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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Fliegen
Eingestellt am 26. 10. 2013 20:29


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Wagner-Martinez
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2013

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Fliegen

Eines Tages ging ein Sohn zu seinem Vater. Er hatte tagelang Fl├╝gel gebastelt, denn sein gr├Â├čter Wunsch war es, fliegen zu k├Ânnen. Voller Stolz pr├Ąsentierte er dem Vater seine neuen Fl├╝gel. Er war sich sicher, dass diese Fl├╝gel ihm helfen w├╝rden zu fliegen. Er wollte sie mit dem Vater ausprobieren. Der Vater lie├č sich auf das Experiment ein. Der Sohn versuchte mit aller Kraft vom Boden aus zu starten, aber er stellte fest, dass er vom Boden aus nicht starten konnte. Also kam er auf die Idee, sich auf die Treppe des Hauses zu stellen. Dabei breitete er seine Fl├╝gel aus, w├Ąhrend der Vater unten auf ihn wartete, um ihn auffangen zu k├Ânnen. Auf drei sprang er los. Eine, vielleicht sogar zwei Sekunden, war der Junge in der Luft. Dann fing der Vater ihn auf. Der Junge war voller Freude.
„Hast du das gesehen Papa? Ich wusste es. Mit diesen Fl├╝geln kann ich fliegenÔÇť, sagte er voller Stolz zum Vater. So wiederholten beide das Experiment mehrmals. Mit jedem Flug wurde sein Start und das Fliegen sicherer, aber auch risikoreicher.
Der Vater, der das Verhalten seines Sohnes beobachtet hatte, sagte zum ihm: „So mein Junge, das war es. Dein letzter Sprung ist jetzt dran.ÔÇť
Daraufhin ging der Sohn noch eine Stufe h├Âher, damit es auch der beste Flug werden w├╝rde, da das Fliegen gleich ein Ende haben sollte. Also machte er sich bereit. Er breitete seine Fl├╝gel aus, und bei drei sprang er los. Auch diesmal flog er mindestens zwei Sekunden. Der der Vater ging aber einen Schritt zur Seite und fing ihn nicht auf. Dabei sah er bei der Bruchlandung das entsetzte Gesicht seines Sohnes. Der Sohn schaffte es, sich noch etwas abzurollen. Er tat sich dabei sehr weh, noch mehr schmerzte ihn der Verrat seines Vaters, der nahm ihn in die Arme und fragte, ob alles in Ordnung sei. Weinend sagte der Sohn, ÔÇ×Nichts ist in Ordnung. Ich verstehe die Welt nicht mehr! Warum hast Du das gemacht?ÔÇť
Der Vater hielt ihn in den Armen und sagte zu ihm: „Zuerst habe ich mit Freude gesehen, wie du gelernt hast zu starten, um dann fliegen zu k├Ânnen. Aber ich habe auch sehen k├Ânnen, dass du der Landung immer weniger Beachtung geschenkt hast.ÔÇť
Der Vater entschuldigte sich bei dem Sohn f├╝r den Schmerz, den er ihm zugef├╝gt hatte und f├╝gte hinzu: „Ich wollte, dass du daraus etwas lernst mein Sohn. Je ├Âfter Du fliegst, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass Du zu einem guten Piloten wirst. Zu einem wahren Piloten geh├Ârt aber auch, manchmal eine Bruchlandung hinzulegen und viel wichtiger, auch mit Bruchlandungen umzugehen. Deshalb vergie├č nie, dass es zwar sch├Ân ist, wenn man gelernt hat zu starten, um zu fliegen, aber das alles n├╝tzt einem wenig, wenn man dabei vergessen hat, das Landen zu lernen. Nur so wird man nicht leichtsinnig. Mir war es wichtig, dass Du erkennst, egal, wie oft sich eine Handlung wiederholt, sollte man immer achtsam sein. Lerne zu starten, zu fliegen, zu landen, und am besten noch mit einer Bruchlandung umzugehen. Das macht das wahre Fliegen aus.ÔÇť


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owm der nicht nur seine Tr├Ąume tr├Ąumt, sondern auch lebt.

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