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Leselupe.de > Humor und Satire
Ferdinand besitzt zwar keine Locken,
Eingestellt am 06. 11. 2001 16:41


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Bernd
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Ferdinand besitzt zwar keine Locken,

dahingegen aber neue Socken,

und er trägt die neuen Socken stolz,

Wolle sind sie, nicht aus hartem Holz.

Wären seine Socken Holz statt Wolle,

früge er sich, was er damit solle,

solle er sich auf die Socken hocken

oder seine Bücher darauf bocken?

Solle er damit die Stube heizen

oder sie mit Holzlasur blau beizen?

Holz, so sagt man, sei nur schwer zu stricken,

Ferdinand erfährt's und kann nur nicken,

und er sagt: Das Volk ist wahrhaft weise,

und er humpelt auf den Socken leise.

__________________
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Antwort von Klaus Reißig (mit e-mail)

Ferdinandens schwarze wollne Socken
schmückt ein Ornament von Käseglocken
Sie verhindern nicht die Flucht von Düften.
Ferdinand muß waschen und belüften.
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Ferdinand lebt zwischen vielen Toenen,
Pfeifen, Haemmern, Donnern, und Vibrieren,
Krachen, Schnaufen, Droehnen, Tirilieren,
und er kann sich nicht daran gewoehnen.

Ferdinand entwirft ein Mikrophon,
zwirbelt Draehte, loetet Transistoren,
stuelpt den Hoerer ueber beide Ohren
und vernichtet selbst den kleinsten Ton.

Und er schwimmt im feinen rosa Rauschen
tiefer Stille reiner Entropie,
Klanggefuege, unerhoert wie nie,
Ferdinand kann lange Zeit nur lauschen.

Ferdinand erhofft sich hohe Quoten
und verteilt die Blaetter mit den Noten.
__________________
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Ferdinand klopft Eisen in der Schmiede
und er denkt: Wenn ich den Hammer schwinge
schaerfe ich mit feiner Kraft die Klinge,
schrecke sie in Wasser, dass es siede,

zischend rote Glut in Haerte wandle,
und die Oehre um den Holzschaft presse,
wenn ich so, wie ich es plane, handle.
Es wird Zeit, dass ich ein wenig esse ...

... sehe zu, dass ich mein Ziel erreiche,
saege einen Hackklotz aus der Eiche,
den vom Wald ich in den Garten fahre,

und ich nehme aus der Suppe Haare,
die ich zwischen beiden Fingern halte
und gemaechlich mit dem Beile spalte.
__________________
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Bernd
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Ferdinand fühlt sich, sofern er handelt,
in ein höheres Geschöpf verwandelt,
so entstehe bald aus seinem Geist
etwas neues, jedenfalls zumeist.
Manchmal aber packt ihn Mißgeschick,
alles, was er anfasst, wird Replik,
Wiederholung lange schon Getanes,
und er sagt, was es auch wär, er ahn' es.
Ferdinand holt Lehm aus einer Grube
und er liest im Buch in seiner Stube,
was er machen müsse, wie es ginge,
und er hofft, dass es ihm auch gelinge.
Und er knetet eine ganze Weile
und haucht Leben in die Menschenteile.
__________________
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