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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Fallschirmsprung
Eingestellt am 12. 06. 2015 23:24


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Wagner-Martinez
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2013

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Als der Film des Vaters über seinen Fallschirmsprung zu Ende war, sah das Gesicht der Tochter alles andere als glücklich aus. Der Vater war überrascht, hatte er doch geglaubt, dass sich die Tochter über sein Abenteuer freuen würde. Aber stattdessen fragte sie ihn: „Hast du denn bei dem Sprung keine Angst gehabt?“
„Natürlich habe ich Angst gehabt, zum Teil sogar sehr große Angst.“
Ungläubig und irgendwie verletzt, so als ob der Vater das Dümmste in seinem Leben gemacht hätte, fragte sie: „Wieso machst du das dann? Du hättest dabei sterben können!“
Der Vater schaute sie an und nahm ihre Hände: „Das stimmt meine Tochter! Aber wenn es wirklich deine Träume sind, dann sollten dich deine Ängste daran nicht hindern, sie zu verwirklichen. Die Zufriedenheit deines Lebens hängt davon ab, und davon bin ich überzeugt, ob du deine Träume nur träumst oder sie erlebst.“
Immer noch ungläubig schaute sie den Vater an. Nicht sicher, ob sie ihn verstanden hatte, fragte er sie, mit dem Wissen, dass sie eine große Wasserrate ist: „Hast du auf das Schwimmen verzichtet, obwohl du damals Angst hattest, ertrinken zu können? Hättest du dann, auf all die schönen Momente, die darauf folgten, verzichten wollen?“
„Nein“, war ihre klare Antwort.
„Genau das möchte ich in mein Leben auch nicht. Ich will kein längeres Leben haben, wenn ich dafür auf meine Träume verzichten muss, nur um dafür länger zu leben.“
Der Vater sah, dass es ihr immer noch Angst machte, wie er sprach: „Meine kleine, es gibt keine Garantie, wie lange wir leben und ich will auch nicht früher sterben. Aber es hat mich nie überzeugt, auf die besten Momente meines Lebens zu verzichten, nur damit ich länger leben könnte. Dieses Länger leben hätte mich gelangweilt. Daran kann man nicht sterben, aber doch das Gefühl haben, zu lange auf dieser Erde gelebt zu haben.“
Sie kuschelte sich an ihn ran, schwieg einen kurzen Moment und sagte: „Ich will auch keine Langeweile haben, das ist blöd. Ich will auch nicht auf die besten Momente verzichten, Papi, aber ich will, dass du auf dich aufpasst.“
„Versprochen, ich pass auf mich auf. Und weißt du warum?“
„Nein.“
„Weil ich weiter meinen Träumen folgen werde, denn darin liegt nicht das größte Risiko, sondern diesen nicht nachzugehen, und dabei in Langeweile dahin zu Tümpeln. Also hast du nichts zu befürchten.“
Beide lachten und hielten sich eine Weile fest in den Armen.
…
„Und wollen wir heute Schwimmen gehen?“, fragte die Tochter.

__________________
owm der nicht nur seine Träume träumt, sondern auch lebt.

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rothsten
???
Registriert: Jan 2015

Werke: 11
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Hallo Wagner-Martinez,

Dein Text ist keine Kurzgeschichte, aber das nur am Rande. Wichtiger ist, dass das, was Du schreibst, Leser und Liebhaber finden sollte. Ich befürchte, dem wird nicht so sein. Ich versuch zu erklären, warum:

- kein Konflikt

Interessant wird ein Text nur dann, wenn ein Konflikt den Leser zu fesseln vermag - am besten ein drohender, denn der gibt einen Spannungsbogen vor. Wichtig ist aber, dass der Konflikt nachvollziehbar geschildert wird. Der Leser will ja nicht bloß allzu Vorhersehabres konsumieren, sondern sich in die erzählte Welt hineinlesen.

In Deinem Text fehlt ein solcher Konflikt. Ein Fallschirmsprung ist sicher ein Abenteuer - aber warum hat die Tochter solche Angst? Zum einen fehlt jede Erklärung (zB Herzschwäche des Vaters etc), zum anderen kommt diese Angst zu spät: er ist ja bereits gesprungen und - er lebt! Das hängt schief.

- gestelzte Dialoge

Luther wusste, es ist besser, "dem Volk aufs Maul zu schauen". Sprich, die Dialoge in Deinem Text sollten dergestalt sein, dass man sie Dir auch abkauft.

Stell Dir selbst die Frage, ob ein Vater mit seiner Tochter derart redet:

quote:
„Das stimmt meine Tochter! Aber wenn es wirklich deine Träume sind, dann sollten dich deine Ängste daran nicht hindern, sie zu verwirklichen. Die Zufriedenheit deines Lebens hängt davon ab, und davon bin ich überzeugt, ob du deine Träume nur träumst oder sie erlebst.“

So redet kein Mensch, oder hast Du jemals so mit Deinem Vater gefrĂĽhstĂĽckt:

"Könntest Du mir die Butter reichen, mein Vater?"

"Ja, mein Sohn. Dir soll Butter gereicht werden."

"Danke, mein Vater."

soundsoweiter ...


lg


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