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Leselupe.de > Gereimtes
Ferdinand und Zenon laufen um die Wette
Eingestellt am 06. 12. 2002 15:02


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Bernd
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Ferdinand und Zenon laufen um die Wette

Ferdinand liebt, wie auch Zenon, Sport,
und sie treiben ihn an manchem Ort,

Zenon fordert ihn zum Wettlauf auf,
und er setzt ein ganzes Fass darauf,

dass er, wenn er rennt, dabei gewinnt,
und sie starten schneller als der Wind.

Ferdinand lÀuft Zenon hinterher,
und das Publikum erfreut es sehr.

WĂ€hrend Zenon stets mit jedem Schritt
unauffĂ€llig immer kĂŒrzer tritt,

setzt sich Ferdinand auf einen Stein
murmelt etwas, und dann schlÀft er ein.

Zenon nÀhert sich schon bald dem Ziel,
und erreicht es fast, es fehlt nicht viel.

Und er nÀhert sich mit aller Kraft,
und er hÀtte es vielleicht geschafft,

da ...! Ein Schrei, denn Ferdinand wacht auf,
und er lÀuft gemÀchlich seinen Lauf,

und er trinkt gemĂŒtlich ein Glas Tee,
und er sieht durchs Loch im Strumpf den Zeh.

Und er zieht auch noch am linken Schuh
erst den SchnĂŒrsenkel noch krĂ€ftig zu.

Zenon ist bereits dem Ziel ganz nah,
da ruft Ferdinand: "Ich bin schon da!"



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Bruno Bansen
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Wettlauf

...da kuckt an jeder Ecke aber der sympathische und listige Igel sowie der ebensolche (aber eben von jenem sich dadurch unterscheidend, dass er eben nicht ganz so listig und so weiter ist) Hase hervor.

Gut gelungen, die NacherzĂ€hlung, mit neuen, aus der Menschenwelt stammenden VersatzstĂŒcken angereicherten Szenerie. Allerdings, an einigen Stellen macht mir der Rhytmus Schwierigkeiten.

GrĂŒĂŸe nach Dresden & schönes Wochenende!

Bruno

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Bernd
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Lieber Bruno, danke fĂŒr das Lob.

Immerhin hatte es Ferdinand bei dem Wettlauf leicht, da Zenon bekanntlich niemals das Ziel erreichen kann, denn erstens, sofern er fliegt, wie ein Pfeil, bewegt er sich doch nicht, und zweitens, um das Ziel zu erreichen, muss er zunĂ€chst die HĂ€lfte der Strecke zurĂŒcklegen, davon wieder die HĂ€lfte und so weiter, somit nĂ€hert er sich dem Ziel zwar, aber es fehlt immer noch ein hauchdĂŒnner Abstand.

Ferdinand dagegen hat genĂŒgend Zeit, denn ihn kĂŒmmert das nicht. Insofern hat er das Problem noch einfacher gelöst, als der Igel.

Ich habe das Gedicht noch mal laut gelesen und finde keine Rhythmusstörung.

Wo tritt sie denn auf?

Viele GrĂŒĂŸe von Bernd
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Bruno Bansen
Guest
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Zenon von Elea

... Na, so weit wollte ich nicht in die Antike zurĂŒck gehen, dass ich bei Achilleos und seinem Wettlauf mit der Schildkröte gelandet wĂ€re, mir schien fĂŒr den Normaalleser das Hase/Igel-MĂ€rchen passend, welches ja auch, vereinfachend - die Thematik aufgreift ohne nun auch nur ansatzmĂ€ĂŸig philosophisch sein zu wollen. Obwohl ... die MĂ€rchen enthalten eine ziemliche Portion Philosphie, oder besser: Gebrauchs-Philosophie! (Wg. Rhytmus mlde ich mich nochmal)

Lieben Gruß!

Bruno



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Bernd
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Lieber Bruno,

fĂŒr mich war es genau der Kontrast zwischen den beiden WettlĂ€ufen, der mich bewog, das Gedicht zu schreiben.
Wobei Ferdinand schlauer war, als Achilles.
Wenn nicht Antike, dann auch nicht Zenon.
Wenn Zenon nicht bekannt ist (er gehörte bei uns zum Schulstoff), dann wirkt meine Fassung nur im Vergleich zum Hasen- und Igelwettlauf.
Ich denke aber, Zenon ist bekannt - und er hat heute wieder eine Art Rehabilitation durch die Quantenphysik erfahren.

Viele GrĂŒĂŸe von Bernd.

PS: Sein viertes Paradoxon ĂŒber Strecken ist am schwierigsten im Gedicht zu erfassen, ich werde es aber versuchen.





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flammarion
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meeensch,

was man von dir alles lernt! ich dachte, zenon sei ein chemisches element wie radon, crypton und argon. von argon stammen doch die argonauten her, oder? ob so oder so - klasse gedicht. ganz lieb grĂŒĂŸt
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Old Icke

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