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Leselupe.de > Gereimtes
Ferdinand schlurft langsam durch den Wald (ein Ringgedicht)
Eingestellt am 25. 02. 2002 18:06


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Bernd
Foren-Redakteur
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Ferdinand schlurft langsam durch den Wald,
und er findet, was verloren ging,
es ist finster, und - wie immer - kalt,
auf dem Weg, da glitzert matt ein Ring.
Und der Ring ist wie für ihn gedacht,
Ferdinand empfindet starken Drang,
und er fühlt des Ringes dunkle Macht,
und er spürt: ein Ring von erstem Rang.
Sanftes Leuchten in der Dunkelheit,
sanftes Strahlen, eine sanfte Macht,
Ferdinand ist für den Ring bereit,
und er steckt ihn an den Finger sacht.
Und der dunkle Wald schließt sich zum Kreis:
Ferdinand weiß plötzlich, dass er weiß.


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Bernd
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Ferdinand schlurft langsam durch den Wald,
langsam hebt er Bein um Bein und schleicht
durch die Dunkelheit, bis er sein Ziel erreicht,
hofft, sein Ziel erreiche er schon bald.
Leider weiß er nicht, wo es denn liege,
und er liest, so er sie sieht, die Spuren
aller Tiere, aller Windnaturen,
und er denkt: Wenn ich nach links jetzt böge,
und dann wieder links und einfach weiterginge,
wüßte ich genau, wohin ich zöge,
doch am Ende wartet eine Schlinge,
und ich liefe sacht in eine Falle,
doch was soll's - die können mich doch alle ...
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fangor
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Ferdinand zog links von dannen,
Rechts daneben
Schliefen tief die Tannen,
Hörten nicht, was der kleine Knilch
Da machte!
Krachte in ein hohles Loch,
Und lachte:
Wär ich nicht so weit gezogen,
sondern fluchs heimwärts gebogen,
Läg´ nicht in dem finstren Loch,
Ohne Leid wegen gebrochner Knoch,
Doch zu spät ists nun für Ferdinanden,
Fast wärs aus, da entsinnt er
Sich dem, was er gefanden:
Das Ringlein klein, ganz leuchtend
Steckts am Finger,
Er dreht es rum, da plötzlich
Fieln herab so Dinger,
Bunte Fäden, Viel gefallen
Plötzlich ging er,
Auf ner Strasse fern von allen!
Weiss nicht, wer er sei noch war,
Wusste nur: Wie wunderbar!

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Omar Chajjam
???
Registriert: Feb 2001

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Mit Erlaubnis von Bernd hab ich mal die Ferdinand Gedichte in ein Unerforum von mir gepackt. Es sind immerhin 37 Gedichte. Wenn ihr noch welche kennt, wäre ich erfreut, ihr stellt sie dazu.

Hier klicken

Grüße, besonders an Bernd
von
Omar

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Bernd
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Ferdinand, von einer Maus bedrängt,
sitzt im Labyrinth in einer Ecke,
und er schaut nach oben an die Decke,
die ist mit der Sternenwelt behängt.
Ferdinand besorgt sich eine Leiter,
und er schiebt die Stangen weit nach oben,
eigentlich hat er zu weit geschoben,
und er klettert aufwärts immer weiter.
Und er nähert sich dem ersten Sterne,
doch die Leiter fängt schon an zu kippeln,
und man sieht sie auf dem Boden tippeln,
und die Sterne wackeln in der Ferne.
Ferdinand betrachtet voller Jammer
jetzt die Wände in der Nachbarkammer.
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Bernd
Foren-Redakteur
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Ferdinand sieht Hügel auf der Wiese,
und er fragt, wer die wohl hinterließe,
und er denkt, dass was Besondres werde
aus der Erde.

Ferdinand denkt: all die Hügel schuf
wohl ein Maulwurf, das ist sein Beruf,
und er lockert, dass sie fruchtbar werde,
Muttererde.

Ferdinand denkt: Hätt ich so ein Tier
mit viel größrer Arbeitswut jetzt hier,
oder viele, grübe sich die Herde
durch die Erde.

Ein Gebirge würde bald entstehen,
kilometerhoch, man wird schon sehen,
und die Erde eiert durch den Raum
wie im Traum.

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