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Leselupe.de > Kurzprosa
Film "Das Opfer" (Andrei Tarkowski) Lob des Denkens und der Langsamkeit
Eingestellt am 08. 04. 2001 12:26


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Bernd
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Sehr selten gespielt wurde dieser Film, Tarkowskis letzter (er starb kurz nach Vollendung des Films.) Es ist ein ungewöhnliches Meisterwerk, und glücklicherweise wenigstens auf Video erhältlich.
Eigentlich ist es SF, andererseits absolut untypisch dafĂĽr.
Es ist auch kein Endzeitschocker, wie das Thema vielleicht vermuten läßt.

"Das Opfer" wurde in Schweden gedreht. Es schildert in langen Episoden das Schicksal einer Familie, während es passiert.
Alexander pflanzt einen Baum.
Einen toten Baum.
Wenn man ihn nur regelmäßig gieß, erzählt er Jungchen, dem Sohn, dann wir er eines Tages grün werden.

Draußen, fern der idyllischen Landschaft ist Krieg. Die Bombe fällt. Fernsehen und Telefon fallen aus.
Sie beschließen, Jungchen, den kranken Sohn nicht zu wecken, er erfährt alles früh genug.
Alexander will ein Gott ein Opfer bringen, er will etwas tun. Er bietet sich schlieĂźlich Gott selber als Opfer an.

Gegen Ende des Films steht alles in Flammen.

Wer Action erwartet, soll bitte den Film nicht ansehen, er wird bitter enttäuscht.
Der Film lebt von Bildern und langen philosophischen Diskussionen.

--
Sehr beeindruckende Bilder.
In einer Linie mit Solaris und Stalker.

Der Film ist erhältlich bei Amazon.de
(Ich bin kein Mitarbeiter von Amazon, nur Kunde, das hier soll nur als Hinweis dienen, weil er im normalen Handel und in Videotheken nicht erhältlich ist, die haben mich ja fast ausgelacht.)


FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Darsteller: Erland Josephson Susan Fleetwood
Regie: Andrei Tarkowski

Infos zu diesem Titel
• Fernsehnorm: PAL
• Sprache: Deutsch
• Laufzeit: 145 Minuten
• Video Erscheinungstermin: 15. März 1995
• ASIN: B00004RQFI

Falls jemand den Film gesehen haben sollte, wĂĽrde mich sehr seine Meinung interessieren.
__________________
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Casper Jacob
???
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Tarkowski

Hey Bernd,

ich hatte mir einige Tarkowskifilme in "meiner" Videothek ausgeliehen. Auf russisch, mit englischen Untertiteln. Neben "Kinder des Olymp" und "Blue Velvet" ist "Andrei Rubljew" einer meiner alltime favourites. Eine meiner ersten Aktionen als frischer Internetuser war eine Kritik dieses Filmes bei amazon.de. Aber "das Opfer" ist auch nicht zu verachten. Filmkunst vom Feinsten. Schön, daß Tarkowskis Geist noch unter uns weilt.

liebe GrĂĽĂźe

CJ

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Bernd
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Andrej Rubljow habe ich auch gesehen. Ein wirklich guter Film. Es gibt ihn auch in Deutsch.
Besonders beeindruckend fand ich den GuĂź der Glocke.

Liebe GrĂĽĂźe von Bernd
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