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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Feuer fehlt
Eingestellt am 11. 06. 2002 12:48


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mischka
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Blut verdunkelt seltsam - oh! -, Blut siegt gegen K├Ąfer,
Fr├╝hling rei├čt feucht Frau,
Morgengrauen stinkt dicht neben Blut.
Wolf tropft langweilt sich Gift.

(zu experimentell?)


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mischka@lebenslande.de
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Bernd
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Mischka, zun├Ąchst willkommen in der Leselupe.

Es sind nur wenige Zeilen und ist doch ein d├╝steres Gedicht. Aber es ist nicht nur d├╝ster, wie es auf den ersten Blick klingt.
Auf den ersten Blick st├Â├čt es ab. Es sind W├Ârter, es sind bilder, die sich ausschlie├čen und doch scheinbar anziehen, die Satzstruktur ist zerrissen, die Aussage mehrdeutig. Das ist bemerkenswert. Der Wolf, der Bluttaten begangen hat, findet nichts mehr, kein Opfer (Futter?) mehr da, Gift. Wird er vergiftet? Vergiftet er sich selbst? Ersehnt er sich Gift? Das alles ist unklar.
Der Fr├╝hling, der sch├Âne junge Bursche, die lebensspendende jahreszeit, brachte Tod. Schwingt Trauer mit?

Was geschieht? Auch K├Ąfer sterben ...

Das alles aber bleibt nicht steril, Entwicklung deutet sich an, bald wird Gras dr├╝ber wachsen.

Krieg?

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mischka
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Sch├Ân, dass es anspricht, oder bedenklich? Der Plan war - ich hoffe , ich werd jetzt nicht als literischer Perversling beschimpft - Dichtung wissenschaftlich zu erfassen, in Satzstruktur (schlecht gelungen) und Wortfarben - schon eher geschafft. Kurzum ist das ein kleines Javascript gewesen... das manchmal auch - im Gegensatz zu dem hier - sonderbar vern├╝nftige Sachen ausspuckt. Vielleicht ist es auch eine neue Form der Dichtung, der kreative Input bleibt beim Menschen, genau wie die Art und Weise, wie ein Zufallsgenerator W├Ârter zusammenf├╝gt, nur durch menschliche Selektion Sinn ergeben kann. Und der benutzbare Wortschatz von Menschen angegeben wird. Naja ich denk weiter dr├╝ber nach.
Danke f├╝r deine Antwort.
Was mein Computer meinte, wei├č ich nicht.
Ich finde aber, es zeigt eine gewisse Verbundenheit aus Mensch und Tier, die Gegens├Ątzlichkeiten aneinander gereiht, triebhaftes, perverses und dann der Fr├╝hling... (!?)

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Bernd
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Hallo, Mischka,

ich habe auch schon mal (allerdings in Z9001-Basic) ein Computerlyrik-Programm verfasst. Struktur und Wortschatz waren vorgegeben.

Wieweit es wirklich anspricht, wei├č ich nicht.

Kennst Du den Turing-Test? Da geht es darum, herauszufinden, ob etwas von einer Maschine stammt, oder von einem Menschen.

Bei solchen Texten ist das manchmal sehr schwierig.

An dem Syntax-Teil des Programmes musst Du sicher noch arbeiten. Hast Du vor, weiterzumachen? W├╝rde mich interessieren.

Viele Gr├╝├če von Bernd.
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mischka
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Jaja, ich w├╝rd schon gern weiter machen. Eigentlich streb ich ja eine Art Geschichtenerz├Ąhler an... bin mir aber ├╝ber mein Objektmodell noch unschl├╝ssig, man m├╝sste Wortklassen definieren, und ihre Kombinierbarkeit innerhalb eines Satzes beschreiben, und dann Teils├Ątze und Einsch├╝be... ja ich hab vor, es noch "richtig" zu machen.

Gr├╝ezi,mischka.
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Bernd
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Ich habe damals (ca. 1987) mit einer Art Lyrik- (bzw. Grammatik-) -beschreibungssprache begonnen, mit Hilfe derer wohlgeformte, grammatisch richtige S├Ątze entstanden.

Dann definierte ich Strukturen - entsprechend Lyrik-Formen, die entsprechend mit festgelegten oder zuf├Ąlligen W├Ârtern gef├╝llt werden konnten.

Leider komme ich an das Programm nicht mehr ran.

Ich denke, es reicht nicht, Wortklassen zu definieren, obwohl die auch sein m├╝ssen. Dazu sollten Grammatikstrukturklassen und "Plugin"-Klassen kommen.

Beispiel:

Der Vater (plugin) ist einkaufen gegangen.

plugin: , der sich dazu verpflichtet hatte,

---

Der erste Schritt k├Ânnten statische Strukturen sein, die sich nicht selbst ver├Ąndern.

Dann k├Ânnte das System daran gehen, sich selbst zu strukturieren. usw.

Ich w├╝nsche viel Erfolg und werde es mit Interesse verfolgen.
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mischka
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Ich hatte mir auch ├╝berlegt, einfach nur l├Ąngere Texte zu parsen und die Wortbeziehungen zu speichern, ganz simpel, nach dem Motto: In 2000 von 3000 F├Ąllen stand vor "Vater" "der", deshalb eine Zufallsgeneratorwahrscheinlichkeit von 2/3 hier "Der" zu benutzen. H├Ârt sich wohl etwas nach freier Assoziation an ;-)
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