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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Fallsucht
Eingestellt am 26. 04. 2011 13:48


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Tigerauge
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neuer Titel:
Falltrieb



ZurĂŒck, kein ZurĂŒck
Zur Seite, kein zur Seite
Abgrund, abgrundtief, abgrundtiefer Gedankenzwang
Gedanken, kein zurĂŒck
Gedanken, kein zur Seite
Gedanken, ausweglos, ausweglose Gedankenblockade
Gedankensog, kein zurĂŒck
Gedankensog, kein zur Seite
Gedankensog, ziehend, in den Abgrund ziehend

NÀhe, AbgrundnÀhe
Tiefe, Abgrundtiefe
Höhenangst, starker, starker Angstrausch
Falltrieb

Expotentielle Geschwindigkeiten

LebensrĂŒckblickgeschwindigkeit
Gedankengeschwindigkeit
Fallgeschwindigkeit
Aufschlagtempo
Blitzgedanke
Schnell
Tod









Nach dem Tode
kann uns niemand mehr
von seinem Falltrieb berichten.

Fest angekettet stand er vor dem Abgrund
warf aber den SchlĂŒssel in die Tiefe
wurde fĂŒr diesmal vom sicheren Tode errettet.













Version vom 26. 04. 2011 13:48
Version vom 26. 04. 2011 16:53

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebes Tigerauge,

erst einmal vorweg: Manchmal weiß ich wirklich nicht, ob ich Dir glauben soll, was Du da so schreibst. In diesem Falle meine ich Dein Nachwort. *kopfkratz*

Dann muss ich Dich noch fragen, was verstehst Du in diesem Text unter Fallsucht. Normalerweise ist das die deutsche Formulierung fĂŒr eine Krankheit, die man mit Epilepsie bezeichnet.

Bei Deinem Text habe ich aber den Eindruck, dass es sich hier um den unwiderstehlichen Drang handelt, sich ohne Netz und doppelten Boden in die Tiefe zu stĂŒrzen, so wie Kinder mit einem aufgespannten Regenschirm aus dem Fenster springen, weil sie das einmal im Fernsehen gesehen haben. Nur dass es sich hier nicht um ein Kind handelt, sondern um einen Erwachsenen, der diesen Drang fĂŒhlt, sich hinabzustĂŒrzen, ohne sterben zu wollen.

Wenn ich jetzt meine Fragen beiseite lasse, dann möchte ich Dir sagen, dass mir bei diesem beeindruckenden Text, bei dem Du auch optisch verdeutlichst, wie das so ist, wenn man sich in die Tiefe stĂŒrzen möchte, dass mir die liegende Acht am Schluss, das Zeichen fĂŒr Unendlichkeit, am besten gefĂ€llt; und es passt ja auch zu Ostern, wo der Tod ebenfalls nicht das letzte Wort behalten hat.
Jesus ist auferstanden.

Übrigens fĂ€llt mir dazu noch ein, dass eine der Versuchungen Jesu in der WĂŒste, nĂ€mlich die zweite und vorletzte war, dass der Böse ihm riet:" Wenn Du Dich von diesem Felsen herabstĂŒrzt, werden die Engel kommen und dich auffangen". Oh, der Schwarze, er wusste wie er Jesus hĂ€tte reinlegen können!. Aber Jesus antwortete ihm in aller Schlichtheit:"Du sollst Gott, Deinen Herrn, nicht versuchen".

Weiteres schreibe ich Dir gerne, wenn Du Lust haben solltest, hier eine Antwort einzufĂŒgen.

Also bis bald....
Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Tigerauge
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Liebe Vera-Lena,

ich habe das nicht gewusst mit der Fallsucht. Deshalb Àndere ich den Titel in Falltrieb.

Ich selbst bin vom Falltrieb nicht betroffen. Ein Freund hat mir von diesem Drang berichtet. Der Folgetext ist also keine persönliche Aussage, sondern gehört zum Gedicht, wobei es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied macht, ob es nun eine Bekundung ist oder ob es vertextet ist.

Mit Jesus hat das Gedicht leider nichts zu tun, und auch Oster ist jetzt vorbei. Dennoch finde ich Deinen Gedanken ganz interessant.
Letztendlich kann es auch eine Versuchung sein, sich von einem Drang zu erlösen. In der Bibel ist es ja eher die Versuchung an sich.
Vielleicht spielt sogar eine gewisse geistige Epilepsie eine Rolle, kleine Ticks, die durch Höhenangst ausgelöst werden.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebes Tigerauge,

da bin ich aber erleichtert, dass nicht Du es bist, der diesen Falltrieb hat. FĂŒr Deinen Freund tut es mir aber auch Leid.

Ich ĂŒberlege, wie Du das machen kannst, dass der angehĂ€ngte Text nicht wie eine ErklĂ€rung aussieht, sondern als dem Text zugehörig verstanden wird. Das wĂ€re schon wichtig.

So, wie es jetzt da steht, ist es aus meiner Sicht nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ich probiere es mal:


Nach dem Tode
kann uns niemand mehr
von seinem Falltrieb berichten.

Fest angekettet stand er vor dem Abrund
warf aber den SchlĂŒssel in die Tiefe
wurde fĂŒr diesmal vom sicheren Tode errettet.


Was hÀltst Du davon?

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
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