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Leselupe.de > Gereimtes
Flaute
Eingestellt am 02. 04. 2004 09:56


Autor
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george
Routinierter Autor
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Flaute

Vorfr├╝hling, nur wenig Sonne,
viel Schatten,
Flaute.

Die Egomanen-St├╝rme
im Winter geblieben.
Chaotische Winde des Herbstes gez├Ąhmt
oder im Duden verblasen.

Schlachtschiffe der letzten Kriege
liegen auf tiefem Grund,
voll munitioniert gesunken in Eitelkeit.
Langsam wachsen erste Korallen.

Im gr├╝nen Wasser schlie├člich
klar schimmernd Strukturen.
Die lyrischen Boote
schaukeln nur leicht.

Und Wortefischer mit Zeit
zum Flicken und N├Ąhen
von Segeln.



2.4.2004



__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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Venus
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J├╝rgen, das ist meisterhaft!

Beinahe unheimlich, der mahnende Zeigefinger und der dennoch weise sch├╝ttelnde Kopf ÔÇô

Das gr├╝ne Wasser (Grundfarbe der LL ? wenn man so will?) zeigt jedenfalls Struktur! Hier ist schon Hoffnung, wenn auch geduldige...
(?!?!)

ÔÇ×und Wortefischer mit Zeit
zum Flicken und N├Ąhen
von SegelnÔÇť

ein traumhaft sch├Âner Gedankensatz!
Ich verbeuge mich ÔÇô
Und segel mit dem Wind
dagegen...

Recht herzlich,
Gabi

__________________
den wind im r├╝cken, sterb ich mich ein
in den gro├čpassat -
und lebe erst recht

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george
Routinierter Autor
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Liebe Venus,

mit roten Wangen lese ich dein Lob ├╝ber meine Beobachtung der gr├╝nen Wasseroberfl├Ąche mit nur leichtem Wellengang. Die k├Ąmpfenden Fregatten sind versunken. Ja, die Farbe gr├╝n ist bewusst gew├Ąhlt. Die Antwort auf deine Fragezeichen ist "ja". Wo mag blo├č die Flaute sein...

Herzliche Gr├╝├če
J├╝rgen


__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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Jongleur
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Flaute

Hallo George,
Fr├╝hling und Wetter, Meeresfahrt bzw. Liegen in der Flaute - mit diesen Metaphern l├Ąsst sich pers├Ânliches Erleben so sch├Ân umschiffen, dass es f├╝r den Leser angenehm zu lesen, dem Nichteingeweihten aber die zugrundeliegenden, verschl├╝sselten Beobachtungen, Ereignisse, Gef├╝hle nicht preis gibt.
Wobei ja das Ende - und auch der benannte Duden - immerhin das Thema andeutet.
Den letzten Zeilen, sch├Ân formuliert, mag man dann gern beipflichten und sich am gelungenen Bild freuen (auch wenn man vielleicht ein Pr├Ądikat vermisst ... oder sollten die Wortefischer mit den Booten schaukeln?)
Ach ja, nicke ich, w├Ąr' sch├Ân, gen├╝gend Zeit nicht nur zum (ver)Dichten, sondern auch zum Bearbeiten zu haben. Flickarbeit, Flei├čarbeit.
Auch der Einstieg gef├Ąllt mir. Wie ich mir's aber n├Ąher betrachte, frage ich mich, wo "viel Schatten" sich mit "wenig Sonne" wirft
Flaute - eine Windstille, wo man zum Vorw├Ąrtskommen eigentlich einen Wind in die Segel brauchte?
Aber wer will denn immer nur zielstrebig im Wind liegen? Workaholics?
Ich f├╝r mein Teil, obwohl kein Seemann und h├Âchstens mit Ebbe im Portemonnaie dabei, k├Ânnte mich mit Flauten gut anfreunden!
Jongleur

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Ja, ja, das Pr├Ądikat, lieber Jongleur...

Es ist beim Unterschied zwischen "zum" und "beim" Flicken der Segel als Partizip zwischen den Booten in der Leerzeile versunken. Diese Gefahren lauern auf dem offenen Meer; Partizipien sollten Schwimmwesten tragen. Danke f├╝r diesen Hinweis!

Mit dem Hiweis auf Sonne und Schatten hast du physikalisch Recht. Es kommt allerdings auf den Standort des Beobachters an. Steht er im Schatten? Oder betrachtet er das Gesamtbild von au├čen? Und wenn ja, welches?

Vom Inhalt her gesehen, finde ich Flauten zumindest zeitweise hervorragend. Der Wind der monatelang immer aus der gleichen Richtung weht, scheint mir f├╝r einen Segler doch langweilig zu sein. Ich gebe allerdings zu, dass im starken Wind gro├če Fregatten schneller vorw├Ąrts kommen.

Gru├č
J├╝rgen
__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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LuMen
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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frei gesetzt

Hallo george,

beeindruckend ausdrucksstarke Metaphern in freiem Rhythmus gesetzt! Mir gef├Ąllt┬┤s so!

Gru├č
LuMen

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