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Leselupe.de > Gereimtes
Fehlschlag
Eingestellt am 28. 07. 2005 09:35


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Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

Werke: 38
Kommentare: 182
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Heribert, der Hilfsschullehrer,
wohnhaft Gleisbergstra├če zehn,
war ein gl├╝hender Verehrer
der bezaubernden Marleen.
Sanft geschwung'ner R├╝cken,
langes, rotes Haar
lassen ihn entz├╝cken,
ach, wie sch├Ân sie war.

Will ihr nah sein,
alle Tage
ohne Klage
sie verw├Âhnen,
jederzeit nur f├╝r sie da sein,
einzig ihrer Liebe fr├Ânen.

Leider ist er viel zu sch├╝chtern,
wagt nicht mal, sie anzublicken.
"Heribert", sagt er sich n├╝chtern,
"wag' es, einmal mu├č es gl├╝cken."
Sieht sie nur von Ferne,
edel, stolz und rein,
w├╝rde doch so gerne
ihr Begleiter sein.

Will ihr schmeicheln,
sie umfangen,
ihre Wangen
sanft ber├╝hren,
ihre schlanken Fesseln streicheln
und am Ende sie verf├╝hren.

Liebesworte in ihm t├Ânen:
"F├╝hlst du denn nicht mein Verlangen?"
Und die Sehnsucht nach der Sch├Ânen
qu├Ąlt ihn wie mit Folterzangen.
Oh, wie sehr bet├Ârt ihn
ihr geschmeid'ger Gang,
sein Gef├╝hl verst├Ârt ihn,
macht ihn hei├č und krank.

Will sie treiben,
will sie reiten,
auf sie gleiten,
wild und wilder.
Doch statt dessen ihm nur bleiben
qu├Ąlend sch├Âne Traumesbilder.

Und sein b├Âser Widersacher,
Bauer Kuno hei├čt der Mann,
dieser Eifersuchts-Entfacher
schreit ihn schon von weitem an:
"La├č in Ruh' die Kleine,
sie geh├Ârt nur mir!"
Doch beim Mondenscheine
schleicht Heribert zu ihr.

Wie im Traume
ohne Eile.
mit dem Beile
sitzt inzwischen
Bauer Kuno hinter'm Baume
um dem Kerl eins auszuwischen.

Ausgeholt und - voll daneben,
Kuno steht vor Schrecken starr.
Rot und saftig tropft das Leben
aus Marleenes langem Haar.
"Oh, du Sch├Âne, bleibe,
nein, verlass mich nicht!"
Aus Marleenes Leibe
flieht das Lebenslicht.

Ach, die Gute,
welch' Bedauern.
Laut den Bauern
h├Ârt man klagen:
"Meine allerbeste Stute
hab ich Trottel mir erschlagen!"



Leider habe ich f├╝r mein Gedicht noch keinen passenden Titel gefunden. Vielleicht kann mir jemand von euch auf die Spr├╝nge helfen?
Danke schon mal
Frieda

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Magic
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2005

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Hallo Frieda,

eine gelungene Satire hast du da aufs Papier gebracht.
Man befindet sich ziemlich lange auf der falschen Koppel.
Der Reim ist auch ok.
Einen Titel zu finden ist wirklich nicht leicht.
Wie w├Ąre es mit "Marleen"? Was Besseres f├Ąllt mir auch nicht ein.

Lieben Gru├č zur Nacht
Karin
__________________
Herr Ernst sagte einmal zu mir: "ich habe erst dann ein Gesicht, wenn Frau Humoria mir ihr weises L├Ącheln schenkt". (Magic)

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Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

Werke: 38
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Hallo Karin,

danke f├╝r deine R├╝ckmeldung. Tja, es ist wirklich nicht leicht. So in der Art wie du hatte ich auch schon gedacht, vielleicht "die sch├Âne Marleen" oder so. Klingt aber ziemlich langweilig oder? Aber ich bin da ganz zuversichtlich, da├č von irgendwoher noch ein Titel angeflogen kommt.

Liebe Gr├╝├če
von Frieda

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aboreas
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 16
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Hallo Frieda,

auch mir gef├Ąllt dein Gedicht.
Witzig, besonders auch gut durchgearbeitet.

Spontan f├Ąllt mir im siebten Vers etwas auf, worauf ich dich hinweisen m├Âchte.

Dein Vers lautet:

Und sein b├Âser Widersacher,
Bauer Kuno hei├čt der Mann,
dieser Eifersuchts-Entfacher
schreit ihn schon von weitem an:
"La├č in Ruh' die Kleine,
sie geh├Ârt nur mir!"
Doch beim Mondenscheine
schleicht er sich zu ihr.

Vielleicht irre ich mich, aber eigentlich ist es doch der Heribert, der die Eifersucht des Bauern entfacht..? Es hei├čt bei dir: Bauer Kuno (...), dieser Eifersuchts-Entfacher.
Aber der Bauer ist doch eifers├╝chtig und schreitet zur b├Âsen Tat.

Dann hei├čt es: Doch beim Mondenscheine... Warum "doch"?? Doch ist doch ein entgegensetzendes Bindewort. Wenn er sagt: sie geh├Ârt nur mir, dann w├Ąre es nur folgerichtig, zu sagen: und beim Mondenscheine, oder: ja, beim Mondenscheine... letzteres w├╝rde ich bevorzugen, weil der Vers schon mit "Und" beginnt.

So gesehen w├╝rde der Vers bei mir so hei├čen:

Und sein b├Âser Widersacher,
Bauer Kuno hei├čt der Mann,
br├╝llt den Eifersuchts-Entfacher
schon aus weiter Ferne an:
"La├č in Ruh' die Kleine,
sie geh├Ârt nur mir!"
Ja, beim Mondenscheine
schleicht er sich zu ihr.

In der Hoffnung, dich nicht
ver├Ąrgert zu haben, gr├╝├čt dich herzlich:
abo

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Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

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Hallo aboreas,

danke f├╝r deinen Hinweis, du hast Recht, das ist tats├Ąchlich eine Schwachstelle in dem Gedicht. Ich meinte eigentlich, dass Heribert sich endlich traut und sich nachts zu seiner Angebeteten schleicht. So wie ich es geschrieben habe, liegt der Schluss nahe, dass Bauer Kuno gemeint ist. Ich habe gehofft, dass diese kleine Unsauberkeit vielleicht nicht so auff├Ąllt, mir fiel einfach nicht ein, wie man es besser machen kann. Naja, ich sehe schon, da muss ich noch dran feilen.

Liebe Gr├╝├če
von Frieda

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Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

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Hab's nochmal ├╝berarbeitet, hier die endg├╝ltige Fassung:

Fehlschlag

Heribert, der Hilfsschullehrer,
wohnhaft Gleisbergstra├če zehn,
war ein gl├╝hender Verehrer
der bezaubernden Marleen.
Sanft geschwung'ner R├╝cken,
langes, rotes Haar
lassen ihn entz├╝cken,
ach, wie sch├Ân sie war.

Will ihr nah sein,
alle Tage
ohne Klage
sie verw├Âhnen,
jederzeit nur f├╝r sie da sein,
einzig ihrer Liebe fr├Ânen.

Leider ist er viel zu sch├╝chtern,
wagt nicht mal, sie anzublicken.
"Heribert", sagt er sich n├╝chtern,
"wag' es, einmal mu├č es gl├╝cken."
Sieht sie nur von Ferne,
edel, stolz und rein,
w├╝rde doch so gerne
ihr Begleiter sein.

Will ihr schmeicheln,
sie umfangen,
ihre Wangen
sanft ber├╝hren,
ihre schlanken Fesseln streicheln
und am Ende sie verf├╝hren.

Liebesworte in ihm t├Ânen:
"F├╝hlst du denn nicht mein Verlangen?"
Und die Sehnsucht nach der Sch├Ânen
qu├Ąlt ihn wie mit Folterzangen.
Oh, wie sehr bet├Ârt ihn
ihr geschmeid'ger Gang,
sein Gef├╝hl verst├Ârt ihn,
macht ihn hei├č und krank.

Will sie treiben,
will sie reiten,
auf sie gleiten,
wild und wilder.
Doch statt dessen ihm nur bleiben
qu├Ąlend sch├Âne Traumesbilder.

Und sein b├Âser Widersacher,
Bauer Kuno hei├čt der Mann,
dieser Eifersuchts-Entfacher
schreit ihn schon von weitem an:
"La├č in Ruh' die Kleine,
sie geh├Ârt nur mir!"
Doch beim Mondenscheine
schleicht Heribert zu ihr.

Wie im Traume
ohne Eile.
mit dem Beile
sitzt inzwischen
Bauer Kuno hinter'm Baume
um dem Kerl eins auszuwischen.

Ausgeholt und - voll daneben,
Kuno steht vor Schrecken starr.
Rot und saftig tropft das Leben
aus Marleenes langem Haar.
"Oh, du Sch├Âne, bleibe,
nein, verlass mich nicht!"
Aus Marleenes Leibe
flieht das Lebenslicht.

Ach, die Gute,
welch' Bedauern.
Laut den Bauern
h├Ârt man klagen:
"Meine allerbeste Stute
hab ich Trottel mir erschlagen!"

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