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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Farida
Eingestellt am 16. 11. 2002 11:10


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catsoul
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Registriert: Aug 2001

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hallo
hm, ich weiß mal wieder nicht ob ich hier richtige bin, aber ich denke ich werde es schon erfahren *gg*

ist mein erster versuch in diese richtung, also seit nachsichtig ne, im ernst.. feedback ist ausdr√ľcklich erw√ľnscht!!


Farida

cat/14.11.02

Farida sieht sich nochmal um und verabschiedet sich von allen. Winkt und lacht, die letzte Sp√§tschicht f√ľr diese Woche ist zu Ende. 23.00 Uhr. Jetzt nur noch die etwas mehr als 30 km nach Hause fahren und dann ins Bett kuscheln.. 2 Tage frei, nach den 7 Tage Arbeit hat sie sich die redlich verdient. Es ist d√ľster drau√üen und regnet leicht als sie in ihr Auto steigt. Hier in der Stadt sind alle Stra√üen hell beleuchtet, aber als sie am Stadtrand ist wird es noch dunkler. Auf dem ersten Kilometer begegnet ihr ein LKW. Dann ist sie allein. Weder vor noch hinter ihr irgendwo ein Licht zu sehen.
Noch bevor sie zum ersten Dorf kommt streunt ein Fuchs vor ihr √ľber die Stra√üe. Sie bremst scharf. Zum Gl√ľck nichts passiert, h√∂rbar atmet sie aus.

Die Stra√üe ist dunkel, der nasse Asphalt schluckt fast das ganze Licht ihrer Scheinwerfer. In den D√∂rfern, die sie passiert, brennt nur vereinzelt Stra√üenbeleuchtung und die Schranke am Bahn√ľbergang, die sonst immer geschlossen ist; Farida glaubt die h√§tte sich gegen sie verschworen, weil sie IMMER zu ist wenn sie dort langf√§hrt; ist heute offen. Verstohlen schaut sie auf die Uhr im Armaturenbrett vor sich: 23.27.. komisch um diese Zeit f√§hrt sonst hier immer der Zug durch. Sie verl√§sst das Dorf und erstarrt. Dort, rechts, wo sonst immer Rehe ihr Nachtmahl halten sitzt heute ein Fuchs. Er sieht sie an und es sieht so aus als w√ľrde er grinsen. Bl√∂de Ziege! schimpft sie vor sich hin und erschrickt im gleichen Moment, ein Schatten im Augenwinkel. So schnell wie er da war, ist er wieder verschwunden. Der Schreck sitzt tief, sie zittert leicht und ist wieder hellwach.
Links in einem Wäldchen sitzt ein Fuchs auf seinen Hinterbeinen und schaut sie an, fast wie eine Katze sitzt er da, den buschigen Schwanz um die Pfoten geschlungen.
Langsam wird ihr unheimlich zu Mute.
Ein pl√∂tzliches Ger√§usch l√§sst sie zusammen zucken. Sie hat Winterreifen auf ihrem Auto und jeder wei√ü, das diese besonders laut poltern, wenn man durch Pf√ľtzen f√§hrt. Das Wasser spritzt mir voller Wucht an den Unterboden des Fahrzeuges.
Ein erneuter Adrenaliensto√ü durchf√§hrt sie. Farida zittert leicht, stellt die Heizung h√∂her. Auf dem kurzen Weg durch den Wald sieht sie √ľberall Rehe, Wildschweine und F√ľchse. Es ist als h√§tten sich alle verabredet in dieser d√ľsteren Nacht. Mittlerweile f√§hrt sie nur noch Schrittgeschwindigkeit. Blo√ü kein Wildunfall! Das fehlte noch.. erst die Polizei und dann irgendwo den F√∂rster anrufen, nein danke! Sowas gabs in der letzten Sp√§tschichtwoche.. der arme Fuchs wurde vollkommen zerfetzt von ihrem Auto, es fr√∂stelt sie immer noch wenn sie nur daran denkt.

Farida atmet auf als sie endlich am n√§chsten Dorf ankommt, nur noch 10 km, dann ist sie zu Hause. Noch immer wundert sie sich das sie scheinbar das einzige Auto heute Nacht ist. Nach diesem Dorf kommen keine Waldfl√§chen mehr, nur freies Feld. Aber auch dort sieht sie F√ľchse und Rehe in gro√üer Zahl.
Auf einmal bewegt sich rechts etwas, etwas gro√ües Wei√ües, erhebt sich.. kommt auf sie zu.. sie bremst scharf und steht. Ein St√ľck Zeitung f√§llt vor der Motorhaube zu Boden. Farida steht der Schwei√ü auf der Stirn. Komm S√ľ√üe, nur noch 5 km, dann hast du es geschafft, redet sie sich selbst Mut zu. Sie gibt wieder Gas und f√§hrt weiter, ins n√§chste Dorf, das letzte vor ihrem, dort ist es heller als in den anderen D√∂rfern, warscheinlich weil jede Dorflampe brennt. Ihr Atem und ihr Herzschlag normalisieren sich. Als sie es verl√§sst sieht sie schon die ersten Lichter aus ihrem Dorf. Freudig gibt sie etwas mehr Gas und da passiert es...sie sieht einen Schatten auf dem Beifahrersitz, ein Fuchs in Menschengestalt...

Stunden sp√§ter, als die Polizei die Unfallstelle ber√§umt hat erz√§hlen Nachbarn: Farida hatte wei√ües Haar und war ins Lenkrad verkrallt, man musste es abmontieren um sie aus dem Auto in den Leichenwagen zu heben und √ľberall im Auto waren Fuchshaare zu finden...



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Zefira
???
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Uh, wie gräßlich! Das ist ein Meisterwerk, catsoul, Spitze!!!

Dieser Satz verdient Nachbearbeitung (Wollknäuel )

>In den D√∂rfern, die sie passiert, brennt nur vereinzelt Stra√üenbeleuchtung und die Schranke am Bahn√ľbergang, die sonst immer geschlossen ist; Farida glaubt die h√§tte sich gegen sie verschworen, weil sie IMMER zu ist wenn sie dort langf√§hrt; ist heute offen.<

>ein Schatten im Augenwinkel<
w√ľrde ich ersetzen durch "ein Schatten am Rand ihres Blickfelds" oder so √§hnlich.

>Noch immer wundert sie sich das sie scheinbar das einzige Auto heute Nacht ist.<
"... daß sie als eizige im Auto unterwegs ist" oder so... Farida ist doch kein Auto!

√úberhaupt nicht klar ist mir die Bedeutung der Zeitung, wie kommt die ins Spiel? Von einem Tier geworfen...?

Aber sonst - toller Effekt. *gänsehautkrieg*
Heute abend bleibt das Auto in der Garage,
Zefira

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catsoul
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Hallo Zefira

[Das ist ein Meisterwerk, catsoul, Spitze!!!]

danke!!

In den D√∂rfern, die sie passiert, brennt nur vereinzelt Stra√üenbeleuchtung und die Schranke am Bahn√ľbergang, die sonst immer geschlossen ist, ist heute offen. Farida glaubt die h√§tte sich gegen sie verschworen, weil sie IMMER zu ist wenn sie dort langf√§hrt.

besser so?

den schatten im augenwinkel möchte ich gern lassen.. er gefällt mir so

[>Noch immer wundert sie sich das sie scheinbar das einzige Auto heute Nacht ist.<
"... daß sie als eizige im Auto unterwegs ist" oder so... Farida ist doch kein Auto!]

Du hast Recht *g* es ist wohl etwas sehr umgangssprachlich. Ich werde es ändern

[√úberhaupt nicht klar ist mir die Bedeutung der Zeitung, wie kommt die ins Spiel? Von einem Tier geworfen...?]

sie hat eigentlich keine Bedeutung, sie hat mich nur erschreckt und unter anderem zu dieser Geschichte inspiriert, deshalb musste ich sie erwähnen..

einige dieser Dinge sind am Montagabend als ich aus der Sp√§tschicht kam wirklich so passiert nat√ľrlich weder der Wildunfall noch sonst ein Unfall

vielen Dank f√ľr Dein liebes Feedback *leiseschnurr*




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