Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
392 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Fernweh
Eingestellt am 30. 03. 2009 18:26


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Herbstblatt
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2009

Werke: 6
Kommentare: 144
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herbstblatt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

fernweh


fern von dir
zerf├Ąllt mein ich
in tausend kleine st├╝cke
liest du sie auf
holst mich zur├╝ck
setzt mich zusammen
st├╝ck f├╝r st├╝ck
find ich den weg zur mitte

fern von dir
ist jeder tag
nichts als ein haufen stunden
ich laufe hin und her
und trag
im herz die dinge
die ich mag
und f├╝hle nichts als wunden

fern von dir
dreht sich die welt
so wie zu allen zeiten
mein glas halb leer
mein herz so voll
mein kopf nie dort
wo er sein soll
ein buch voll leerer seiten

fern von dir
zerf├Ąllt mein ich
in tausend kleine st├╝cke
ach lies sie auf
bring mich zur├╝ck
setz mich zusammen
st├╝ck f├╝r st├╝ck
dann bleibt kein raum f├╝r dritte

__________________
Lesen gef├Ąhrdet die Dummheit.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1536
Kommentare: 9780
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Herbstblatt,

das ist Dein erster Eintrag hier, daher mein herzliches Willkommen bei den Lyrikern.

Dein Gedicht habe ich mehrfach gelesen und bin irgendwie nicht recht mit ihm warm geworden. Mag es die Wiederholung von S1 in S4 sein? Ihre Notwendigkeit ist f├╝r mich nicht schl├╝ssig. Wenn sie aber nicht schl├╝ssig ist, hat der Text noch M├Âglichkeiten zur Verdichtung.

Die Strophen 2 und 3 beschreiben Bilder, die mir doch sehr viel gebraucht erscheinen. Es will nicht so recht der Eindruck aufkommen, ja, der Text hat was, er rei├čt mich mit, er motiviert mich, mehr davon lesen zu wollen.

Auch der Satz selbst ist irgendwie bem├╝ht. Warum schreibst Du das Gedicht nicht in gleichm├Ą├čigen Versen? Weil dann der eine Binnenreim je Strophe verloren geht? Traue der Lesern zu, da├č sie das beim Lesen bemerken.

Das ist nur mein Eindruck und keinesfalls der aller. Aber vielleicht hilft Dir dieser Eindruck weiter.

Bester Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Herbstblatt
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2009

Werke: 6
Kommentare: 144
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herbstblatt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Walther,

danke f├╝r deine Kritik!

Das Problem mit diesem St├╝ck ist, dass es eigentlich viel zu pers├Ânlich ist, weshalb ich mich schon gefragt habe, ob es richtig war, es hier einzustellen.
Wenn man nur diffus sagen kann, was einen umtreibt, ist das immer schlecht.
Zudem hab ich noch keine Erfahrung mit Lyrik, ich taste mich sozusagen heran.

Zu der "eingeschobenen" Zeile: die wiederum war mir wichtig, weil ich zu glatte Gedichte auch wieder nicht mag, ich meine, es geht im aalglatten Fluss zu viel verloren.
Ja, vielleicht traue ich euch nicht genug zu. Ich lass mich gern eines Besseren belehren. )

Es war ein Versuch. Um so froher bin ich, wenn ich Feedback bekomme. Danke!

LG Herbstblatt

__________________
Lesen gef├Ąhrdet die Dummheit.

Bearbeiten/Löschen    


fides-et-ratio
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Dec 2008

Werke: 14
Kommentare: 59
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um fides-et-ratio eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo, liebes Herbstblatt,

dieses Gedicht ist einfach WUNDERSCH├ľN (so naiv diese Bewertung auch klingen mag, sie ist von Herzen ehrlich)! Die metrischen Unebenheiten bringen meiner Meinung nach eine zauberhafte Dynamik in den Text (der auf mich alles andere als bem├╝ht wirkt). Und indem Du am Ende das Thema der ersten Strophe wiederaufgreifst, rundest Du das Gedicht ├Ąu├čerst liebevoll ab.

Einen obligatorischen Korrekturvorschlag habe ich dennoch (sonst w├Ąr's ja keine konstruktive Kritik ):
fern von dir
ist jeder tag
nichts als ein haufen stunden
ich laufe hin und her
und trag
im herzen dinge
die ich mag
und f├╝hle nichts als wunden

VLG
fides-et-ratio

Bearbeiten/Löschen    


Herbstblatt
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2009

Werke: 6
Kommentare: 144
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herbstblatt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber fides-et-ratio,

danke f├╝r deine Worte. Es freut mich, dass es dir gef├Ąllt.
Zu deiner konstruktiven Kritik: es geht mir schon um bestimmte Dinge, auch wenn das den Text vielleicht holpriger macht. Es sind >die< Dinge, die das Herz vermisst, besch├Ąftigt, umsorgt..., deshalb auch diese Formulierung.

Es ist halt immer so eine zweischneidige Sache: einerseits sehr pers├Ânlich, andererseits m├Âchte man schon, dass die Leute, die es lesen, selbst etwas mitnehmen, sich anger├╝hrt f├╝hlen.

Nun habe ich hier die Situation, dass einer sich garnicht angesprochen f├╝hlt, der andere sehr wohl.

Ich nehme mir eure Worte zu Herzen, und lass das Gedicht erstmal wie es ist.

├ťbrigens, die letzte Strophe war auch zur Abrundung gedacht, sie ist auch erst Tage sp├Ąter entstanden.

LG Herbstblatt

__________________
Lesen gef├Ąhrdet die Dummheit.

Bearbeiten/Löschen    


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Um aus dem Text ein annehmbares Gedicht zu machen, solltest du es m. E. drastisch k├╝rzen:

quote:
fern von dir
zerf├Ąllt mein ich
in tausend kleine st├╝cke
ist jeder tag
nichts als ein haufen stunden
fern von dir
dreht sich die welt
so wie zu allen zeiten
mein kopf
ein buch voll leerer seiten

ach lies sie auf
bring mich zur├╝ck
setz mich zusammen
st├╝ck f├╝r st├╝ck

In etwa so.

Liebe Gr├╝├če
Heidrun



Bearbeiten/Löschen    


10 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Gereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!