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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 26. 10. 2011 06:52


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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

Werke: 34
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Wieso, frage ich mich und beobachte sie.
Was hält mich noch bei dieser Frau, warum bin ich noch bei ihr, arbeite mit ihr?
- Ja, es gab einmal Liebe, es gab einmal eine gemeinsame FĂĽrsorge, Gedanken, einander in das Leben einzubeziehen.
Aber was ist davon geblieben?

Wir hatten vier Kinder, Haus, Firma und Einbindung in Kirchengemeinde, Rotarier und Partei.

Wir hatten Sex und wir hatten gesellschaftliche Stellung.
SpaĂź miteiander und Macht und Ansehen ...

Wir hatten 'was davon, was Menschen brauchen ... und so.

Aber es ist vergangen.
Sie ist nicht mehr dabei.

Es interessiert mich nicht mehr, ob sie das pure Leben gefunden hat.
Es ist mir egal.

Braucht sie mich noch?

Haben in Tunesien die Islamisten 40 % der Stimmen gewonnen - und hätte die CDU einen religiösen Partei-Hintergrund gerade ebenso hier wie die dort ??

Wie radikal sind die hier - oder wie tolerant müssen die dort sein - oder wie falsch sind sie religiösen Mächte in der Politik allemal?

Mich interessierte nur diese eine Frau.
Ganz persönlich. Ganz speziell.
Bis ich verstehen durfte, dass sie mein Interesse nich länger verdient.

Ich verstehe nicht und verstehe doch, und wundere mich und wundere mich ĂĽber gar nichts mehr!
Welche Falschheit, welche Realität, welche Unwirklichkeit!

Wir sind in feiner Gesellschaft und machen „small talk“.
Sie fĂĽr sich und ich fĂĽr mich.
Wir sind noch Arm in Arm herein getreten in den Saal und haben den Präsidenten und seine Gattin gemeinsam förmlich gegrüßt.
Lächelnd habe ich zur Kenntnis genommen, wie seine Souffleuse unsere Namen ihm für diesen Akt der Begrüßung angeben musste.
So wichtig sind wir nicht, als dass er selbst uns hätte kennen müssen.

Aber auf diesem Bankett sind wir geladene Gäste, wohl eher ihretwegen als meinetwegen.
Ihr Chef hat es vermittelt, hat es arrangiert. Jetzt also sind wir hier, in der feinsten Gesellschaft und ich muss eines gestehen: Fliege trage ich viel lieber als Krawatte!

Geradezu schauderhaft war der Stoff einer Hose, die ich bei der Erstkommunion unserer Tochter getragen hatte. Alles nur Schein, aber so kratzig auf der empfindlichen Haut meiner Beine, so nass und unbequem, beinahe wie Perlon-Hemden aus alter Zeit!

Wie elend war mein Leben?
Wie schäbig mein Schein, wie verborgen mein Sein?

Jetzt trage ich feinen Stoff, nichts kratzt, kein Schweißtropfen quält mich in diesem Outfit.
Perfekt der Kragen, und die Fliege um meinen Hals ist wie die schmeichelnde Hand einer liebenden Frau, die mich streichelt.

Ich werde mir meines eigenen Lächelns bewusst und der oberflächlichen Botschaft, die es vermittelt. Ich denke daran, wie es mir unwirklich erscheint aber doch real ist.
Andere Menschen sind um mich herum. Sie nicken mir freundlich zu, sie murmeln höfliche Floskeln und lächeln ebenfalls.

„Christian möchte Dich in zwanzig Minuten -“ flüstert sie mir plötzlich zu, hinter mir stehend.
Ich lasse sie nicht einmal ausreden, wende mich ab und will nicht hören, was sie sagt.
Beginne ich nicht gerade zu lernen, dass es eine neue Wahrheit in meiem Leben gibt?

Tatsächlich hatte ich hier auch dem Empfang sie zwischenzeitlich sogar aus den Augen verloren, während ich meinen Gedanken nachgehangen hatte.

Aber ich will gar nicht mehr mit ihr reden, nicht hier und jetzt und nicht mit irgendwem, vermittelt von ihr.
Etwas in meinem Leben geht zu Ende, etwas ist zu Ende gegangen.
... sie ...

Ein Gespräch mit mir als Preis für die Eintrittskarte hierher?

Ich bewege mich durch eine Gruppe von Gästen und lasse ihr keine Chance, weiter zu sprechen.
Ich will nicht zuhören, nicht wissen, was sie sagen will.
Ich bin nicht länger ihr Angestellter, ihr Lakai und jemand, auf dem sie alles abladen kann, abtreten und den sie sich im eigenen Glanz badend mit Verachtung behandeln könnte.

Ich nehme ein Glas Sekt vom Tablett, das mir eine junge Kellnerin mit einem gleichermaßen freundlichen wie unverbindlichen Lächeln offeriert.

Ich begegne dem Blick einer Frau, die gerade ihr Sektglas zur Seite stellt.
Dir.
Du nimmst den Kontakt an, Du siehst zu mir hin.
Du stehst geradezu verlassen da, nachdem der Kellner mit dem Tablett, auf dem Du Dein Glas abgestellt hast weiter geeilt ist.

Nie wieder will ich einer Gräfin gut sein und deren Schein-Welt.
Niemals werde ich wieder lächeln und schweigen.

Ich will reden.
Ich wikll denken und schreiben und lebendig sein!

Nur ein paar Schritte, und ich stehe bei Dir.
„Small talk“, denke ich: das ist so einfach, so normal und gehört jetzt hierher.
Ich könnte Dich retten. Mit etwas „Small talk“.
„Ich glaube, er wartet auf Sie“, flüsterst Du.

- Wie kannst Du das wissen?
„Sollte ich dafür nun Sie hier und jetzt ganz allein stehen lassen?“
Du legst den Kopf unendlich charmant zur Seite und lächelt mich an. Dann beginnst Du zu lachen und greift nach einem neuen Sektglas, das gerade auf einem Tablett vorbei schwebend angeboten wird.
„Nein!“

Was ist es, das ein Mann als erstes wahrnimmt?
Wären es Brüste, wäre es der Schwung der Lenden unter einem engen Kleid?
Wären es rote Lippen oder strahlende Augen, oder was wäre es wohl?
Gibt es Männer, die ein „Beuteschema“ haben und einfach nur einen bestimmten „Typ“ von Frau suchen?

Gibt es Frauen, die sich den Beute-Gelüsten der suchenden Männer anpassen, damit sie gefunden werden mögen?
Sind wir gefangen in archaischen Verhaltensweisen und uns selbst ausgeliefert und geopfert, und können wir gar nicht anders, als letztlich zu funktionieren und unseren Hormonen zu gehorchen?

Jedenfalls:
Christian hat keine Chance.

Sie hat keine Chance mehr, mich fĂĽr ihre Interessen einzuspannen. Sie reguliert mein Leben nicht mehr, meine Zukunft nicht und nicht sonst, was ich nun selbst steuern und bestimmen will.

Welche Verabredung auch immer es gegeben haben mochte.
Dein „Nein“ nicht einfach nur charmant.
Es ist Herausforderung und Verlangen zugleich.
Es wird zu einem Versprechen und zu einem Zauberspruch.

Solche Zaubersprüche können nur Frauen bei ganz besonderen Gelegenheiten sprechen.




Die sind unendlich machtvoll und können das Gesicht der ganzen Welt verändern.

Ich ahne vielleicht sogar, dass dies ein solcher besonderer Moment wäre. Aber ich mache auch nicht nur den kleinsten Versuch, mich dagegen zu wehren.
Ich weiß nur zu gut: da hätte ich sowieso keine Chance.

Sie hatte sich von mir gelöst, kaum nachdem wir die Begrüßung absolviert hatten.
Sie hatte mir bedeutet, dass sie mich nicht brauche, nicht haben wollte.
Sie bewegte sich auf diesem Parkett mit einer ihr eigenen Selbstverständlichkeit und bemüht sich nicht mehr, mich noch noch mitnehmen zu wollen.

Sie hat mich längst allein gelassen.
Ich habe mich lange schon daran gewöhnt.
Aber ich bin icht nur ihr Servant.

Erst als Christian nach mir fragt, da werde ich nochmals wichtig, Wie eine Schlange und hinterrücks und heimtückisch zu überreden versucht sie mich: ich müsste nun diesen Termin noch unbedingt wahr­nehmen.

Aber mir hat sich zwischenzeitlich ein neuer Zauber aufgetan, und dafĂĽr brauche ich keinen Christian nicht, dafĂĽr sie nicht und weder dieses Ambiente noch meinen MaĂźanzug und auch nicht die Fliege um meinen Hals, obschon ich beides inzwischen sogar leiden mag.

Erstaunt bin ich und stehe Dir gegenĂĽber.
„Nein“ - hatte ich gerade noch gehört.
- Nein, um nichts in der Welt sollte ich Dich hier und jetzt allein lassen.
- Nein, ich wollte das auch nicht und würde nicht und überhaupt …
hier nicht und jetzt nicht und niemals und überhaupt … nie verlassen und einfach irgendwo stehen lassen!
- Ich wĂĽrde Dich niemals stehen lassen!

Welch ein Zauber, welch eine besondere Situation war gerade entstanden?

Später hast Du mir erzählt, diesen Moment genauso erlebt zu haben, so wie ich.
Ganz außergewöhnlich.
Bis heute frage ich mich, ob Du Zauberkräfte eingesetzt hattest.

Dann plötzlich war sie wieder da, flüsterte nur, aber zischend und drängend: „Christian wartet auf dich!“
„Nein!“ entgegnete ich nur, mich abwenden.
„Das ist die Chance, die nie wieder kommt!“
- Warum nun, warum genau ich?
- Warum ausgerechnet jetzt?
So viele Chancen sind vergangen!
So oft sie und ich nicht je wahr geworden, obschon wir doch scheinbar zusammen waren.

Sie hat mich schon seit einem Jahr konsequent nicht mehr gekĂĽsst.
Ihre Symbolik dafür, dass es keine Liebe mehr gäbe zwischen uns?
Sex war nur eine Pflicht, aber keine KĂĽr mehr in unserer Beziehung gewesen.
Sie hatte sich mir aus Pflicht gegeben?
- gesetzlich und so?
- aber längst nicht mehr sie selbst?

War ich unsensibel, das nicht wahrgenommen zu haben?
Oder hatte ich es nicht wahrhaben wollen?
Hatte ich mich mit dem Rest von Beziehung zufrieden geben wollen?

„Christian wartet auf Dich“, flüstert sie nochmals, geradezu verschwörerisch hinter mir stehend.
Ich will den Termin längst nicht mehr …
„Sag' ihm, ich sei verhindert!“
„Das reicht nicht!“
„Sag' ihm, deinetwegen!“
Sie stockt.
Sie fragt mich nicht, was ich fĂĽr sie noch bedeute.
Sie ahnt und sie weiĂź, das zwischen uns etwas zerbrochen ist.
Sie fragt jetzt auch nicht mehr, ob wir noch Sex haben sollten.
- Nicht jetzt und nie wieder.
Es gab einmal einen Konsens jenseits allen Streites.
- Irgendwann einmal.
Es gab einmal eine andere Zeit. Die ist nun unwiederbringlich vorbei.

Sie wendet sich ab und geht.
Soll sie doch zu Christian gehen und es ihm erklären.

Warum fühle ich längst keine Wärme mehr, keine Zärtlichkeit in ihrer Nähe?

Stattdessen ruft mich eine völlig ungewisse Zukunft.
Ich sehe das Leuchten einer kleinen Kerze, spĂĽre, wie die nicht nur hell ist und klar, sondern auch warm.
Vielleicht ist es doch nicht nur ein Beuteschema.
Vielleicht gibt es noch etwas anderes, das wir wahrnehmen können, mehr, als nur sexuelle Schlüsselreize?

Ob sie, ehe sie ging, auch nur bemerkt hat, wie nahe ich bereits bei Dir bin?

Wieso, frage ich mich und beobachte sie.
Ich verstehe nicht und verstehe doch, und wundere mich und wundere mich ĂĽber gar nichts mehr!
Welche Falschheit, welche Realität, welche Unwirklichkeit!

Wir sind in feiner Gesellschaft und machen „small talk“.
Sie fĂĽr sich und ich fĂĽr mich.
Wir waren noch Arm in Arm herein getreten in den Saal und haben den Präsidenten und seine Gattin artig gemeinsam gegrüßt.
Lächelnd habe ich zur Kenntnis genommen, wie seine Souffleuse unsere Namen ihm für diesen Akt der Begrüßung angeben musste.
So wichtig sind wir nicht, als dass er uns selbst hätte erkennen müssen.

Aber auf diesem Bankett sind wir geladene Gäste, wohl eher ihretwegen als meinetwegen.
Anbahnung sei es, Chancen gälte es aufzutun und Kontakte zu fördern?
Da also sind wir hier, in der feinsten Gesellschaft und ich muss eines gestehen: Fliege trage ich viel lieber als Krawatte!

Geradezu schauderhaft war der Stoff einer Hose, die ich bei der Erstkommunion unserer Tochter getragen hatte. Alles nur Schein, aber so kratzig auf der empfindlichen Haut meiner Beine, so nass und unbequem, beinahe wie Perlon-Hemden aus alter Zeit!
Jetzt trage ich feinsten Stoff, nichts kratzt, kein Schweißtropfen quält mich in diesem Outfit.
Perfekt der Kragen.
Die Fliege um meinen Hals ist wie die schmeichelnde Hand einer liebenden Frau, die mich streichelt.

Ich werde mir meines eigenen Lächelns bewusst und der Botschaft, die es vermittelt. Ich denke daran, wie es mir unwirklich erscheint aber doch real ist.
Andere Menschen sind um mich herum. Sie nicken mir freundlich zu, sie murmeln höfliche Floskeln und lächeln ebenfalls.
Wie scheinheilig, dieses verdammte Lächeln, oder?

„Christian möchte Dich in zwanzig Minuten -“ flüstert sie mir plötzlich zu, hinter mir stehend.
Ich lasse sie nicht einmal ausreden, wende mich ab und will nicht hören, was sie sagt.
Tatsächlich hatte ich sie aus den Augen verloren, während ich meinen Gedanken nachgehangen hatte.
Aber ich will nicht mit ihr reden, nicht hier und jetzt und nicht mit irgendwem, vermittelt von ihr.
Ein Gespräch mit mir als Preis für die Eintrittskarte hierher?

Ich bewege mich durch eine Gruppe von Gästen und lasse ihr keine Chance, weiter zu sprechen.
Ich will nicht zuhören, nicht wissen, was sie noch sagen will. Irgendwie ist mir klar: sie hat mir nichts mehr zu sagen.

Ich nehme ein Glas Sekt vom Tablett, das mir eine junge Kellnerin mit einem gleichermaßen freundlichen wie unverbindlichen Lächeln offeriert.

Ich begegne dem Blick einer Frau, die gerade ihr Sektglas zur Seite stellt.
Dir.
Du nimmst den Kontakt an, Du siehst zu mir hin.
Du stehst geradezu verlassen da, nachdem der Kellner mit dem Tablett, auf dem Du Dein Glas abgestellt hast weiter geeilt ist.

Nur ein paar Schritte, und ich stehe bei Dir.
„Small talk“, denke ich: das ist so einfach, so normal und gehört jetzt hierher.
Ich könnte Dich retten. Mit etwas „Small talk“.
„Ich glaube, er wartet auf Sie“, flüsterst Du.

- Wie kannst du das wissen?
„Sollte ich dafür nun Sie hier und jetzt ganz allein und stehen lassen?“
Du legst den Kopf unendlich charmant zur Seite und lächelt mich an. Dann beginnst Du zu lachen und greift nach einem neuen Sektglas, das gerade auf einem Tablett vorbei schwebend angeboten wird.
„Nein!“
- Es ist wie der Klang einer Glocke.

Was ist es, das ein Mann als erstes wahrnimmt?
Wären es Brüste, wäre es der Schwung der Lenden unter einem engen Kleid?
Wären es rote Lippen oder strahlende Augen, oder was wäre es wohl?
Gibt es Männer, die ein „Beuteschema“ haben und einfach nur einen bestimmten „Typ“ von Frau suchen?
Gibt es Frauen, die sich den Beute-Gelüsten der suchenden Männer anpassen, damit sie gefunden werden mögen?
Sind wir gefangen in archaischen Verhaltensweisen und uns selbst ausgeliefert und geopfert, und können wir gar nicht anders, als letztlich zu funktionieren und unseren Hormonen zu gehorchen?

Jedenfalls:
Christian hat keine Chance.
Welche Verabredung auch immer es gegeben haben mochte.
Dein „Nein“ war nicht einfach nur charmant.
Es war Herausforderung und Verlangen zugleich.
Es war heftig und klangvoll.
Es wurde zu einem Versprechen und zu einem Zauberspruch.

Solche Zaubersprüche können nur Frauen bei ganz besonderen Gelegenheiten sprechen.
Die sind unendlich machtvoll und können das Gesicht der ganzen Welt verändern.

Ich ahne vielleicht sogar, dass dies ein solcher besonderer Moment wäre. Aber ich mache auch nicht nur den kleinsten Versuch, mich dagegen zu wehren.
Ich weiß nur zu gut: da hätte ich sowieso keine Chance.

Sie hatte sich von mir gelöst, kaum nachdem wir die Begrüßung absolviert hatten. Sie bewegte sich auf diesem Parkett mit einer ihr eigenen Selbstverständlichkeit und bemüht sich nicht mehr, mich noch noch mitnehmen zu wollen.
Sie hat mich längst allein gelassen.

Erst als Christian nach mir gefragt hat, da wurde ich nochmals wichtig, Wie eine Schlange und hinterrücks und heimtückisch zu überreden versucht sie mich: ich müsste nun diesen Termin noch unbedingt wahr­nehmen.

Aber mir hat sich zwischenzeitlich ein neuer Zauber aufgetan, und dafĂĽr brauche ich keinen Christian nicht, dafĂĽr sie nicht und weder dieses Ambiente noch meinen MaĂźanzug und die Fliege, obschon ich beides inzwischen sogar leiden mag.

Erstaunt bin ich und stehe Dir gegenĂĽber.
„Nein“ - hatte ich gerade noch gehört.
- Nein, um nichts in der Welt sollte ich Dich hier und jetzt allein lassen.
- Nein, ich wollte das auch nicht und würde nicht und überhaupt …
hier nicht und jetzt nicht und niemals und überhaupt … nie verlassen und einfach irgendwo stehen lassen!

Welch ein Zauber, welch eine besondere Situation war gerade entstanden?

Später hast Du mir erzählt, diesen Moment genauso erlebt zu haben, so wie ich.
Ganz außergewöhnlich.

Dann plötzlich ist sie wieder da, flüsterst nur, aber zischend und drängend: „Christian wartet auf dich!“
„Nein!“ entgegne ich nur, will mich abwenden.
„Das ist die Chance, die nie wieder kommt!“
- Warum nun, warum genau ich?
- Warum ausgerechnet jetzt?
So viele Chancen sind vergangen!

Sie hat mich schon seit einem Jahr konsequent nicht mehr gekĂĽsst.
Ihre Symbolik dafür, dass es keine Liebe mehr gäbe zwischen uns?
Sex war nur eine Pflicht, aber keine KĂĽr mehr in unserer Beziehung gewesen.
Sie hatte sich mir aus Pflicht gegeben?
- gesetzlich und so?
– aber längst nicht mehr sie selbst?

War ich unsensibel, das nicht wahrgenommen zu haben?
Oder hatte ich es nicht wahrhaben wollen?
Hatte ich mich mit dem Rest von Beziehung zufrieden geben wollen?

„Christian wartet auf Dich“, flüstert sie, geradezu verschwörerisch hinter mir stehend.
Ich will den Termin längst nicht mehr …
„Sag' ihm, ich sei verhindert!“
„Das reicht nicht!“
„Sag' ihm, deinetwegen!“
Sie stockt.
Sie fragt mich nicht, was ich fĂĽr sie noch bedeute.
Sie ahnt und sie weiĂź, das zwischen uns etwas zerbrochen ist.
Sie fragt jetzt auch nicht mehr, ob wir noch Sex haben sollten.
- Nicht jetzt und nie wieder?

Es gab einmal einen Konsens jenseits allen Streites.
Es gab einmal eine andere Zeit …
die ist nun unwiederbringlich vorbei.

Sie wendet sich ab und geht.
Soll sie doch zu Christian gehen und es ihm erklären.

Warum fühle ich längst keine Wärme mehr, keine Zärtlichkeit in ihrer Nähe?

Stattdessen ruft mich eine völlig ungewisse Zukunft.
Ich sehe das Leuchten einer kleinen Kerze, spĂĽre, wie die nicht nur hell ist und klar, sondern auch warm.

Ich stehe nicht nur irgendwo nahe in diesem Raum bei Dir, sondern auch gefĂĽhlt, auch mit einem unsichtbaren Licht beleuchtet, bin zu Dir gekommen.

Ob sie, ehe sie ging, auch nur bemerkt hat, wie nahe ich bereits bei Dir bin?


__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

Version vom 26. 10. 2011 06:52
Version vom 26. 10. 2011 19:59

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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

Werke: 34
Kommentare: 85
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Liebe Leserinnen und Leser,

hier eine neue Version,
die ältere kann aufgerufen werden unter den Links zu älteren Versionen unter dem Text.

Ob durch aktuellen Bezug eine Geschichte gewinnt oder zeitbezogen wird und damit so schnell verliert wie Nachrichten?

Es ist ein Versuch, ein Ansatz vielleicht nur.

Meinung?

GruĂź

miro

__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

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