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Leselupe.de > Kurzprosa
Familie
Eingestellt am 28. 08. 2009 13:38


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Tina Fritz
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

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Wir Pauls

Zu uns konnte man keinen Schulfreund einladen, weil es immer unordentlich war. Es gab auch keinen sch├Ânen Wohnzimmerschrank mit Nippes darin. Keiner von uns hatte ein fesches Jugendzimmer. Aber daf├╝r gab es immer Hunde, Meerschweinchen und Wellensittiche, die ihr Gesch├Ąft auf dem Wohnzimmerteppich hinterlie├čen und denen st├Ąndig jemand am hinterher rennen war.

Bei uns gab es massenhaft Zeitungen und Zeitschriften auf Teppichen und Sideboards, Reste von Orangenschalen auf allen erreichbaren Tischen, Verdi oder das Musical Hair aus den Lautsprechern oder Cole Porter so manches Mal.

Bei uns gab es derart viele B├╝cher, dass sie in Dreierreihen im Regal stehen mussten und man beim Suchen immer ein neues vorfand, massenhaft Kippen und qualmende Zigaretten in Aschenbechern auf fast jedem Schrank. Wir Pauls waren laut und lebendig und wollten nie gehen, Besuch war beliebt und begehrt und man lie├č ihn nie ziehen.

Bei uns Pauls wurden exzessive Partys gefeiert mit ganz vielen Diskussionen, Anekdoten und entsprechend viel Alkohol. Wir lieben das Lachen, wohlschmeckendes Essen und k├Ânnen wenig anfangen mit Schweigen und feinem Porzellan.

Bei uns gibt es keine Frottierhandt├╝cher passend zum Waschlappen, nie die entsprechende Bettdecke zum Kissen und mindestens f├╝nf verschiedene Bestecksorten im Schrank.

Wir Pauls fuhren mit Vorliebe drei Stunden ins Wochenende im Mercedes, Porsche, VW nach Rothenburg, Heidelberg und Bad Mergentheim hin, und fuhren nach drei Stunden Schnitzel essen gern wieder streitend zur├╝ck.

Wir Pauls waren gut in der Schule und trotzdem faul, wir gaben gute Ratschl├Ąge und folgten keinem davon. Wir Pauls hatten nie unser Turnzeug dabei oder das Richtige an.

Schon eine komische Familie, die Pauls!

__________________
Tina Fritz

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Franka
Foren-Redakteur
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Registriert: Feb 2006

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Hallo
und herzlich Willkommen auf der Lupe.

Ich will ehrlich sein, habe lange ├╝berlegt, ob ich deinen Text freischalte, wobei mir besonders der letzte Satz "quer" lag, h├Ątte ich doch hier so etwas wie:
" Ja, wir sind schon eine komische Familie, aber bestimmt trotzdem v├Âllig normal und liebenswert. Oder?"erwartet.

Na, mal sehen, was deine anderen Mitstreiter dazu sagen werden.

LG Franka
__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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eenemenetekel
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2009

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hallo tina!
und ebenfalls herzlich willkommen!

frankas kommentar hat es wohl schon angedeutet: es f├Ąllt - zumindest mir - schwer, die intention deiner "geschichte" nachzuvollziehen.
es wird eine familie beschrieben. gut. diese ist etwas "unaufger├Ąumt". gut. aber das sind nur bilder, die ohne zusammenhang pr├Ąsentiert werden. es gibt keine handlung, keine pointe.
vielleicht hattest du es ja genau darauf angelegt und wolltest lediglich einen kurzen eindruck vermitteln - dann aber w├Ąre es mir immernoch zu oberfl├Ąchlich skizziert.

ein wenig n├Ąher heran:

quote:
Zu uns konnte man keinen Schulfreund einladen, weil es immer unordentlich war. Es gab auch keinen sch├Ânen Wohnzimmerschrank mit Nippes darin.
ich wei├č nicht, ob das ein kriterium hinsichtlich des einladens oder nicht-einladens von schulfreunden ist.
quote:
(Aber daf├╝r) Stattdessen gab es immer Hunde, Meerschweinchen und Wellensittiche, die ihr Gesch├Ąft auf dem Wohnzimmerteppich (hinterlie├čen) verrichteten und denen st├Ąndig jemand am hinterher rennen war (das ist wohl dialektal? f├╝r mich klingt es sehr unsch├Ân.).
quote:
Bei uns gab es massenhaft Zeitungen und Zeitschriften auf Teppichen und Sideboards, Reste von Orangenschalen auf allen (erreichbaren) (bzw.: auf allen trotz des durcheinanders erreichbaren) Tischen, Verdi oder das Musical Hair aus den Lautsprechern oder Cole Porter so manches Mal.
quote:
Wir Pauls waren laut und lebendig und wollten nie gehen, Besuch war beliebt und begehrt und man lie├č ihn nie ziehen.
das bei├čt sich mit der aussage des ersten satzes, finde ich.
quote:
Bei uns Pauls wurden exzessive Partys gefeiert mit ganz vielen Diskussionen, Anekdoten und entsprechend viel Alkohol. Wir lieben das Lachen, wohlschmeckendes Essen und k├Ânnen wenig anfangen mit Schweigen und feinem Porzellan.
hier wechselt pl├Âtzlich die zeitform.
aber "k├Ânnen wenig anfangen mit Schweigen und feinem Porzellan" ist h├╝bsch gesagt!
quote:
Bei uns gibt es keine Frottierhandt├╝cher passend zum Waschlappen, nie die entsprechende Bettdecke zum Kissen und mindestens f├╝nf verschiedene Bestecksorten im Schrank.
zeitform.
quote:
Wir Pauls fuhren mit Vorliebe drei Stunden ins Wochenende im Mercedes, Porsche, VW nach Rothenburg, Heidelberg und Bad Mergentheim hin,
das kleine "hin" ist sooo weit weg von seinem verb und f├╝hlt sich verlassen.
quote:
und fuhren nach drei Stunden Schnitzel essen gern wieder streitend zur├╝ck.
klingt nicht gut.
quote:
Wir Pauls waren gut in der Schule und trotzdem faul, wir gaben gute Ratschl├Ąge und folgten keinem davon. Wir Pauls hatten nie unser Turnzeug dabei oder das Richtige an.
andersherum erschiene es mir logischer: wir pauls waren zwar faul, aber trotzdem gut in der schule.
quote:
Schon eine komische Familie, die Pauls!
hmm, falls du das ironisch meinst, ergibt sich das nicht wirklich aus dem vorangehenden...

ich denke, du musst deinen text noch einmal stark ├╝berarbeiten und ihn mit irgendetwas wie einer (meinetwegen nicht tiefsch├╝rfenden, aber verst├Ąndlichen) aussage versehen. falls ich eine solche hier nur nicht erkannt habe, bitte ich um aufkl├Ąrung!

lieb gr├╝├čend, C.

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DerKleinePrinz
Guest
Registriert: Not Yet

Guten Tag Tina Fritz,

auch von mir ein herzliches Willkommen auf der Lupe! Wenn du gestattest, werde ich deinen Text gleich mal unter selbige nehmen.

Ich kann Franka verstehen, ich glaube an einem schlechten Tag h├Ątte ich den Text nach dem ersten Absatz weggeklickt und mich ge├Ąrgert, meine Zeit damit verbracht zu haben. Aber ich hoffe solche Tage kommen nicht h├Ąufig vor im Leben.

Ich bin der Meinung, dein Text erzeugt beim Leser (also nicht nur bei mir) eine Art "ange├Âdete Stimmung". Keinerlei Spannung vermagst du aufzubauen, eigentlich besteht die Geschichte nur aus Beschreibungen, und selbst die sind mangelhaft ausgef├╝hrt.

quote:
Zu uns konnte man keinen Schulfreund einladen, weil es immer unordentlich war. Es gab auch keinen sch├Ânen Wohnzimmerschrank mit Nippes darin. Keiner von uns hatte ein fesches Jugendzimmer. Aber daf├╝r gab es immer Hunde, Meerschweinchen und Wellensittiche, die ihr Gesch├Ąft auf dem Wohnzimmerteppich hinterlie├čen und denen st├Ąndig jemand am hinterher rennen war.

Hier k├Ânnte ich mich als geneigter Leser nat├╝rlich fragen, warum man zu euch keinen Schulfreund einladen konnte. Das habe ich beim ersten Lesen auch getan, bedauerlicherweise wird mir diese Frage noch im selben Satz beantwortet! Wenn du Spannung erzeugen willst, dann solltest du das auf jeden Fall nicht tun!
Du k├Ânntest z.B. so beginnen:

Einsam war es bei uns im Haus. Wie oft sa├č ich allein in meinem Zimmer und betete, dass Ulrike, ...

Es ist wichtig, dass ich als Leser eine Beziehung zu vorhandenen Figuren im Text entwickeln kann.

Beim beginn deines Textes hatte ich aber nicht an deinen Text gedacht, sondern ich dachte ├╝ber dich nach, wie alt du bist und inwiefern man dirmit Kritik weiterhelfen kann. Ist das der Fall, w├╝rde ich den Text sofort in die h├Ąusliche Klinik verschieben.

Deinen Text brauche ich garnicht weiter in seine Einzelteile zerlegen, denn im Grunde ist er ├╝berall genau so wie der erste Absatz.

Das ist ein Text ohne Leben, welcher mit dem letzten Satz seine (traurige) Kr├Ânung bekommt.

Es w├Ąre in meinen Augen ratsam, wenn du dir viele andere Texte durchlesen w├╝rdest, am besten von bekannten und guten Autoren und von denen ein bisschen zu lernen. Gib deinen Texten Leben Tina!

Liebe Gr├╝├če
Der Kleine Prinz*

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Tina Fritz
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

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Liebe Kritiker,

danke f├╝r eure Zeit und die M├╝he, die ihr aufgebracht habt, um mir eine Reflexion f├╝r meinen Text zu liefern. Ich versuche, mich zu verbessern. Der Text entstand in einem Kurs f├╝r Autobiographisches Schreiben. Er ist sehr impulsiv geschrieben und unter Zeitnot. Ich habe auch andere Texte, die sehr n├╝chtern konzipiert wurden, aber ich bewarb mich mit diesem, weil ich damit schon viel Lob eingeheimst habe und weil er so kurz ist.

Gru├č,
Tina

__________________
Tina Fritz

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