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Leselupe.de > Ungereimtes
Fingerspitzenballett
Eingestellt am 07. 09. 2002 00:18


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Mara Maria Anna
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Fingerspitzenballett


Auf dem Tisch wird heut getanzt
- Im Lampenlicht!
Bis sich Schwung mit Schwindel mischt
Bis die K├╝che ein Bl├╝tenmeer ist
Und der Plattenspieler ein Pianist

Mein Publikum: die M├╝cken an der Wand
Gabeln und Gl├Ąser mein B├╝hnenbild
Wenn der Tau sein Schlaflied spielt
Stirbt der Schwan in meiner Hand
__________________
http://www.Mara-von-Ferne.de

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Mara Maria Anna
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Liebe Leselupis,

ich w├╝rde mich ganz arg ├╝ber eine kleine Kritik freuen.
Danke

Mara
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Waldemar Hammel
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Hallo Mara M.,

in Deinem Profil steht:
"Mir geht es beim Schreiben vor allem um die Sprache - d.h. nicht, dass der Inhalt des Geschriebenen nicht von Bedeutung w├Ąre, aber f├╝r mich beginnt Kunst erst dann, wenn Form und Inhalt zusammen spielen."

Genau dies ist nach meinem Empfinden in Deinem Text absolut eben NICHT der Fall.
Nicht, da├č Deine Denkfiguren schlecht w├Ąren, die find' ich sogar erfrischend und attraktiv, aber die textliche Ausf├╝hrung, oh je....
(z.B., "da├č der Tau sein Schlaflied spielt" als Metapher f├╝r "bis morgens")

PS: Metaphern sind nicht beliebig, sondern haben immer irgendeinen plausiblen, d.h. f├╝r den Leser nachvollziehbaren, Bezug zu dem, wof├╝r sie stehen. Sei dieser Bezug konventionell ("tante emma") oder rein rhythmisch (ge-hen || se- hen) oder klanglich oder sie entstammen demselben semantischen Umfeld ("Baum" f├╝r einen ganzen Wald), usw...
Metaphern sind sprachliche "replacements" f├╝r das, wof├╝r sie gesetzt werden, sagen wir Platzhalter.
Beim Einf├╝hren neuer (selbsterfundener) M. mu├č dieser Bezug sehr plausibel durchkonstruiert sein, sonst kommt der Leser ins Gr├╝beln.
Grundlose Metaphern in einem Text erf├╝llen die Bedingung der Hypersemiose, d.h., sie k├Ânnen alles bedeuten, weiten ziellos die Semantiken des Textes auf, womit ein Text aber an Nachrichtenwert nicht gewinnt (wie man naiv meinen k├Ânnte) sondern verliert.

"Afrika ist ein armer Kontinent,
*Frosch*
in dem auch heute Leut' verhungern.
*H├Ąusermeer*
Dies ist bekannt seit Jahrhunderten,
*Lachzirkus*
aber niemand hier kann es ├Ąndern.

Hier sind die *--* solche beziehungslosen Metaphern, aber der Text gewinnt nicht durch sie.

Deine obige M. ist sogar in sich selbst unsinnig, denn der Tau geht nicht schlafen, wenn die Sonne/der Morgen kommt, sondern im Gegenteil, er macht sich auf die Socken und verdampft...

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Mara Maria Anna
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Hallo Waldemar!

Das kann ich so nat├╝rlich nicht stehen lassen.
Wie Du vielleicht bemerkt hast, ist das ein ├Ąlterer Beitrag. Mir ist beim nochmaligen Lesen (bevor ich Deinen Kommentar gelesen hatte) auch der gleiche Satz als Stolperstein aufgefallen, trotzdem finde ich das Gedicht nach wie vor nicht misslungen.
Ich finde nicht, dass Du auf Grund dieses einen Beitrages gleich mein ganzes Sprachgef├╝hl und mein Wissen ├╝ber Metaphern in Frage stellen kannst (so h├Ârte sich das f├╝r mich n├Ąmlich an). Ich habe speziell bei diesem Gedicht experimentiert, und es auch zu diesem Zweck ins Forum gestellt: um weitere Anregungen zu bekommen. Insofern bin ich Dir auch dankbar, denn es hat mich erneut zum Gr├╝beln gebracht.

Bei dieser Gelegenheit m├Âchte ich Dich auf mein Gedicht "Kleine Nachtmusik" hinweisen. Es w├╝rde mich sehr interessieren, was Du dazu zu sagen hast.

Mara
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Waldemar Hammel
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Oh je, Mara M.

ich wollte nur Anmerkungen zu diesem einen Text machen, und dies auch noch, nat├╝rlich, rein subjektiv, und keinesfalls:

"...gleich mein ganzes Sprachgef├╝hl und mein Wissen ├╝ber Metaphern in Frage stellen kannst (so h├Ârte sich das f├╝r mich n├Ąmlich an)"

Wenn meine Absicht falsch r├╝berkam: Entschuldigung!!!, f├╝hl' Dich nicht von mir Zausel angegriffen...

Jetzt wandere ich aus und geh' zur Nachtmusik !

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