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Leselupe.de > Kindergeschichten
Fips und die Kobolde - Eine Fips und Fienchen Geschichte
Eingestellt am 08. 08. 2005 13:35


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Axel B
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Registriert: Jan 2005

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Bei den Fips und Fienchen handelt es sich um zwei kleine Mäuse, die zusammen oder getrennt verschiedene Geschichten oder Abenteuer erleben. Dieses hier ist die 8. Fips und Fienchen Geschichte. Die anderen sind teilweise auch hier auf der LL zufinden, alle sind auf jeden Fall auf meiner HP: Hier klicken


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Fips und die Kobolde

Von Axel Baumgart



Wie alle M√§use glaubten auch Fips und Fienchen an Kobolde. Aber wie alle anderen M√§use, hatten auch sie Angst, √ľber Kobolde zu sprechen. Noch nie hatte eine Maus einen Kobold gesehen, aber es wurde nicht daran gezweifelt, dass es sie gab. Es gab viele Geschichten √ľber Kobolde. Sie wurde aber nur sehr vorsichtig und leise erz√§hlt, denn man konnte sich nie sicher sein, dass einer der Kobolde heimlich zuh√∂rte und, wenn er ver√§rgert war, einen Streich spielte.

Es gab die verschiedensten Geschichten, wie zum Beispiel die von den Koboldstreichen. So kam es öfter vor, dass Kobolde nachts die Hausschuhe vertauschten, so dass die Mäuse, wenn sie morgens aufstanden, die Schuhe verkehrt herum anhatten. Oder etwas anders, was Fips immer passierte, wenn er mit Fienchen einen Ausflug machen wollte: Jedes Mal achtete er sehr genau darauf, dass alles, was sie brauchten, in seinem kleinen Rucksack verstaut war und er nichts vergessen hatte. Trotzdem fehlte meistens etwas. Fienchen musste schon glauben, er sei vergesslich. Fips war sich aber sicher, dass es die Kobolde waren, die in einem unbeobachteten Moment etwas aus seinem Rucksack nahmen, nur um ihn zu ärgern. Er hatte Fienchen allerdings noch nie von seinen Verdacht erzählt. Er hatte Angst, dass dann die Koboldstreiche nur noch schlimmer wurden.

Es gab aber auch Geschichten, dass die Kobolde den M√§usen manchmal etwas Gutes taten und ihnen halfen. Hin und wieder fand Fips ‚Äď oft nachdem die Enkel von Herrn M√ľller, in dessen Wohnung Fips ja bekannterma√üen lebte, zu Besuch gewesen waren ‚Äď in der K√ľche einen halbvollen Beutel mit Mausespeck, der Lieblingsspeise von Fips. Er hatte noch nie gesehen, dass Herr M√ľller Mausespeck a√ü. Also konnten es nur die Kobolde gewesen sein, die den Mausespeck dort hingelegt hatten. Fienchen war sich da nicht sicher, hatte aber auch keine andere Erkl√§rung.

Noch nie hatte eine Maus einen Kobold gesehen, aber es war allen M√§usen klar, wie Kobolde aussahen: Es waren kleine M√§nnlein mit gro√üen gr√ľnen Zipfelm√ľtzen und einen roten Spitzbart. Obwohl sie verschiedene Sachen zum Anziehen hatten, trugen sie meistens ein blau gepunktetes Hemd und eine rot gestreifte Latzhose. Die meisten M√§use glaubten, dass die Kobolde in den L√∂chern vom K√§se lebten. Einige M√§use waren da aber auch anderer Meinung, weil noch nie ein Kobold im K√§se gesehen worden war.

Fips war schon h√§ufig das Opfer von Koboldstreichen geworden, obwohl er so gut wie nie K√§se im Haus hatte, in dessen L√∂chern sie h√§tten wohnen k√∂nnen. Zum Gl√ľck war er seit einiger Zeit von ihnen verschont geblieben und er hoffte, dass dies auch noch lange so bleiben w√ľrde. Alle diese Kobold Geschichten, die eigenen und die Geschichten von anderen M√§usen, gingen ihm durch den Kopf, w√§hrend er seine Gro√üe W√§sche machte, denn heute war der Gro√üe W√§sche Waschtag von Fips. Nacheinander packte er seine Hose, sein T-Shirt, sein Hemd, sein Taschentuch, seinen Schlafanzug und noch zwei oder drei weitere Sachen in die Waschmaschine und w√§hlte die Einstellung: ‚ÄěMeine bunten Lieblingssachen ‚Äď ganz sauber‚Äú. Die Maschine lief genau die Zeit, die er brauchte, um 6 St√ľck Mausespeck und einen Becher Milch zu genie√üen. Als die Waschmaschine fertig war, nahm er seine Sachen heraus und h√§ngte sie zum Trocknen auf die Leine.

Jetzt nur noch ein Waschgang, und er war fertig. Zuletzt wusch er immer seine Sockenmaschine. Das war immer sehr einfach gewesen, denn bis vor ein paar Tagen hatte er nur 2 Paar Socken gehabt: ein gr√ľnes mit L√∂chern (das hatte er jetzt an) und ein wei√ües mit L√∂chern (das musste jetzt gewaschen werden). Dann hatte ihm Fienchen aber viele tolle bunte Socken geschenkt, die er jetzt alle zum ersten Mal waschen wollte. So packte er nun 10 Paar Socken in die Waschtrommel: Rote, blaue, gr√ľne, gelbe, pinkfarbene, gestreifte, gepunktete und sein altes wei√ües Paar mit L√∂chern. Er w√§hlte an der Waschmaschine diesmal die Einstellung: ‚ÄěMeine Lieblingssocken ‚Äď farbecht und fu√üweich‚Äú und ging in sein kleines Wohnzimmer um Musik zu h√∂ren. Die ersten beiden Lieder waren zu Ende. Fips wusste, wenn er jetzt langsam bis 10 z√§hlte, einmal um den Sessel ging und schnell noch seinen Milchbecher sp√ľlte, war auch seine Sockenmaschine fertig.

Er nahm seine Socken aus der Maschine heraus und h√§ngte sie zum Trocknen auf die Leine. Da war das Entsetzen gro√ü. Fienchen hatte ihm so sch√∂ne Socken geschenkt, und jetzt war alles anders. Anstatt eines roten, blauen, gr√ľnen, gelben, pinkfarbenen, gestreiften oder gepunkteten Paares hatte er nun 2 Paar mit je einem gestreiften und einem gepunkteten Socken, ein Paar mit einem roten und einem blauen Socken, ein anderes Paar mit einem roten und einem gelben, ein weiteres Paar mit einem gelben und einem gr√ľnen Socken und so weiter. Nur sein altes wei√ües Paar mit den L√∂chern, das war noch da.

Fassungslos stand er vor der Wäscheleine. Die Kobolde hatten wieder zugeschlagen. Wie sollte er das nur Fienchen erklären?



AB, Altglash√ľtten 10.06.2005

Anzahl der Wörter: 811

Anzahl der Zeichen: 4218
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