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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Flucht
Eingestellt am 04. 10. 2001 19:55


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Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

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Die Flucht

Jetzt, da seit Stunden das erste Mal etwas Ruhe in mein Denken einkehrt, gehe ich im Kopf die Dinge durch, die ich so hastig f├╝r die Flucht in meinen Koffer gepackt habe. Ich bin unge├╝bt im Fliehen; Reisen, selbst mit unbekanntem Ziel kenne ich, aber dies ist etwas v├Âllig anderes. Nie habe ich an so eine M├Âglichkeit gedacht, sie auch nie in Gedanken durchgespielt, so sicher habe ich mich gef├╝hlt.
Heute Morgen kamen die ersten Meldungen im Radio, die Bev├Âlkerung meiner Stadt wurde um Besonnenheit gebeten. Ich war noch zu m├╝de, um alles zu verstehen, meine Gedanken besch├Ąftigten sich mit einigen Worten wie, ÔÇŽkeine unmittelbare Gefahr,ÔÇŽ alles wird versuchtÔÇŽ KernschmelzeÔÇŽ, Bev├Âlkerung evakuiertÔÇŽ.
An diesen S├Ątzen lutschte mein Gehirn wie an Kieselsteinen, ich verstand noch nicht, was dies alles bedeuten k├Ânnte.
Die Nachrichtensender des Fernsehens lieferten meinen Augen Bilder von der getroffenen Betonkuppel, zeigten Rauch, Feuerwehr und atemlose Berichte der Reporter vor Ort. Da bekam ich das erste Mal wirklich Angst, es war meine vertraute Umgebung, die pl├Âtzlich durch die Fernsehbilder zu einem so genannten ÔÇ×SchauplatzÔÇť wurde.
Als ich einen Blick aus meinem Fenster warf, sah ich die Nachbarn mit schweren Taschen beladen zu ihren Autos hasten. Mir fiel auf, dass die Durchsage, niemand solle das Haus verlassen, inzwischen als Schriftband unter den Bildern lief. Rettungskr├Ąfte seien im Einsatz, man solle sie nicht behindern. Bald erhielte jeder Anwohner eine Gasmaske, Schutzkleidung oder w├╝rde an einen sicheren Ort gebracht. Es klang nicht sehr ├╝berzeugend. So beschloss ich, das gleiche zu tun, wie die anderen Bewohner der Siedlung, mich auf die Flucht begeben. Ich bin fast sechzig, lebe alleine mit meinen beiden Katzen - sicher habe ich Freunde, aber die wohnen in der Nachbarschaft und k├Ânnten auch nichts f├╝r mich tun. Das erste Mal in meinem Leben musste ich dar├╝ber nachdenken, was ich wirklich brauche. Ich danke in einem kurzen Gebet Gott, dass ich mein Auto nicht abgeschafft habe, wie ich es mir vorgenommen hatte. Nat├╝rlich, die Katzen w├╝rde ich nicht ihrem Schicksal ├╝berlassen, also zuerst die Beiden in die Transportkiste. Aber was brauchte ich noch? Es war Februar, also etwas warmes zum Anziehen, festes Schuhwerk, die Daunenjacke. Alle Ausweise, die Karte von der Krankenkasse, Bargeld, zweihundert Mark, mehr hatte ich nicht. Ich w├╝rde den Koffer mit den Rollen nehmen, einen gro├čen Samsonite Hartschalenkoffer. Als ich ihn damals kaufte, erschien er mir so sicher wie ein Schweizer Safe. Soviel habe ich inzwischen von den immer neuen Nachrichten verstanden, man bef├╝rchtet eine Explosion, nat├╝rlich sei sie sehr unwahrscheinlich, aber wenn es dazu k├Ąme, w├╝rde es meine Stadt danach nicht mehr geben. Experten versicherten immer wieder, es sei kaum denkbar, aber trotzdem eventuell m├Âglich, dass es zum Schlimmsten k├Ąme.
Nachdem ich die Katzen ins Auto gebracht und Sparbuch und Papiere in meiner Handtasche verstaut hatte, legte ich den ge├Âffneten Koffer mitten ins Wohnzimmer. Ich besitze keine wirklichen Wertgegenst├Ąnde, keine wertvollen Gem├Ąlde, keinen teuren Schmuck ÔÇô so musste ich die Dinge einpacken, die mir am Herzen lagen. Unvermittelt brach ich in Tr├Ąnen aus, nichts von all meinen Besitzt├╝mern war als einzelnes wichtig, aber zusammen ergaben sie mein Heim. Der Sessel in dem ich abends immer sa├č und las, die vielen B├╝cher im Regal, der alte Kerzenst├Ąnder von meiner Oma, mein Bett so bequem und gem├╝tlich wie ein Paradies. Jetzt sollte ich Einzelnes hier heraustrennen, Hilflosigkeit lie├č mich als erstes zum Kleiderschrank gehen, Pullover, W├Ąsche, Schuhe waren schnell im gierig ge├Âffneten Maul des Koffers verstaut, aber er war damit noch nicht einmal bis zur H├Ąlfte gef├╝llt. Ratlos wanderte ich durch die Wohnung, das Fotoalbum musste mit, der Kinderl├Âffel aus Horn, mein alter Fotoapparat und die Briefe meiner Mutter. Ich wagte nicht ins B├╝cherregal zu sehen, B├╝cher sind so schwer und ich liebte sie alle, es war mir unm├Âglich zu bestimmen, welche mich begleiten sollten, so lie├č ich sie alle stehen. Zum Gl├╝ck erinnerte ich mich in letzte Minute an meinen Kulturbeutel, Seife, Handt├╝cher und den Inhalt meines Medizinschr├Ąnkchens. Damit war der Koffer dann fast voll, ich schloss ihn und begab mich auf die Flucht.
Jetzt fahre ich hier im Schritt-Tempo auf einer Landstrasse, mit tausenden von anderen Fl├╝chtlingen, die Katzen jammern in ihrem Korb, das Radio berichtet von unendlich langen Stauungen auf den Autobahnen. Zum Gl├╝ck ist mein Wagen voll getankt, denke ich, als ich die langen Schlangen vor einer Tankstelle sehe. Ich muss nach Westen, gegen die Windrichtung. Leider habe ich die Stra├čenkarten vergessen, aber alle Wege sind verstopft, was sollte sie mir da n├╝tzenÔÇŽ. Pl├Âtzlich kommt ein Knall, eine Helligkeit in weiter Fern, dann eine Ersch├╝tterung, die viel zu stark f├╝r den Knall erscheint. Mein Vordermann steigt aus dem Auto, nimmt ein Baby auf den Arm und schreit seiner Frau etwas zu. Sie folgt ihm etwas z├Âgernd mit einem ├Ąlteren M├Ądchen an der Hand. Sie laufen querfeldein, ohne Gep├Ąck und ohne sich umzublicken. Damit bin ich in meinem Auto gefangen. Immer mehr Menschen steigen aus, nehmen so viel Gep├Ąck, wie sie tragen k├Ânnen und rennen ebenfalls ├╝ber die lehmigen ├äcker davon. Panik ├╝berkommt mich, ich will auch laufen, auf keinen Fall will ich hier alleine zur├╝ckbleiben. Ich hieve das Gep├Ąck heraus und nehme den Katzenkorb. Der Koffer ist schwerer als ich dachte, erst bleibe ich auf der Strasse, damit ich ihn ziehen kann, aber nach wenigen hundert Metern ist kein weiterkommen mehr m├Âglich, Autos stehen hier verkeilt ineinander, ich muss meinen Weg ebenfalls ├╝ber die Felder suchen. Schon nach wenigen Schritten setzten sich die Rollen des Samsonite mit der nassen Erde zu, also versuche ich ihn zu tragen, aber daf├╝r ist er viel zu schwer. Schnell gebe ich auf, lasse ihn einfach in einer Ackerfurche liegen, renne um mein Leben. Immer h├Ąufiger werde ich von j├╝ngeren Menschen ├╝berholt, einmal sehe ich aus den Augenwinkeln einen Mann mit meinem Koffer, ich will ihm zurufen, er solle ich gef├Ąlligst stehen lassen, merke aber, wie sinnlos dies ist. Soll er ihn doch schleppen, soll er sich doch die Familienfotos ansehen und meine Pullover tragen, das spielt alles keine Rolle mehr. Immer schwerer wird der Katzenkorb in meiner Hand, die beiden ver├Ąngstigten Tiere maunzen laut. Ersch├Âpft bleibe ich stehen, hole einen Moment Atem, renne weiter. Meine Beine werden immer schwerer, dicke Lehmklumpen kleben an meinen Schuhen, einmal st├╝rze ich und schlage mein Knie auf. Schlie├člich kann ich den K├Ąfig nicht mehr tragen, stelle ihn ab und ├Âffne ihn. Sie wollen nicht herauskommen, F├╝rchten sich vor den schreienden Menschen, ich muss sie herauszerren, dann st├╝rzen sie den Fliehenden hinterher. Jetzt habe ich nichts mehr zu tragen trotzdem laufe ich nicht mehr, sondern gehe einfach in schnellem Schritt weiter. Flucht, ich fliehe, merke wie ├Ąhnlich ich den Bildern geworden bin, die ich sonst vom Sofa aus in den Nachrichten gesehen habe. Meine H├Ąnde sind inzwischen eiskalt, die Handschuhe waren im Koffer. Langsam wird es d├Ąmmrig, ich habe keine Ahnung mehr ob die Richtung in die ich gehe mich in Sicherheit bringen wird. Ich folge Stimmen, Rufen, dem aufheulenden Motor eines Motorrades, das sich festgefahren haben muss. Die M├╝digkeit l├Ąsst mich gleichg├╝ltig werden, in der Ferne brennt ein gro├čes Feuer, hier will ich hingehen, mich aufw├Ąrmen, vielleicht mit einem anderen Menschen sprechen. Nur nicht mehr alleine sein innerhalb dieser fliehenden Herde. Sprechen, bitte lieber Gott, lass mich mit jemandem sprechen.

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Morgana
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Beeindruckend ...

be├Ąngstigend... ich habe die Geschichte gebannt von der ersten bist zu letzten Zeile gelesen und konnte nicht mal auf den Stil achten. Somit mu├č ich sagen: Grobe Schnitzer waren keine drin. Das h├Ątt ich wohl gemerkt. Auf Feinheiten mu├č ich bei genauerem Durchlesen nochmal achten, wenn du wert drauf legst, eine Kritik zu lesen... *l├Ąchel*
Ich war so gefangen von der Stimmung die Du geschaffen hast, das ich garnicht gemerkt habe wie Du das gemacht hast.
Ich werde mir die Geschichte auf jeden Fall ausdrucken und genau anschauen. Mir scheint hier kann ich was ├╝ber Tempo und Spannung lernen.

Bright Blessings

Morgana
__________________
Man kann nicht wissen ob man etwas kann oder nicht, bevor man es nicht versucht hat...

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Kyra
Fast-Bestseller-Autor
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Hi

Hallo Morgana

f├╝r textkritik bin ich immer dankbar, also wenn Du tats├Ąchlich Lust hast. Ich wei├č ich mache immer Fehler, die ich selber nicht sehe.

Viele Gr├╝├če

Kyra

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Breimann
???
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Im Zeitgeist?

So habe ich gedacht, liebe Kyra, als ich diesen Beitrag las. Eine Szenario, das wir alle f├╝rchten, und besonders, seitdem wir uns in dieser "Nach-dem-11.September-Terrorakt-Zeit" befinden. In allen Zeitungen, in vielen Fernseh- und Radiosendungen wird ├╝berlegt, was passieren k├Ânnte, wenn ein ... auf ein Kernkraftwerk st├╝rzt.
Stlistisch ist es, wie ├╝blich, so wie ich deine Werke kenne, also ohne eine Holperstelle, glatt, fast zu glatt f├╝r so ein Thema.
Gleichwohl, liebe Kyra, ist die Ver├Âffentlichung genau in dieser Zeit, nicht gewagt? Ist es nicht doch so, dass unbestimmte Bef├╝rchtungen, die wir alle haben, hier angespitzt werden? Wir haben Verantwortung, auch un diesen Zwischenbereichen.
Trotzdem - ohne diese Gedanken zu ber├╝cksichtigen - muss man dir einfach das Kompliment machen, dass du Stimmungen, ├ängste sehr genau einf├Ąngst.
Liebe Gr├╝├če
eduard

__________________
Ich schreibe - also bin ich.

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Morgana
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

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Hallo Kyra

viel ist es nicht was ich gefunden habe. Du schreibst wirklich gut. *neidisch-schau*
Okay jetzt zu meinen Anmerkungen.

Jetzt, da seit Stunden das erste Mal etwas Ruhe in mein Denken einkehrt, gehe ich im Kopf die Dinge durch, die ich so hastig f├╝r die Flucht in meinen Koffer gepackt habe. Ich bin unge├╝bt im Fliehen; Reisen, selbst mit unbekanntem Ziel kenne ich, aber dies ist etwas v├Âllig anderes. Nie habe ich an so eine M├Âglichkeit gedacht, sie auch nie in Gedanken durchgespielt, so sicher habe ich mich gef├╝hlt.

Guter Anfang! Ich frage mich nach dem ich die Geschichte zu Ende gelesen habe nur: Wo befindet sie sich jetzt? Ihr Koffer ist doch unterwegs verloren gegangen, allso wieso geht sie die Dinge durch? Weil sie ├╝berlegt was sie neu kaufen mu├č? Irgendwie st├Â├čt mir das etwas auf. Ich kann es nicht richtig festmachen warum. Es pa├čt irgendwie nicht mehr wenn man zu Ende gelesen hat. Ich hab am Ende ganz schnell nach oben gerollt und nach dem Ersten Teil geschaut, weil irgendwas nicht gepa├čt hat.


Heute Morgen kamen die ersten Meldungen im Radio, die Bev├Âlkerung meiner Stadt wurde um Besonnenheit gebeten. ......
......Die Nachrichtensender des Fernsehens lieferten meinen Augen Bilder von der .....


Erst Radio, dann Fernsehn.... da wundere ich mich beim zweiten durchlesen dr├╝ber.
Irgendwo dazwischen mu├č sie die Glotze eingeschaltet haben, aber es steht da nicht. Vielleich noch ein kleiner Zwischensatz in der Art von: "Alarmiert schaltete ich den Fernsehapparat ein."


So beschloss ich, das gleiche zu tun, wie die anderen Bewohner der Siedlung, mich auf die Flucht begeben. Ich bin fast sechzig, lebe alleine mit meinen beiden Katzen - sicher habe ich Freunde, aber die wohnen in der Nachbarschaft und k├Ânnten auch nichts f├╝r mich tun. Das erste Mal in meinem Leben musste ich dar├╝ber nachdenken, was ich wirklich brauche.
Hier stimmt was mit der Zeit nicht. Ist schon klar, das die Frau auch am Abend noch fast sechzig ist. Aber das mit den Freunden wird doch in der R├╝ckschau erz├Ąhlt. (Sie konnten ihr nicht helfen) Die Pr├Ąsensform geht noch ne Weile weiter hier. Ich finde aber das dies auch in der Vergangenheit stehen m├╝├čte. Ich wei├č auch nicht wie man es besser machen k├Ânnte. Aber es stimmt so wie es dasteht irgendwie nicht. Vielleicht hat jemand anders noch ne Idee dazu.

Ich w├╝rde den Koffer mit den Rollen nehmen, einen gro├čen Samsonite Hartschalenkoffer. Als ich ihn damals kaufte, erschien er mir so sicher wie ein Schweizer Safe.
Das mit dem schweizer Safe w├╝rde ich rauslassen, das ist eigentlich nicht relevant, oder?

Unvermittelt brach ich in Tr├Ąnen aus, nichts von all meinen Besitzt├╝mern war als einzelnes wichtig, aber zusammen ergaben sie mein Heim.
Klasse der Satz, er zeigt die schwere Entscheidung an das liebgewonnene zu verlassen. Die Verzweiflung der ├Ąlteren Frau, die sich aus Angst zur Flucht entschliest.

Ratlos wanderte ich durch die Wohnung, das Fotoalbum musste mit, der Kinderl├Âffel aus Horn, mein alter Fotoapparat und die Briefe meiner Mutter. Ich wagte nicht ins B├╝cherregal zu sehen, B├╝cher sind so schwer und ich liebte sie alle, es war mir unm├Âglich zu bestimmen, welche mich begleiten sollten, so lie├č ich sie alle stehen. Zum Gl├╝ck erinnerte ich mich in letzte Minute an meinen Kulturbeutel, Seife, Handt├╝cher und den Inhalt meines Medizinschr├Ąnkchens. Damit war der Koffer dann fast voll, ich schloss ihn und begab mich auf die Flucht.
Die Aufz├Ąhlung ist super.... es zeigt woran ihr Herz h├Ąngt und macht die Frau sehr menschlich. Den letzten Satz w├╝rde ich ├Ąndern und zwar dahingehend: .... schloss ihn und eilte in die Garage um ihn im Auto zu verstauen.

Jetzt fahre ich hier im Schritt-Tempo auf einer Landstrasse, mit tausenden von anderen Fl├╝chtlingen, die Katzen jammern in ihrem Korb, das Radio berichtet von unendlich langen Stauungen auf den Autobahnen.
Diesen Satz w├╝rde ich in k├╝rzere S├Ątze aufteilen. Es w├╝rde eventuell die panischen Gef├╝hle
und Ger├Ąusche besser rausbringen, denke ich.

Das eigentliche Weglaufen ist klasse beschrieben. Wie sie den Mann mit dem Koffer sieht, die Katzen freil├Ą├čt und schlieslich einfach nur weitergeht... immer weiter durch die D├Ąmmerung und die K├Ąlte.... Super!

Auch der Schlu├č mit dem Feuer in der Ferne (ich frage mich ob es nicht vielleicht der Katastrophenort ist....) und der Wunsch mit Menschen zu sprechen, nicht mehr Teil einer anonymen fliehenden Masse zu sein. Super gut!

So jetzt, das war was mir aufgefallen ist. Ich hoffe es ist hilfreich f├╝r Dich. Sei versichert, das es nicht b├Âs gemeint ist. *l├Ąchel*

Bright Blessings

Morgana
__________________
Man kann nicht wissen ob man etwas kann oder nicht, bevor man es nicht versucht hat...

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axel
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 14
Kommentare: 57
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Hallo Kyra.
Gro├čen Respekt f├╝r deine Geschichte. HabÔÇÖ mich ja auch mal an sowas versucht, aber Dir ist das echt gelungen!
Die Stimmung ist sehr dicht beschrieben und konnte mich bis zum Ende fesseln, und das obwohl mich zwischendurch immer wieder so vieles st├Ârte. Sind nat├╝rlich alles nur Vorschl├Ąge, aber:
Die Szene beim Kofferpacken! Da kommt ganz viel ├╝ber das was war und das was ist, da denkt sie sogar noch an den teuren Koffer! Passt all das denn zu einer Panik-Stimmung?
Warum greift sie nicht ganz automatisch nach der alten Einkaufstasche, die doch immer an der T├╝rklinke h├Ąngt und der Inhalt ist ganz und gar zuf├Ąllig aber vor allem schnell versammelt.
Und das Wiedersehen mit dem Koffer auf der Flucht:

Ne Kyra, da kann ich jetzt gar nichts mehr zu schreiben. Gerade habe ich gedacht: Bevor du dazu noch was schreibst, lies dir die Geschichte nochmal durch, und damit habe ich angefangen, und bin dann gleich am Anfang auf eine meiner ÔÇ×StolperstellenÔÇť gesto├čen:

Ich bin unge├╝bt im Fliehen; Reisen, selbst mit unbekanntem Ziel kenne ich, aber dies ist etwas v├Âllig anderes. Nie habe ich an so eine M├Âglichkeit gedacht, sie auch nie in Gedanken durchgespielt, so sicher habe ich mich gef├╝hlt.

Das k├Ânnte man doch alles durch: ÔÇ×Wer h├Ątte denn auch so was ahnen k├Ânnen?ÔÇť ersetzen. Da sind so viele ÔÇô ich sag mal: - technische Details in der Geschichte, die eigentlich gar nicht sein m├╝ssten.
Worum es geht, das hat doch oft auch Zeit bis zum n├Ąchsten oder sogar ├╝bern├Ąchsten Satz, und das gro├če Sinnieren ├╝ber das was war ..., tja..., das w├╝rde ich entweder ganz rauslassen oder aber f├╝r den Zeitpunkt aufsparen, wo sie dann ganz und gar orientierungslos umherirrt. Da kann sie dann von mir aus auch ├╝ber Koffer (den man doch eigentlich f├╝r solche F├Ąlle angeschafft hatte) oder B├╝cher (wie auch immer) nachdenken.
Wenn du unbedingt willst (aber auch nur dann), k├Ânntest du das vom Erz├Ąhltechnischen her ja noch an mehreren Stellen unterbringen, aber ich pl├Ądiere eher f├╝r ÔÇ×nie ├╝ber eins-drei├čigÔÇť
In diesem Sinne:
Sch├Âne Geschichte!
Sch├Âne Gr├╝├če.
axel

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