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Leselupe.de > Ungereimtes
Fläuschen lausen
Eingestellt am 14. 11. 2017 19:01


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Walther
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Fläuschen lausen


Ich hüll mich ein
fach in mein mit
leid & wein mit
mir ein stündchen

Dann lass ich mich
mir die fläuschen
lausen & kichre
mich frei ei ei

Glaub nicht was ich
schrieb & schrieb nicht
was ich glaub gut
sag ich gut so

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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HerbertH
???
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Lieber Walther, eine eigentümliche Stimmung, in der das LyrI zu sein scheint, so gar nicht verbissen in dem, was es (um)treibt. Ist der Titel mundartlich geprägt oder "nur" ein Verniedlichung der Flausen, die da im Kopf herumspuken? Liebe Grüße Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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Walther
Routinierter Autor
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Hi Herbert,

das ist eine verniedlichung der flausen. das gedicht ist ein spaß mot worten und bildern, das sich und das lyrich nicht ganz ernst nimmt.

danke fürs entdecken!

lg W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Trainee
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Hallo Walther,

ich hoffe, dass du dich nicht gerade in einer Schaffenskrise befindest, wie sie uns wohl alle zuweilen überfällt.
Dein Gedicht

quote:
Fläuschen lausen


Ich hüll mich ein
fach in mein mit
leid & wein mit
mir ein stündchen

Dann lass ich mich
mir die fläuschen
lausen & kichre
mich frei ei ei

Glaub nicht was ich
schrieb & schrieb nicht
was ich glaub gut
sag ich gut so

erscheint mir leider misslungen. Schon der Titel stößt mir unangenehm auf, weil ich mich als erwachsene Frau begreife und allen Verniedlichungen eher skeptisch gegenüber stehe.
Zudem kann ich mir unter dem "Lausen von Fläuschen" rein gar nichts vorstellen. Zwar gibt es im Deutschen den Begriff "Flausen", doch werden jene in der Regel nicht gelaust. Zumindest mutet das ungewöhnlich an.

Nun zur ersten Versgruppe:

quote:
Ich hüll mich ein
fach in mein mit
leid & wein mit
mir ein stündchen

"ich hüll mich ein" ist ok. Danach müsste aber infolge deines Enjambements eine weitere Sinneinheit folgen. Was folgt ist jedoch
"fach in mein mit", was ich als unsinnig empfinde. Die beiden Endverse gehen für mich in Ordung.

In der zweiten Versgruppe kicherst du dich frei: "Ei, ei."
Mmh. - Dazu fällt mir leider nichts Passendes ein. Vielleicht soll aber der Reim für sich sprechen?

Die letzte Versgruppe finde ich gut (!) Darauf ließe sich aufbauen. Derzeit rette sie den Rest nicht hinreichend.
Ich hoffe aufrichtig, dass du bald zu deiner alten Form zurückfinden wirst und
grüße freundlich

Trainee


__________________
Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

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Walther
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Lb Trainee/Heidrun/8Zwerg/Orlando etc pp,

in einer schaffenskrise befinde ich mich nicht. schon dieser schlenker zeigt, wie du gerade draufbist. so beginnt man keine sachliche textkritik.

deine hinweise habe ich dankend entgegengenommen und möchte sie nicht kommentieren.

allerdings möchte ich dich aus gegebenem anlaß bitten, mich und meine texte nicht weiter mit deiner anwesenheit zu versehen. allen, die es wissen möchten, ist unsere gemeinsame geschichte bekannt. daher muß ich dir einfach die nötige distanz zur besprechung und fairen würdigung meiner texte absprechen.

ich danke dir für dein verständnis im voraus.

übrigens: mit deinen texten halte ich mich aus gutem grund ebenso heraus. das ist ein kluges und forenorientiertes vorgehen, um verhakelungen vorzubeugen.

lg W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Hallo Leuts und Walter,

dieses Gedicht (am Tag der Philosophie); vielleicht deutet es - wer weiß warum - assoziativ in Richtung Hegels Dialektik; wenngleich nicht ohne poetische Befremdlichkeit:

Melancholie

quote:
Ich hüll(e) mich einfach in mein mitleid & wein(e) mit mir ein stündchen


Unfug

quote:
Dann lass(e) ich mich(/)mir die fläuschen lausen & kichre
mich frei ei ei


Relativierung

quote:
Glaub(e) nicht was ich schrieb & schrieb nicht was ich glaub(e) gut sag(e) ich gut so



Ideell also: der Mensch (als Wesen seiner selbst) im Strudel der Schwere erfindet die Leichtigkeit.

Das Leben ist eine Folge von Verfallsmomenten.

Oder so.

Schöne Grüße von Elke








__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Walther
Routinierter Autor
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lb Elke,

der text ist als twitter-lyrik (280) entstanden. wie du richtig erspürt hast, geht es dem autor darum, mit melancholie und selbstmitleid ein böses spiel zu spielen, ein doppeltes, ein ironisch-selbstironisches.

daher hat die "philosophie"-interpretation etwas für sich. ob Hegel gemeint ist? die dialektik ist ein probates mittel, um plakatives als solches zu entlarven, daher paßt und gehört sie in solche spielchen, wie der text sie treibt.

am ende rollt das lyrich die fahne ein, weil es das ganze vielleicht übertrieben haben könnte ...

danke fürs reinlesen und in die zwischenräume fühlen!

lg W.
__________________
Walther
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