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Leselupe.de > Gereimtes
Fischereipolitik
Eingestellt am 20. 05. 2007 20:40


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Walther
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Fischereipolitik
- Unter Fischen VI -


Was freut sich jeder junge Fisch,
Kommt er als Mahlzeit auf den Tisch,
Ganz frisch gekocht und zart gew├╝rzt:
Seht, wie er spitz sein M├Ąulchen sch├╝rzt!

Was sind Fischleben voller Qualen,
Sich tags und nachts im Meer zu aalen,
Sich in die weichen Wellen schmiegen
Und zusehn, wie die M├Âwen fliegen,

Als Fliegendfisch gleich mitzufliegen,
Dabei die Schwerkraft zu besiegen
In weichen Wellen, in der Luft:
Das Leben in der k├╝hlen Gruft

Des weiten Meeres ist kein Spa├č.
Wer ist schon gern im k├╝hlen Nass,
Den blauen Himmel ├╝ber sich,
Und holt sich einen Sonnenstich

Und Sonnenbrand im Unverstand:
Solch Lotterleben ist ne Schand!
Drum lassen Fische sich gern fangen,
In den Schleppnetzen, ├╝berlangen,

Mit Viereckaschen, viel zu kleinen,
So dass Fischm├╝tter lautlos weinen!
Weil Fische sonst einander fressen,
IstÔÇÖs besser, sie gleich aufzuessen,

Denn Seewolf statt im Bauch vom Hai
Wohl besser tiefgefroren sei.
Im Morgentau istÔÇÖs Kabeljau
Und Hering, niemand wei├č genau:

In Kutterm├Ągen eingeschlagen
Stellt Schellfisch keine weitren Fragen.
Er endet in Panad' und Dill,
Pochiert, gebraten, auf dem Grill,

Getrocknet und in Salz gebacken
Soll er gut schmecken und entschlacken
Und auf dem Teller fr├Âhlich liegen,
Vor Menschen, die genug nie kriegen,

Bis dass das letzte Schuppenwesen
Ist endlich aus dem Meer gelesen.
Wenn sich die Zeiten nicht noch wenden,
Wird bald der letzte Fisch so enden.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

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Lieber Walther,

Du bist ja ein Hebungs-Experte und hast gro├čteils das Schema wundersch├Ân durchgehalten. Ganz kurz und pr├Ągnant meine technischen Einw├Ąnde:

Seht, wie er spitz sein M├Ąulchen sch├╝rzt!
Das Wort "Seht!" ist mir im Sprachgebrauch viel zu betont, um auf einer Senkung platziert werden zu k├Ânnen. (F├Ąllt ein bisschen unter Geschmackssache, ich wei├č. Werte diesen Einwand entsprechend.) Vorschlag:
Wie er doch spitz sein M├Ąulchen sch├╝rzt!
Dir f├Ąllt bestimmt auch noch Besseres ein als dieser Vorschlag, wenn Du meinem Einwand etwas abgewinnen kannst.

Was sind Fischleben voller Qualen,
Fischleben ist hier ziemlich ungewohnt betont.
Vielleicht: "Des Fisches Tag ist voller Qualen" oder so ├Ąhnlich.

Und die Schwerkraft zu besiegen
Mit den Maschen, viel zu kleinen,
Hoppla: Beginnt jeweils mit einer Hebung.

Wie ist folgende Stelle zu betonen?
"In den Schleppnetzen, ├╝berlangen?"
Ebenso:
So dass lautlos Fischm├╝tter weinen!

Statt Sinnvoller mit Betonung auf "voll" w├╝rde ich zB "wohl besser" schreiben.

Wie immer steht es dem Autor frei, seine eigenen Regeln zu brechen. Aber bewusst!

Liebe Gr├╝├če,
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Ohrensch├╝tzer,

danke f├╝r die Nennung der Stockfehler, die bereits beseitigt sind. Ebenso habe ich den Textvorschlag ├╝bernommen. Man wird nach einer gewissen Zeit einfach "betriebsblind", liest sich das Ding f├╝nfmal vor und merkt trotzdem die Metrenfehler nicht mehr.

Die anderen Formulierungen kann man, wie ich meine, so lassen, da es eine Art B├Ąnkellied ist. Die Inhalte sind einfach zu ironisch und machen Spa├č (wenigstens die bisherigen Zuh├Ârer, die sich ausgesch├╝ttet haben vor Lachen, aber vielleicht war das ja auch nur aus purer Nettigkeit, wer wei├č, Family and Friends ist da nicht immer zu trauen).

Wie ich bereits ausf├╝hrte, dieser Text ist nichts wirklich Wertvolles (und sollte auch nie mehr als tieferer Schwachsinn / h├Âherer Bl├Âdsinn sein). Daher sind meine Lobeserwartungen auch eher begrenzt. Wenn er ein wenig Schmunzeln hervorrufen w├╝rde, w├Ąre das mir schon genug.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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