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Leselupe.de > Kindergeschichten
Fliegendrama
Eingestellt am 03. 02. 2003 20:54


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heike von glockenklang
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Fliegendrama

An einem sehr heißen Sommertag sitzen Summ, die Fliegenmutter, und Brummchen, ihr Fliegensohn, auf dem Lampenschirm in Müllers Küche. Es sind noch mehr Fliegen im Raum. Mit einigen sind Summ und Brummchen befreundet. Sie haben schon Fangen gespielt, ein Fliegenkonzert veranstaltet und nun haben sie Langeweile. Fliegenmutter Summ döst vor sich hin, Brummchen mault, es ist nichts los.
Plötzlich fällt die Haustüre ins Schloß, Papa Müller kommt müde von der Arbeit heim. Zu Mama Müller sagt er: „Ich will nichts essen, nur ein großes Glas Saft trinken und mich ausruhen“.
Summ mag den Geruch von Papa Müller sehr. Sie sagt zu Brummchen, dass sie nachher, wenn Papa Müller eingeschlafen ist, zu ihm hinfliegen will. Brummchen freut sich, er möchte erst gar nicht abwarten, bis Papa Müller schläft. Als Papa Müller sich gerade gemütlich aufs Sofa gelegt hat, breitet Brummchen bereits zum Start seine Flügel aus. Ganz erschrocken hält die Fliegenmutter Summ ihren Sohn zurück: „Nein, halt, es ist viel zu gefährlich. Du weißt doch, die Menschen mögen keine Fliegen!“
Brummchen und sein Freund drängeln die Mutter, wenigstens schon mal in die gute Stube zu fliegen. Da will Summ nicht länger warten und sie erlaubt den Abflug in einer langen Reihe. Kaum in der guten Stube angelangt, wollen sich alle Fliegenkinder auf Papa Müller stürzen. Fliegenmutter Summ verbietet es, doch Brummchen und sein Freund sind schon auf Papa Müllers Oberarm. Summ ruft den beiden zu, sie sollen zu den anderen zurückkehren. Doch Brummchen hat keine Angst, er antwortet: „Der Müller atmet schon regelmäßig, mir kann gar nichts passieren.“ Brummchens Freund meint, lass und lieber auf deine Mutter hören, sie kennt den Papa Müller schon länger als wir. Brummchen: „Ich denke nicht daran. Eben war es noch so langweilig, jetzt endlich ist was los. Noch niemals war ich in einem Irrgarten aus Haaren mit Spiegelglatze.“ Ich fliege lieber etwas weg, sagt sein bester Freund und schwebt davon.
"Ha,das ist mir ein Abenteuer wert, ruft Brummchen und
spaziert ganz keck den Oberarm hoch, über Papa Müllers Wange bis zur Nasenspitze. Mutter Summ wird es vor Angst um ihren Sohn ganz schlecht. Sie weiß, daß Papa Müller an seiner Nase kitzelig ist. Ganz recht hat sie. Da,passiert es... Papa Müller hebt seine Hand, um sich die Nase zu reiben. Huh, schnell fliegt Brummchen außer Reichweite.
Als Papa Müller wieder zu schnarchen beginnt, setzt sich Brummchen auf seine Stirn. Das Sitzen gefällt ihm nicht, darum spaziert er auf und ab. Papa Müller brummelt jetzt etwas und zieht die Stirn kraus. Das ist Brummchen wieder nicht geheuer und er geht schnell auf die Halbglatze. „Halbglatze“ sagen Brummchen und seine Freunde zu Papa Müllers Frisur, weil er oben auf dem Kopf zur zwei oder drei Haare hat (Brummchen weiß es nicht genau, er kann so schlecht zählen) und rundherum viele Locken. Nun ja, die Halbglatze ist ein Abenteuer wert.
Viele Schweißtropfen hängen an ihr und glitzern wie Diamanten (Edelsteine). In einem besonders schönen prüft sich Brummchen von allen Seiten und findet, dass er ein ganz fescher Fliegensohn ist. Von seiner Schönheit so beeindruckt, hat er nicht gemerkt, dass sich Papa Müllers Hand vorsichtig angepirscht hat und nun ganz geschwind nach ihm schnappt.
Die Hand hat es geschafft, Brummchen zu fangen. Er ist einfach zu überrascht gewesen, um das Weite zu suchen. Nun ist er gefangen in einer dunklen Fausthöhle. Er hat Angst, ruft: „Mama, Mama, Hilfe, Hilfe!“ Doch die Fliegenmutter ist weit weg. Sie hat auch Angst um ihren Sohn und weint.
Brummchen wird es in der Hand immer enger, weil Papa Müller seine Finger zusammendrückt. Brummchen flüchtet in die Nische zwischen Mittelfinger und Ringfinger, wagt es kaum noch, zu atmen. Zuletzt denkt er: hätte ich doch mal lieber auf Mama gehört, es ist so schrecklich.
Papa Müller denkt, dass die kleine Fliege gestorben ist. Er öffnet seine Hand und will nachschauen. Die anderen Fliegen sehen, wie sich die Hand öffnet, und rufen ganz laut: „Brummchen, Brummchen, komm schnell!“ Brummchen hat gemerkt, daß es hell wird und durch das erste Licht flüchtet er zu seiner Mutter. Diese gibt ihm einen dicken Kuß und sagt: „Ich bin riesenfroh, dass du gesund bist.“ Ja, das meinen auch Brummchens Freunde.
Nach diesem Schrecken möchte Brummchen nach Hause und über alles noch einmal nachdenken. Dies finden die anderen gut und sie fliegen alle in die Küche der Müllers zurück.

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Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kühle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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Marcus Richter
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Hi Heike,
die Geschichte liest sich kindermäßig gut. Aber der Schluss!
Entschuldige, aber der Schluss ist BLA. Ich, für mich, würde den ganzen Rest weglassen. Vielleicht wäre es am besten, wenn du aufhörst, wenn Mutter sagt, Ich bin froh, daß, du gesund bist.

Das würde nicht mal deine Geschichte stören und würde den moralischen Anspruch, man müsse befolgen, was die Mutter sagt, eher in den Vordergrund stellen.

brummige Grüsse
Marcus
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"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Grünbein

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heike von glockenklang
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danke, Marcus

diese geschichte ist eine von denen, wie ich sie vor 20 jahren für eine kleine zeitung schrieb. mein lektor riet mir, sie doch auch einmal in leseupe zu veröffentlichen. nach anfänglichen und längerem zögern probiere ichs mal und schaue was dabei heraus kommt. daher bin ich sehr dankbar eine faire kritik zu bekommen. ich weiß auch nicht ob es sinnvoll ist an den alten sachen noch etwas zu ändern,da ich inzwischen einen erweiterten stil pflege. ich warte noch ein weilchen ab und ändere dann evtl.
vielen dank nochmal!!!!!!
heike
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H Keuper-g /13.07.06

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flammarion
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aber,

liebe heike, wenn du meinst, dass du es heute besser kannst als damals, dann tu uns doch die liebe und geh noch mal mit m stift über die geschichte. sie hat was! ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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heike von glockenklang
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oh, stöhn

also doch....danke und liebe grüsse
heike

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H Keuper-g /13.07.06

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heike von glockenklang
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hallo flammmarion..

bitte kannst du konkretiesieren was ich ändern sollte?
ehrlichgesagt
weiß ich nicht ob ich mich noch einfühlen kann. dann brauchte ich klare hilfestellung.
danke im vorraus
heike
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H Keuper-g /13.07.06

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