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Leselupe.de > Ungereimtes
Flügelleicht
Eingestellt am 30. 03. 2012 08:29


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Carina M.
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In Sonnenblumenfeldern
erzählt ein Vogel auf der Hand
von blühenden Kirschbäumen
flügelleicht fliegt er
durch belebte Gefühlsetagen
in luftgespiegelten Bilder vom Gestern





Version vom 30. 03. 2012 08:29

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Carina,

endlich mal Schmetterlinge. ;-)

Ich will nicht schon wieder meckern, aber watt mutt, dat mutt.

Mir ist nicht klar, was du eigentlich sagen willst. Ich sehe keinen schlüssigen Gedanken oder Empfindung, die du transportieren möchtest - und irgendwas wolltest du ja sicher transportieren, gell?

Die einzelnen Zeilen sind ja nett. Aber einen roten Faden sehe ich nicht. Auch nach mehrmaligem Lesen nicht.

Jede Zeile hat ein anderes Metrum, einen anderen Rhythmus. Das ist unglaublich anstrengend. Die Enjambements der letzten Verse wirken dadurch nicht als gekonnter Bruch, sondern gehen ein wenig unter. Ich denke, dass du dir hiermit keinen Gefallen getan hast.

Die erste Strophe will erzählen von einstmaliger Leichtigkeit des Empfindens. Ich sehe Unbeschwingtheit, vielleicht sowas wie unbekümmerte Jugend. Aber warum Sonnenblumenfelder, warum Kirschblüten? Ich bekomme den Zusammenhang nicht hin.

Die zweite Strophe will sich mir gar nicht erschliessen.

Nimm es mir nicht krumm, aber das ist nunmal meine Ansicht. Gerne lasse ich mich aufklären.

Wir sind ja hier, um ein Feedback zu bekommen, ob wir unsere Empfindungen, Eindrücke und Gedanken in eine allgemein nachvollziehbare und lyrisch ansprechende Form dargeboten haben.

Irgendwie ja, irgendwie nein. Schwierig.

Gruß,
Archi

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Carina M.
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Nur ein Versuch

Im Spätsommer stieg ich eines Tages hinauf zum Dachboden
Hinten, in einer Ecke standen ein paar alte Bilder.
Sie erinnerten mich an die Gruppe der Blauen Reiter.
Sonnenstrahlen, in denen der Staub vieler Wochen und Monate lag, schwebten durch den Raum.
Ein Tagpfauenauge hatte sich hierher verirrt.
Bald wird es zu kühl sein, die Schmetterlinge verschwinden wieder, bis die Zeit sich dreht und die Welt neue Farben bekommt

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Bald zu kühl? Ist doch noch nichtmal richtig Frühling. Oder weiß Carina vielleicht mehr...

Doch Weltungergang anno 2012? Ich habs gewusst! :-)

Ne, hab das mit dem Spätsommer schon gesehen. *zwinker*


Zurück zum Text:

Du beschreibst, dass du auf dem Dachboden warst, alte Bilder gefunden hast, einen verstörten Schemtterling, der bald den Kältetod sterben muss.

--> Und?

Du bleibst in einer Beschreibung einer Situation stecken. Welche Empfindung du dabei hattest, als du den armen kleinen Schmetterling auf deinen Händen zu Oma Kuschel ins Schmetterlingslazareth getragen hast (das ist die Katzenkrankenhaus-Else aus Dr. Snuggles), bleibt deinem Leser verborgen. Beschreibende Worte transportieren keine Empfindungen, sondern bleiben distanziert als kalte Fakten stehen. Mach doch ein Schemtterlingsdrama oder Massaker daraus, irgendwas, bei dem man mitempfinden kann. Das Schicksal des süßen, putzigen Schemtterlings interessiert mich mehr als die Tatsache, dass du alte Bilder auf dem Dachboden gefunden hast. Was tut das überhaupt zur Sache? Wenn du beschreiben willst, ist Prosa die deutlich bessere Wahl.

Du deutest hier doch was lyrisch hoch interessantes an: Die Melancholie des Vergehens...also den Herbst. Passt thematisch nicht so ganz zum Frühling. Vielleicht ist es einfach nicht der passende Moment?

Kenne ich nun deine Gedanken, die mir die zweite Strophe näher bringen, so bin ich jetzt mit der ersten Strophe heillos überfordert. Wo ist da der Zusammenhang?

Mein Vorschlag: Streiche unerklärendes Beiwerk, halte dich an eine bestimmte Empfindung (s.o.) und beschreibe, was dich daran berührt hat.

Und zwar in güldenen Worten, büddeschön! :-)


Ungefähr so:

Ach, kleiner Schmetterling,
welch grober Widerling
dich mit seinem Netzte fing
und dich...

weiter weiß ich nicht. Ist ja auch nicht mein Stoff. ;-)

Gruß,
Archi

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Carina M.
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quote:
Ungefähr so:

Ach, kleiner Schmetterling,
welch grober Widerling
dich mit seinem Netzte fing
und dich


Lieber Architheu,

das ist nicht dein Ernst, oder?

Mal sehen, ob ich das noch erklärt bekomme. Wie ich schon schrieb, es sind eigentlich Zwei Bilder.

In beiden geht es um Flügel / Fliegen, die mögliche Leichtigkeit des Seins.

quote:
Du deutest hier doch was lyrisch hoch interessantes an: Die Melancholie des Vergehens...also den Herbst. Passt thematisch nicht so ganz zum Frühling.

Vielleicht ist es einfach nicht der passende Moment?

Nicht die passende Zeit? Vielleicht ja, vielleicht nein.


Es geht auch nicht nur um den Schmetterling, ich finde sie wunderschön, aber es ist auch hier eine Metapher.
Es geht schon um Bilder und natürlich um Farben.
Ein weiteres Hobby von mir ist die Malerei.

Dadurch, dass ich auf den Dachboden ging die Bilder sah, habe ich den Schmetterling erst entdeckt, der ja den Bildern gegenüber recht klein ist.
Bedeutet, sich nicht nur von Großem beeindrucken zu lassen, sondern auch auf das Kleine zu achten.

Mit zu viel Gefühlen in Gedichten bin ich vorsichtig geworden, man macht sich verletz und angreifbar. Gefühle, könnte ich, glaube ich, auch eher in Prosa ausdrücken, denn in der Lyrik liegt die Würze in der Kürze, oder so.

Noch Fragen, liebes Fangarmtier? Schau mer mal, *ersma * lieben Gruß,
Carina

PS Archi schrieb: Endlich mal Schmetterlinge:
ich hätte noch Drachen im Angebot.

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Carina M.
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Zu Bild Eins

Sonnenblumen wogendes Gelb, Weiße Kirchblüten, mit weiß lässt sich einiges mischen oder aufhellen.
Mit dem Spatz in der Hand, sollte man nicht schon im Sommer an den Frühling denken, sondern die Zeit, wie sie ist versuchen zu genießen.

Des Weiteren denke ich, es geht nicht darum, meine Gefühle dem Leser mitzuteilen, sondern den Leser zum Nachdenken anzuregen, den Text auf seine Art zu interpretieren. Jeder wird vielleicht anders lesen, je nachdem welche Gefühle er gerade in seinem Inneren herumwälzt.

So nun aber genug erklärt.
Einen Guten Wochenstart,
Carina

PS Es ist wieder kälter geworden.

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