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Leselupe.de > Humor und Satire
Familienfrieden
Eingestellt am 01. 04. 2008 15:04


Autor
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Betke
Hobbydichter
Registriert: Mar 2008

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Er knallte die T√ľr zu und eilte w√ľtend √ľber die durchn√§sste Stra√üe. Er musste sie finden. Jetzt sofort. Ein paar Blocks weiter hatte er sein Ziel erreicht: Den Supermarkt. Summend √∂ffnete sich die gl√§serne T√ľr, durch die sich der Mann zw√§ngte.
Mit quietschenden Schuhen schritt er durch die Regale. Er hasste es, wenn die Schuhe quietschten. Und erst recht hasste er es, wenn sie quietschten, wenn etwas auf dem Spiel stand. Und heute stand etwas auf dem Spiel: Der Familienfrieden.
Noch ein Regal weiter und da stand sie. Scheinheilig blitzte sie ihn an. Der Mann sp√ľrte, wie die Wut erneut in ihm hochschoss. Wegen ihr hatte er den ganzen Streit in der Familie gehabt. Seine Frau und seine Kinder, alle waren sie ihretwegen quengelig. Und sie stand einfach nur unschuldig da. Zornig griff er nach ihr, umschlang ihre glatte Haut. Sie wollte sich nicht mitnehmen lassen; hatte sich am Regal verklemmt. Das machte ihn noch w√ľtender. ‚ÄěJetzt reichts!‚Äú, fuhr er sie an. Endlich l√∂ste sie sich und lie√ü sich mitnehmen. Er hielt sie die ganze Zeit √ľber fest in seinen H√§nden. Nein, er w√ľrde sie nicht mehr freigeben. Er zog eine Grimasse. Die Leute schauten ihnen verwundert nach. Dem Mann und ihr in seinen H√§nden. Endlich war er an der Kasse angekommen. ‚ÄěDer n√§chste bitte‚Äú, t√∂nte es aus der Kassiererkabine. Nun war er doch gezwungen sie loszulassen. Er musste im Portemonnaie w√ľhlen. Lange w√ľhlen. Sehr lange w√ľhlen. Die Kunden hinter ihm warteten schon verzweifelt. Und schon wieder blo√ü alles wegen ihr. Wenn er hier alleine w√§re, h√§tte er sie auf der Stelle geschlagen. Bis zum Zerplatzen. Kein Erbarmen h√§tte er gezeigt. Endlich hatte er die geforderten 2.20 zusammengekramt. Eilig und immer noch w√ľtend fasste er wieder nach ihr. Nun trat er den R√ľckweg an. Das Wetter war noch schlechter geworden.
Endlich war er wieder zu Hause angekommen. In der K√ľche wartete seine Frau mitsamt den Kindern schon hungrig am Tisch. Hungrig und quengelig waren sie. Doch das w√ľrde nun ein Ende haben. Denn er hatte sie dabei. Er stellte sie auf den Tisch und holte den Dosen√∂ffner. ‚ÄěOch, nicht schon wieder Ravioli‚Äú, quengelten die Kinder. ‚ÄěDann halt nicht!‚Äú, st√∂hnte er und warf die Konservendose mitsamt Inhalt weg. Dann w√ľrde er halt noch einmal zum Supermarkt gehen, und Eintopf holen. Was tut man nicht alles, um den Familienfrieden zu wahren...

Version vom 01. 04. 2008 15:04
Version vom 06. 04. 2008 12:29
Version vom 01. 07. 2008 15:19

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Mira
???
Registriert: Apr 2008

Werke: 4
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Hat mir gefallen. Anfangs ahnt man ein Familiendrama und man stellt sich darauf ein, dass der Typ seine Geliebte gr√ľn und blau schlagen will. Ein paar S√§tze weiter d√§mmert es dann, dass es sich um eine Ware handeln muss und man ist gespannt,mit was der Mann aus dem Laden geht.

Der Mann ist anonym. Das finde ich nicht so gut. Wenn er einen Namen hätte, könnte ich mich besser in ihn und in seine Familie hineinversetzen.So sind er und seine Familie nur irgendwelche Fremden, weit weg; als Leser will man sich in die Figuren hineinversetzen, aber ich kenne nur seine quietschenden Turnschuhe.

Ein paar Dinge zum Text:
Er knallte die T√ľr zu und eilte w√ľtend √ľber die durchn√§sste Eine Stra√üe ist nicht durchn√§sst sondern nur nass Stra√üe. Er musste sie finden. Jetzt sofort. Ein paar Blocks weiter hatte er sein Ziel erreicht: Den Supermarkt. Summend √∂ffnete sich die gl√§serne T√ľr, durch die sich der Mann zw√§ngte Durch eine Supermarktt√ľr muss man sich in der Regel nicht zw√§ngen.
Mit quietschenden Schuhen schritt er durch die Regale. Er hasste es, wenn die Schuhe quietschten. Und erst recht hasste er es, wenn sie quietschten, wenn etwas auf dem Spiel stand. √úber den Satz bin ich gestolpert. Zu viele Wiederholungen. Vielleicht: Und erst recht hasste er es, wenn etwas auf dem Spiel stand. Und heute stand etwas auf dem Spiel: Der

Viele Gr√ľ√üe
Mira


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Markus Saxer
???
Registriert: Apr 2008

Werke: 22
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Hallo

Originelle Idee.
Das hier hat mich aber schon fr√ľh stutzig gemacht:
‚Zornig griff er nach ihr, umschlang ihre kalte Oberfläche.’
Ein Frauenk√∂rper f√ľhlt sich warm an und nicht kalt. Wenn Du das Adjektiv kalt vielleicht durch (z.B.) glatt ersetzen w√ľrdest, kriecht Dir der Leser gewiss l√§nger auf den Leim.

LG, Markus

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