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Leselupe.de > Ungereimtes
Filmfilm
Eingestellt am 03. 04. 2011 19:08


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Walther
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Filmfilm


Fragen tiefgestapelt
Lippen aufgeworfen
Allerlei Rundungen abgekantet
Himmelhoch getrauert
L├Ąsst sichs leben

Mit Glaceehandschuhen Kohle
Aufs Haupt streuen
Gl├╝hende Eisbomben werfen
Wenn Blicke zum Leben erwecken
Darf gestorben sein

Darf ich Sie k├╝ssen, Madame,
Ihre Glutlippen saugen mein Herz aus!
Der Gewandherr nimmt ihr
Patscheh├Ąndchen und schmiert
Seimig Honig ums M├Ąulchen

Schau mir in den Geldbeutel,
Liebste, spricht er geifernd
Blende
Slomo als Fast Move
Regiesessel leer

Antworten hochstapeln
Auf Lager legen
Just in time immer lieferf├Ąhig
Lies mir von meinen Z├Ąhnen ab
Wen ich verfluche

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 03. 04. 2011 19:08

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Walther,

ob ich Dein Werk inhaltlich richtig verstehe, wei├č ich nicht. Ich will es trotzdem einmal mit einer Interpretation versuchen.

Ich denke, das Lyri prangert hier die Oberfl├Ąchlichkeit an, die es im Filmgech├Ąft h├Ąufig gibt.

Nichts ist echt, alles nur vorget├Ąuscht. Ja, das ist sowohl beim Film, als auch beim Theater so, aber da gibt es nat├╝rlich Qualit├Ątsunterschiede. So wie es hier beschrieben ist, geht es um sehr vordergr├╝ndige Dinge, um Effekthascherei beispielsweise.

Eine Liebesgschichte muss es nat├╝rlich auch geben. Die Lady ist an dem hohen Herrn nur um des Geldes Willen interessiert.

Dann bekommt man in Zeitlupe zu sehen, was die Beiden miteinander tun.

Die Drehbuchautoren haben solche Massenware engros auf Vorrat dazuliegen.

Das Lyri verflucht das Publikum, denn weil es diese Schinken unbedingt sehen will, nur deshalb gibt es ├╝berhaupt derart oberfl├Ąchliche Filmproduktionen.

Ich nehme mal an, dass ich bis jetzt nicht alzu sehr daneben liege.

Die Frage stellt sich allerdings, ob Du die gesamte Szenerie eigentlich f├╝r etwas Anderes bem├╝hst und der Leser sollte darauf kommen, was Du nun wirklich meinst.

Also ich wei├č es leider nicht. Mir f├Ąllt nichts Konkretes ein.

Vielleicht hilfst Du mir auf die Spr├╝nge?

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Lb. Vera-Lena,

dieser Text hat keine letzte Aussage. Das ist in meiner Interpretation des Vers libre auch nicht vorgesehen. Vielmehr soll es so sein, da├č der Leser mit seinen Assoziationen, die durch den Text angeregt werden, diesen erst komplettiert.

Die Versatzst├╝cke sind aus hingeworfenen Wortwendungen entlehnt, die partiell in ihr Gegenteil verkehrt worden sind. Die urspr├╝ngliche Form der Wortwendung hallt nach. Dar├╝berhinaus habe ich Zitate aus Filmen und der Literatur verarbeitet und gerne gemachte geschlechterspezifische Vorurteile aufgespie├čt.

Nat├╝rlich steckt auch Film(er)kritik in diesem Text, aber auch der Zuschauer mit seinen Erwartungshaltungenm kommt unter die R├Ąder.

Ich will nicht noch mehr verraten, weil diese Versatzst├╝cke ein Konzept haben, das als Rahmen f├╝r die Gedanken des Lesers dienen soll. Jeder b(r)aut sich so sein eigenes Gedicht zusammen.

Danke f├╝r Deine Geduld und Dein Einlassen auf diese ungew├Âhnliche Gedichtform des Vers libre und Deine ausf├╝hrlichen ├ťberlegungen dazu. Ich hoffe, da├č ich trotz der vielen R├Ątsel wenigstens ein bi├čchen unterhalten konnte.

LG W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Walther,

da war allerdings eine Menge, das mir in seiner Umkehrung aufgefallen ist und das mir auch Spa├č gemacht hat. Ich wusste nur nicht, worauf Du hinaus wolltest und dehalb habe ich den Text eher bem├╝ht gelesen. Nun aber:

Himmelhoch jauchzend
tief zu Tode betr├╝bt.

Auf gl├╝henden Kohlen gehen.

Wenn Blicke t├Âten k├Ânnten.

Ich schau dir in die Augen, Kleines.(Jedenfalls in der ins Deutsche ├╝bersetzten Fassung aus Casablanca)

Das alles und wahrscheinlich noch mehr, das ich aber nicht erkannt habe, hast Du sehr sch├Ân umgeformt.

Am besten gef├Ąllt mir:

"Wenn Blicke zum Leben erwecken
darf gestorben sein"

weil es auf dem Theater genau so zugeht. Da f├Ąllt der Mime um, durch einen Dolch dahingestreckt oder wie auch immer. Das Publikum schaut fasziniert und wenn der Vorhang gefallen ist, steht der Mime wieder auf.

Danke f├╝r Deine Antwort auf meine Frage!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena




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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Hallo Walther,

das wirkt fast spontan, als "stream of consciousness". Und doch m├Âchte ich wetten, dass Du eine Menge Gedankenarbeit in den Text investiert hast.

Gerne gelesen

Herbert

PS: Statt verfluchte w├╝rde mir verfluche in der letzten Zeile leichter von den Lippen gehen
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