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Leselupe.de > Gereimtes
Fischgrätblues
Eingestellt am 02. 01. 2007 23:49


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ENachtigall
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???

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Fischgrätblues


jeder auserwählte kleine Finger
einer ganz und gar gereichten Hand
verschwindet beizeiten

im Delta des Stroms
flüsterts meerwärts von Kleinigkeiten
schwärmt von der Stärke, Schwächster zu sein

ihr fehlt mir so sehr, ihr lustigen Sauren:
unreifer Rhabarber und Stachelbeer

bist du hart genug, Wunschknochen zu brechen
und doch so weich, Flossen wachsen zu spüren
statt neunmalklug

wenn ein Morgen rot meinen Nabel bescheint
führt gewiss der Weg zurück zu der Stelle
wo Stein das Wasser mit Licht vereint



© Elke Nachtigall
Januar 07



__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Hallo, Elke,

ich sehe aber in dem Gedicht keine Blues-Form.
Wie ist die Blues-Form hier verwirklicht?

Blues hat eine relativ feste Form, bei der jeweils die erste Verszeile (meist einfach, manchmal auch mehrmals) wiederholt wird, dann folgt eine Antwort in der abschließenden Zeile einer Strophe.

Blues hat auch eine bestimmte Rhythmik, die ich gar nicht wiedererkenne.

Der Standard beruht auf einer zwölftaktigen Form, einige Künstler verwendeten auch eine sechzehntaktige Form.

Ein Gedicht über den Blues ist es aber auch nicht.

Gibt es Bluesformen, die ich nicht kenne? Das wäre möglich. Wieso ist es ein Blues?

Für mich scheint Marmelade draufzustehen auf dem Glas, aber Fisch drinnen zu sein.

Von der Formfrage abgesehen, finde ich das Gedicht aber nicht schlecht.

Viele Grüße von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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geräucherte Forelle mit Preißelbeer

Lieber Bernd,

Du hast ganz recht: Es ist kein Blues-Text, kein Gedicht über den Blues und auch keine, Dir womöglich unbekannte Form desselben - ganz im Gegensatz zu Deinem vorzüglich niederschmetternden Port-Cellan-Blues, übrigens, wenn mir der Hinweis an dieser Stelle gestattet sei.

Warum nun "Blues" im Titel steht, hat einfach die Bewandtnis, dass ich darin genau das m.E. passende Wort für dieses vermaledeite Gefühl fand, worum es im Gedicht geht: es sticht wie eine Gräte im Hals, mit dem Strom zu schwimmen, aber eines Tages - du weißt es genau - wirst du doch mit dem Schwarm die Richtung wechseln.
Damit knüpfe ich an der feeling blue Bedeutung an. An die sehr interessante Variante, es als Blues-Text zu gestalten, hatte ich - offen gestanden - gar nicht gedacht.

Danke für Deinen Gedanken anregenden Kommentar.

Viele Grüße

Elke
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