kommt eigentlich fast immer jeder in der richtigen Etage an.
Darf ich Ihnen kurz die Arbeitsweise des Fahrstuhls erkl├Ąren? Angenommen, Sie steigen im Erdgeschoss ein und wollen in den siebenten Stock - was tun Sie?
Sie dr├╝cken auf den Knopf sieben! Ausgezeichnet!
Nun stellen Sie sich vor, ein Mieter im f├╝nften Stock dr├╝ckt den Knopf zwei, weil er - richtig - in den zweiten Stock will.
Das geht aber nicht so ohne weiteres. Der Fahrstuhl ist n├Ąmlich programmiert. In seinem Elektronengehirn ist die von Ihnen gedr├╝ckte Sieben gespeichert. Das bedeutet, der Mieter aus der f├╝nften Etage muss zur siebenten fahren, um zur zweiten zu kommen.
K├Ânnen Sie mir folgen?
Nun stellen Sie sich vor, dass Leute aus f├╝nf verschiedenen Etagen in f├╝nf verschiedene andere Stockwerke wollen.
Manchen dauert es zu lange, bis der Fahrstuhl kommt, und sie gehen die Treppen hinunter.
Andere steigen in Etagen aus, in die sie gar nicht wollten, weil sie denken: Wer wei├č ,ober er h├Ąlt, wo ich will.
Aber gedr├╝ckt haben sie alle.
Die Folge: Der Fahrstuhl braucht manchmal die ganze Nacht, um das am Tage eingedr├╝ckte Programm zu erledigen.
Unserer fuhr menschenleer hinauf, hinunter, ├Âffnete seine T├╝re in leeren Etagen und verbrauchte eine Menge Strom.
Wir haben ihn deshalb auf das vollmathematische System umstellen lassen.
Wenn jetzt jemand im vierten Stock einsteigt und in den achten will, dr├╝ckt er nicht mehr die Acht, sondern eine Vier.
Der Computer addiert vier plus vier - und der Lift h├Ąlt im achten. Steigen Sie im zweiten ein, wollen in den vierten, der Fahrstuhl kommt aber von oben und ein "Fahrgast" hat Erdgeschoss gedr├╝ckt, dann m├╝ssen Sie eine Sechs w├Ąhlen, weil ja - entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht beleidigen. Sie haben das System nat├╝rlich l├Ąngst begriffen.
Einige helle Knaben haben inzwischen entdeckt, dass man den Fahrstuhl zur L├Âsung von Mathematikaufgaben benutzen kann. Einer hat sich damit sogar auf die Matura (das Abitur) vorbereitet.
Er hat mir neulich erkl├Ąrt, wie man durch geschicktes Fahren Quadratwurzeln ziehen kann. Falls es Sie interessiert....Nein? Schade!
Wie ich anfangs schon andeutete, gibt es gewisse Probleme. Der Fahrstuhl h├Ąlt nicht in allen Etagen gleich gut. Oder besser gesagt: Nicht alle Stockwerke lassen sich ohne weiteres auf mathematischem Wege erreichen.
Im zw├Âlften Stock, wo das h├╝bsche Fr├Ąulein Vera wohnt, enden sehr viele Fahrten.
Die Zw├Âlf ergibt sich eben aus sehr vielen Additionen, sie l├Ąsst sich durch Divisionen erreichen, von zweimal sechs ganz zu schweigen.
Mit der 13 ist es ganz schwierig. Klar - eine Primzahl.
Abgesehen davon f├Ąhrt unser Lift sowieso nicht bis zum Dreizehnten!
__________________
-hwg-

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Parsifal
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo hwg,

der Text ist eine tiefsinnige (hintersinnige) Betrachtung ├╝ber die Technik, die uns das Leben erleichtern soll. Neben Automaten aller Art f├Ąllt mir dabei der Computer selbst ein. Er soll uns die Arbeit einfacher machen, und mache werden ja auch wirklich einfacher, aber erst, nachem wir dicke Handb├╝cher durchgearbeitet (und kapiert) haben, die immer mehr Platz in unseren Regalen einnehmen, der eigentlich der wirklichen Literatur h├Ątte vorbehalten bleiben sollen. Die heutigen Ger├Ąte lassen sich nicht mehr intuitiv bedienen, und ist das Handbuch erst einmal weg, stehen wir machtlos quer davor.

LG
Parsifal

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hwg
???
Registriert: Dec 2003

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Fahrstuhlmathematik

Werter Parsifal,
Ihre Einsch├Ątzung meines Textes freut und ehrt mich.
Ich bin noch Internet-Neuling und Lernender am PC, bis vor kurzem habe ich das Auslangen mit meinen mechanischen Schreibmaschinen und einem Faxger├Ąt zwecks Anfertigung und Versand meiner Manuskripte gefunden.
Nun hat mir ein liebensw├╝rdiger Bekannter den nagelneuen PC samt Internetanschluss geschenkt - als "Autorenf├Ârderung", wie er es bezeichnet. Ich bin mit Technik ebenso wenig vertraut wie mit Sport - die kommunikationsf├Ârdernde Neuerung hat allerdings meine Schreibstube enorm "aufgewertet" und den ohnehin - schon aus Gr├╝nden des Geldverdienens - vorhandenen Schreibeifer gesteigert.
Es gr├╝├čt Sie hwg aus der Steiermark
__________________
-hwg-

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

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prust,

kicher, lach! was ne heitere geschichte. mach mal so weiter!
ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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hwg
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 53
Kommentare: 42
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fr├Âhliche menschen....

..werter old icke alias flammaron (hoffentlich richtig geschrieben) machen den alltag heller. dein (ihr, pardon) lachen ist der lohn f├╝r meine schreiberei - ein lohn, den ich mit freude in empfang nehme! dankesch├Ân und herzlichen gru├č aus der steiermark! hwg
__________________
-hwg-

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DeGie
Guest
Registriert: Not Yet

Ja, ich habe mir auch schon ├╝berlegt, ob wir nicht das mathematische Denken durch geschickte Programmierung von Gegenst├Ąnden des Alltages f├Ârdern sollten...

Man k├Ânnte z.B. ja auch den Logarithmus des gew├╝nschten Stockwerkes zur Einstiegsetage eingeben...





PS:
Mir ist in Deinem Text ein Fall von Buchstabengeiz aufgefallen:


Nun stellen Sie sich vor, ein Mieter im f├╝nften Stock dr├╝ckt den Knopf zwei, weil er .....

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