Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
106 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Krimis und Thriller
Fingerübung 1 : Die Tatwaffe
Eingestellt am 22. 08. 2003 08:45


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1978
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Michael Schmidt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Krimifreunde,

in der Diskussion "Krimi-Forum" in der Plauderecke wurde ja als möglicher Grund für die mangelnde Resonanz im Krimiforum die Schwierigkeit eines Krimis genannt. Daher versuche ich mal ein paar kleine Fingerübungen einzustellen, die vielleicht dem ein oder anderen hilfreich sind.

Fingerübung 1 ist die Tatwaffe :
Bekanntlich morden Frauen sanfter und verwenden meist ein Gift. Doch welches? Ist es nachweisbar und wie wirkt es? Wie kann man es beschaffen.
Der echte Mann nutzt einen altmodischen lauten Revolver. Doch welches Kaliber? Wie stellt er sicher, dass die Waffe im richtigen Moment funktioniert? Und nimmt er einen Lappen oder einen Schalldämpfer um den lauten Knall zu vermindern?
Den Südländern sagt man den geschickten Umgang mit Messern nach, doch welches ist das richtige?

Ein Krimi dreht sich ja um ein Verbrechen. Nicht immer ist es Mord. Doch eine "Tatwaffe" gibt es immer. Welche Tatwaffe wählt ihr? Beschreibt Sie genau und beachtet alles. Schreibt diesen Text als Antwort auf diesen Beitrag. Und für alle, die ein Sachtext zu langweilig ist, baut dies in einer Szene ein, die ihr eventuell später in eurem Krimi verwenden könnt.

Und nur Mut. Der erste Mord ist immer der Schwerste!

Michele Pistolero

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
Kommentare: 1142
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Meine Tatwaffe wäre eine Voodoopuppe.
Die Ballistik wäre nicht gefragt, die Forensiker stünden einem natürlichen Tode gegenüber und die Puppe wäre leicht anzufertigen.
Herzinfakt - ist nicht wirklich sanft, aber kaum nachweisbar auf Fremdeinwirkung.
Selbstverständlich würde ich diese Methode nur in westlichen Ländern anwenden, wegen des Schwierigkeitgrades der Ermittlungen.
In den "schwarzen" Ländern, in denen Voodoo als Volksreligion gilt, ist der Kriminalist schon zu sehr sensibilisiert - da würde ich eine andere Methode anwenden.
Aber auf gar keinen Fall Gift, das ist nachweisbar.

Bearbeiten/Löschen    


Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Tatwaffe.........

ich habe im Moment überhaupt keine Ahnung, welche Waffe, welche Methode ich wählen würde, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, jemanden umzubringen.
Aber wenn, dann könnte ich mir nur Gift vorstellen, sicher ist es nachweisbar, aber auch schnellwirksam und ruckzuck
wäre es erledigt, denke ich so bei mir.
Mit einer Voodoopuppe, das wär auch eine Lösung, aber kann man da ganz sicher gehen, dass der Zauber auch ganz gelingt und nach dem Infarkt nicht vielleicht etwas zurück bleibt, so dass der Mensch, welcher eigentlich getötet werden sollte dann ein Pflegefall wird !?
Vielleicht wäre es ja ein Lösung, man lädt den zu Tötenden
zu einer Ballonfahrt ein und schmeißt ihn dann locker über den Korbrand, ...
Nun ja, töten ist nicht unbedingt ein Hobby von mir.
*smile* Mara K.

Bearbeiten/Löschen    


Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 552
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Marcus Richter eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Mara,
vielleicht hast du unabsichtlich ein sehr interessantes Thema angeschnitten:

Was passiert eigentlich, wenn ein Mordversuch schief läuft?

Mir fällt da spontan die Geschichte von der Frau ein, die versucht, ihren Mann umzubringen und schließlich allein da steht -
mit ihrem Mann, im Rollstuhl, völlig aphatisch, hilflos, von Verwandten umgeben, die garnicht mehr aufhören wollen, sich um ihren Cousin zu kümmern.
Dann, die Mörderin, die einfach nur fürchtet, daß ihr Gatte irgendwann aufwachen könnte, um zu verraten, daß sie die Schuldige an seiner unseeligen Situation ist.
Wie könnte sie versuchen, eine "Bewegungslosen" zu töten -
und besser noch: Wie könnte sich der Bewegungslose wehren?

Gruselig, nicht wahr?

Schöne Grüsse

PS: Gift ist so eine Sache, richtig?
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Grünbein

Bearbeiten/Löschen    


Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Marcus Richter,

oha, da habe ich ja einen Stein ins kullern gebracht. Ja, aber nicht unabsichtlich, nein, denn es beschäftigt mich schon, was - wäre - wenn usw. es nicht glatt geht !?
Dein Beispiel ist allerdings echt gruselig, rein von der Vorstellung her. Ich mein, die Gattin will den wehrlosen Gatten umbringen, das ist schon makaber oder ?
Ich hatte eigentlich mehr an einen Schwiegermuttermord gedacht *smile*, nicht an die Tötung des Lebensgefährten.
In diesem Falle wäre Gift eine gute Lösung, bei einem Besuch in einer Käsesahnetorte überreicht, obwohl, vielleicht wäre es ja besser eine Flasche Mandellikör zu schenken, in welche man das Gift vor dem Verschenken gegeben hat, man weiß ja, das Schwiegermutter nur ab und an trinkt. Und eines Tages ist es dann geschehen.
So in der Richtung ging mein Denken, wenn ich denn schon morden soll .
Herzliche Grüße mit einem Lächeln von Mara K.

Bearbeiten/Löschen    


sekers
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 25
Kommentare: 122
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um sekers eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Die Waffe? Ein neumodisches Jagdgewehr.

Am Abend des 4.5. ereignete sich an der Wiener Staatsoper ein Mord.

Es geschah während der Aufführung des Mozart-Singspiels 'Die Entführung aus dem Serail'. Der neue Star des Hauses, Norbert G., sang gerade aus der Arie Nr. 4 "O wie ängstlich, o wie feurig", als ein Knall das Orchester übertönte, G. seine Hände zur Brust riss, zu Boden stürzte und tot auf der Bühne liegen blieb.

Fast zur selben Zeit riss auch Helmuth H., Chefdramaturg am Haus, seine Hände zur Brust. Er hatte den Vorgang auf dem Computermonitor beobachtet und dabei wie wild auf sein Keyboard eingehackt. Nun zitterte er am ganzen Körper. War es die Anspannung? War es der Schreck? War es das Wissen, zum Mörder geworden zu sein? Jedenfalls, er hatte einen lang ausgetüftelten Plan in die Tat umgesetzt.

H. war seit Kindheitstagen ein Bastler. Für dieses, sein Counter-Tenor-Projekt, wie er es später nennen sollte, hatte H. zunächst eine Halterung für eines seiner Jagdgewehre gebaut. Die Halterung konnte mit einem Schrittmotor waagrecht und senkrecht bewegt werden. Weiters erlaubte eine schier geniale Hebelkonstruktion, den Abzug der Waffe ebenfalls mit dem Schrittmotor zu betätigen. Die Steuerung des Schrittmotors erfolgte drahtlos über ein Computer-Interface.

H. hatte dann eine Webkamera auf den Lauf montiert, die ihm Bilder von Zielen, auf die der Lauf gerichtet war, auf den Computer übertrug. Zusätzlich hatte H. noch ein kleines Softwareprogramm geschrieben, das ihm ein Fadenkreuz ins Bild der Webkamera projizierte. Die Eichung des Fadenkreuzes hatte er auf einem Schießstand im Wald vorgenommen.

Diese Arbeiten gingen problemlos vor sich, innerhalb von vier Wochen hatte H. eine vom Computer kontrollierte Mordmaschine gebastelt.

Überraschend einfach war es, das Gewehr samt Haltevorrichtung und Schrittmotor seitlich der Bühne auf einem Mauervorsprung in ca. 4 m Höhe zu befestigen. Durch den Mauervorsprung und ein darüber gebautes Gestell war die Waffe ideal verborgen. Helmut H. kannte die Gebräuche des Hauses nur zu genau, und wußte, wann er in aller Ruhe mit Leiter und Werkzeug ausgerüstet, seine Befestigungsarbeiten durchführen konnte. Auch konnte er sicher sein, dass das Gestell keinen Argwohn auslösen würde. Im Rahmen der Restaurierung waren schließlich ständig Handwerker unterwegs, die alle möglichen Umbauten vornahmen.

Und der drahtlose Anschluss der Webkamera und des Schrittmotors ans Intranet, das war sehr elegant programmiert, und er konnte nun alles von seinem Computer aus erledigen.

Schwieriger, ungleich schwieriger als angenommen war es, tatsächlich vor seinem Computerschirm zu sitzen, zu zielen, und im rechten Moment den Schussbefehl zu tippen. H. hatte sinnigerweise den Tastenanschlag 'Control-S' dafür vorgesehen. ...

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Krimis und Thriller Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!