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Leselupe.de > Humor und Satire
Fahrwasser & Weinstein - 2. Teil
Eingestellt am 30. 05. 2010 12:38


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Ringelroth
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2010

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So, liebe Fangemeinde, hier nun wie angek√ľndigt der 2. Teil der
verr√ľckten Reise durch das Polizistenwunderland.
Und nun viel Spaß mit den Eiern!


Ei Nr. 31
Das harte Knallen der Schläge, gefolgt von einem Schädelbasisbruch bringt Weinstein wieder auf Hundert.

"Oh, Paulchen, S√ľsser, du hier?"

flötet er kanarienvögelig.

"Der Typ hat'n 100prototalen Schatzi."

Erna blickt einäugig beifallheischend zu Paule.

"Schnauze du Missgeburt!"

"Wenn schon MissBuda69, Schnuckel."

W√§hrend Erna und Paule versuchen, Weinsteins Corpus √ľber das Treppengel√§nder zu werfen, kommt Fahrwasser, dank seiner HaitekBionik mit k√§nguruhaften Spr√ľngen die Treppen hoch.

In spidermanscher Manier verschn√ľrt er das Schurkenp√§rchen. Weinsteins Haut ist gerettet. √úbers Handy verst√§ndigt Fahrwasser das Revier, damit das Paket abgeholt werden kann. Weinstein ist baff:

‚ÄěEgal was du dir reingepfiffen hast, Kollege. Ich will das auch.‚Äú

Ei Nr. 32


Fahrwasser zieht sein linkes Hosenbein hoch und öffnet die funkelnde Schienbeinklappe. Weinsteins Augäpfel basedowieren:

"Ohhhhhhhhh scheiße, ich krieg mich nimma."

Weinstein hatte schon viel gesehn, beispielsweise Ghostbusters, kopulierende Eichkatzerl, ein Foto seiner nackten Schwiegermutter - aber das hier zog ihm den Draht aus der M√ľtze.

Unter der Klappe wupperten anstelle von Dr√§hten R√§dchen und Gest√§nge unz√§hlige blutrote W√ľrmer.

"Was sagst du?"

"W√ľrg!"

W√§hrend sich Weinsteins Kotze in gro√üem Schwall √ľber die Stiegen ergiesst, entfernt sich Fahrwasser mit klirrendem Lachen.

"Die Sauerei machens aba sofort weg!", schreit HandtaschenErna.

Brav zieht Weinstein sein Jacket aus. Das gr√ľne Ding mochte er sowieso noch nie.

Ei Nr. 33

Die Kollegen vom Revier nehmen Erna und Paule in Empfang.

"Was riecht hier so sauer?", fragt ein Wachtmeister.

"Weil euer Kollege mit den Sprungfedern W√ľrmer hat...",

lacht Paule,

"....hat der hier gekotzt."

Im n√§chsten Moment sackt er unter einem harten Magenh√∂hlenfu√ütritt Fahrwassers zu Boden. Aus der aufgeschnappten Schienbeint√ľre h√ľpfen zahllose Blutw√ľrmer auf den Banditen.

"Fahrwassser! Du Idiot!"

schreit Rhino Weinstein voll Entsetzen.

"Der hat Rhesusfaktor negativ! Das √ľberleben wir nicht!"

"Schnell. holt den Aff'n aus'm Labor, der muss uns alle beissen und wir sinn wieder àsur!"

Auf solche Eskalationen vorbereitet, spr√ľht Oberwachtmeister Semmel etwas Decrazyierungsspray und alles ist wieder auf Null.


Ei Nr. 34

Oberwachtmeister Semmel:

"Wir bringen Erna und Paule aufs Revier."

Laut- und emissionslos gleitet die Gr√ľneMinna aus der Parkl√ľcke.

Unsere Helden renovieren ihr derangiertes Oißeres und steigen in ihren Wagen.

"Ich hab Hunger. Lass uns fr√ľhst√ľcken", Weinsteins Magen sucht Arbeit.

"Ich mach mir Sorgen, dass der Weißbrotrottel mit dem Ganovenpärchen net zurecht kommt."

"Semmel iss‚Äôn alter Fucks und au√üerdem sinnse‚Äô zu viert. Fahr jezz zu W√ľrgerDing, i hab Kohldampf."

Als die beiden den FastFoodTempel betreten, tritt sie ein Pferd: Semmel und Kollegen sitzen kauend am Tisch. Von Erna und Paule keine Spur.

"Wo sinne’ Arrestierten?"

"Mussten beide pissen, denk die kommen gleich."

Ei Nr. 35

"Hey Semmeldepp, willst du nicht mal gucken, wo die Beiden bleiben? Die sind schon ne halbe Stunde am Scheißhaus, hm?"

"Ich weiß nicht, von was ihr redet, ihr Spinner. Falls ihr Erna und Paule meint, die sind längst aufm Revier in Ketten."

"Aha, dann war der liebe Gott mit ihnen pissen."

"Hier is niemand pissen, Fahrwasser. Dir sind wohl deine W√ľrmer in die Cerebralien gehuscht und ziehen einen Stecker nach dem anderen."

Ein lautes Puff ertönt und zwischen den Augenwurzeln des Waldundwiesenwebels Semmel erscheint ein winziges Loch. Er bleibt wieangewurzelt rattentot sitzen.

"Kaliber 22Magnum?"

"Richtig Yoram."

Wispert Weinstein vorgebeugt.

Ei Nr. 36

"Vom Dämpfer her ne 22erGlock...ein Profi."

Weinstein wirft einen Blick aus dem Fenster. Aus einem vorbeifahrenden Audi bleckt Paules sinisteres Grinsen.

Fahrwasser reagiert als Erster und spurtet zum Ausgang. Die automatisch √∂ffnende Glasschiebet√ľr bewegt sich zu langsam. Er knallt Kopf voran voll dagegen.

"Was war'n das Yori.....Haste wida einen Anfall von Osmotie?"

"Idiot, ich wollte dem Audi mit Paulchen nach. Iss nur'n 6Zylinder, den schaff ich noch."

Und wie dereinst Skippy das Gängaru jumpt Yori davon. Bis zur nächsten Ampel. Leider springt sie auf rot und er muss als gesetzestreuer Beamter stoppen.

Ampellichtmalfunktion. Fahrwassers gezielte harte Spucke eliminiert das Stopplicht.

Ei Nr.37

Fahrwassers spektakuläres Manöver wäre sicherlich von Erfolg gekrönt, wäre ihm nicht im Moment seiner höchsten Beschleunigung dieses monströse Metallgefährt in die Quere gekommen.

Dem Zusammenprall mit der Straßenbahn muss seine Bionik Tribut zollen.

"Wolln's nen Fahrschein?"

Die kulleräugige Kondukteuse blickt ihn mit bovinaem Sanftblick an.

"Wenn sie blond w√§ren, d√ľrften sie mir einen zwicken."

Bevor die d√ľpierte Dame ihrem √Ąrger Luft machen kann, kollabiert Fahrwasser. Damit ist sein Arbeitstag beendet. Endlich kommt Weinstein angehechelt und verst√§ndigt das Bioniklabor.

"Ich mag ihre blauen Haare."

Säuselt Weinstein die Fahrscheinerin an, die verdrehten Auges am entgleisten Triebwagen lehnend, gierig von einem Joint inhaliert.

Ei Nr. 38

6 Minuten später:

Weinstein kauert benommen in einer Ecke des unmöblierten Einzelraumes der blauhaarigen Zwickerin.

"Menschenskind was iss das f√ľrn' Stoff?"

"S'iss 100proMDMA.....hahahahahahaha....mein Psychokampfstoff!"

"Bissu ne P√ľschotusse oder Chefin der Blauen Partei? Mia isso komisch..."

"Komm Alter I weck dich wida."

Die Blauzwickerin macht sich mit gespreizten Beinen √ľber dem Kopf Weinsteins breit und ein zischendes Pritscheln deutet auf ein Wasserlassen hin.

"Brrrrrr...pffffschttt..."

Doch das Geräusch entweicht dem röchelnden Rachen der gewichtigen Gespielin, da ihre Bronchien durch die körperliche Anstrengung in brodelnde Aktivität geraten sind.
Ungläubig öffnet Weinstein einen Glupscher und erkennt die Dolomiten im Abendrot.

"Ich haaaaab diiiiie Reeeegel!"

Ei Nr. 39

Weinstein wischt sich die Pissblutmischung aus dem offenen Auge und sinkt mit einem lauten St√∂hnen zur√ľck auf den flecken√ľbers√§ten PVC.

Als er wieder zu sich kommt, ist es stockdunkel. Die Neonreklame einer gegen√ľberliegenden Videothek wirft abwechselnd rotes und gr√ľnes Licht ins Zimmer. Was soll er damit anfangen? Er steht auf, √∂ffnete das Fenster und entl√§sst das bunte Licht wieder in die Freiheit.

"Sag mhha Rhino, bissu'n Schildb√ľrger?"

R√∂chelt es hinter ihm. Er wendet sich zur Stimmbesitzerin, die durch das Gr√ľnrotneonwechselspiel wie im 3Dmodus splitterfasernackt in ihrer Ecke lehnt. Aus einem Querkanalschnitt an ihrem Hals sprudelt dunkles Liquid.

Weinsteins Mobiltelefon zwitschert.

Ei Nr. 40

"Weinsteiiiiiin, hallöööööchen!"

"Semmel iss am Leben."

"Waaaas?"

"Das 22erMagnumprojektil hat das Gehirn net gefunden und iss hinten wida raus."

"Gut, dann schickt mir einen Wagen. Ich muss dringend meinen Bericht schreiben."

"Wo steckst du denn, Weinsteinchen?"

"Keine Ahnung, ortet mein Handy."

"Mal sehen, ich melde mich."

Mit einem Seufzer lässt sich Weinstein neben der inzwischen ausgebluteten Blauzwickerin nieder.

Er schlie√üt die Augen und w√ľnscht sich, damals auf seinen Daddy geh√∂rt zu haben, der wollte, dass er Bahnbeamter wird. Dabei erinnert er sich deutlich an Mammis Worte:

"Um Himmels Willen neiiiiin Hermann, dann landet der Bub irgendwann neben einer fetten Schaffnerin!"


Ei Nr. 41

Geistesabwesend rappelt Weinstein sich auf und entledigt sich seines gelben Poloshirts. Er hatte es, wie das gr√ľne Jackett, nie gemocht. Vorsichtig drapiert er es √ľber den runden Kopf der Blauhaarigen.

Ein neutraler Beobachter h√§tte sp√§testens in diesem Moment einen Notruf abgesetzt. Was soll man sonst tun, wenn man sieht, dass ein halbnackter Mann sein Hemd auszieht und es sorgf√§ltig √ľber einen Kaktus legt? In Weinsteins Kopfkino lief immer noch der falsche Film.

"Hey Rhino, passt alles?"

Weinstein springt, wie von einer Tarantel gestochen, auf die Beine.

"Ganz ruhig, mein Junge. Ruhig. Ich bins, der liebe Yoram. Sag, friert dein Kaktus?"


Ei Nr. 42

Fahrwasser zieht der Blauzwickerin das gelbblutige Polo vom Stoppelponem.

"Oh scheiße Rhino, der blaue Fettengel ist ziemlich tot....mhm...denke ich mal so."

Mit dem Zeigemittelfingerduett auf ihrer rechten Carotis, blickt Fahrwasser augenverdrehend deckenwärts.

Seinem Augenkullern folgt ein schriller Schrei:

"Scheiße! Die Blaue is ein Kaktus!"

Mit der zittrigen Linken zieht er sich den Stachel aus der Flosse.

"Los, Rhino, raus hier! Mein MultiGasMonitor zeigt mir eine Anhäufung von halluzinogenen Molewarmen."

"Mhm...nur ich f√ľhl migg wie innem Vivarium, bissu' n Giftler Schlangenyori?"

Fahrwasser zerrte Weinstein an dessen G√ľrtel vors Haus.

Im Wagen, der dort parkte, flammte ein Streichholz auf.

...wird fortgesetzt
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Ein Buch ist ein Spiegel. Wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken.
Georg Christoph Lichtenberg

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