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Leselupe.de > Gereimtes
Feuerbilder
Eingestellt am 10. 09. 2008 20:31


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Walther
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Feuerbilder


„Sag, warum geht die Sonne abends unter?“
Denn nicht nur der, der innig sich verliebt,
Der wĂŒnschte sich, dass es nur Sterne gibt,
Weil meist wird Amor nachts erst richtig munter.

„Was bricht der Morgen immer morgens an?“
Gehört zu jenen tiefen Lebensfragen,
Die wir uns ernsthaft nicht zu stellen wagen,
Weil man im Bett sie nicht schnell klÀren kann.

Was machen wir mit diesem Sonntagmorgen?
Ich könnte mir die Jugend kurz mal borgen,
Mit Kraft und Saft heut nochmals doppelt prahlen:

In Deine Augensterne seh ich gerne,
Verlieren sie sich in des Raumes Ferne,
Wenn wir mit KĂŒssen Feuerbilder malen.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 10. 09. 2008 20:31
Version vom 11. 09. 2008 09:19

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hi Walther,

hmm, nach intensiverem Lesen habe ich eine etwas gespaltene Haltung zu deinem Gedicht. Ich bin sehr fĂŒr eine naive Herangehensweise - aber ich finde, insbesondere die erste Strophe klingt eher ironisch (oder auch unfreiwillig komisch?), als kindlich:

quote:
Gehört zu jenen tiefen Lebensfragen
Ich weiß auch nicht, ob "nicht wagen" hier die richtige ErklĂ€rung dafĂŒr ist, warum man sich solche Fragen nicht stellt: Es ist wohl eher so, dass man sie - außer eben in besonderen Momenten - albern fĂ€nde. Außerdem kann man sie logisch gar nicht klĂ€ren - nicht nur "nicht schnell".

Die zweite Strophe gefÀllt mir in ihren Formulierungen sehr, die Verse
quote:
Denn nicht nur der, der innig sich verliebt,
Der wĂŒnschte sich, dass es nur Sterne gibt,
sind sehr schön (auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Mischung aus Konjunktiv & Indikativ ganz richtig ist, aber das ist wohl eher nebensÀchlich. Mehr stört mich persönlich "weil + Hauptsatz" ...)

Die beiden Quartette insgesamt betrachtet, verstehe ich nicht ganz, was du sagen willst. FĂŒr einen Verliebten mĂŒsste es ja eigentlich so sein, dass er es nicht gerne sieht, dass der Morgen so regelstarr morgens anbricht ("Es war die Nachtigall!") - vielleicht solltest du diesen Aspekt (der ja in der zweiten Strophe implizit mitgetragen wird) dann in der ersten Strophe betonen? In der zweiten Strophe klingt es wieder wie eine Anklage, dass die Sonne abends untergeht - obwohlt das doch das Gegenteil von dem ist, was du meinst, oder?

Mir gefÀllt die Idee der Quartette, aber ich denke, du solltest sie stringenter nach deiner Aussage ausrichten.

Die Terzetten reißen aus den TrĂ€umereien heraus, in das hier und jetzt: Der Morgen ist nun mal da, man muss ihn nutzen! GefĂ€llt mir, ist so ein typisches "Walthersches Element" . Es stellt sich bei "borgen" nur die Frage: Von wem?

Die Augensterne sind natĂŒrlich kitschig, erklĂ€ren sich dann aber auch aus der Übertragung der TrĂ€umerei (2. Strophe) in die RealitĂ€t. Den vorletzten Vers verstehe ich nicht. Der letzte Vers ist echt klasse!

Also insgesamt gefallen mir Idee und schematische Umsetzung, es fehlt nach meinem Empfinden aber die "Rundheit" in den Formulierungen.

Lg pesque

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Walther
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Hi Julia,

ich habe oben die Quartette einfach umgestellt. Das scheint ein Teil des Problems zu sein. Damit wird die Idee hinter dem Gedicht etwas klarer.

Außerdem habe ich noch ein paar kleine Umbauten vorgenommen. Ich hoffe, so lĂ€uft es runder.

Lieber Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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