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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Folter
Eingestellt am 26. 10. 2001 18:26


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Ihm wurden die Daumenschrauben angelegt. Es tat höllisch weh und er wusste, wenn er nicht verriet, was er sah: Er wĂŒrde die Schmerzen nicht ertragen können. Doch damit nicht genug, jetzt banden sie noch eine Ziege fest und strichen eine Salzlösung unter seine FĂŒĂŸe.

Die Ziege sah mager aus. Sie freute sich auf den Leckerbissen und wenn es nur Salz war. Es war mehr als gar nichts.

Nun erschien der Kommissario. Er ließ sich Zeit, wĂ€hrend sein Gefangener vor Angst schlotterte.

ZunĂ€chst band er die Ziege los. Sie kannte diese Art von Folter. StĂŒrzte sich sogleich auf die Seite der Liege, um den Gefangenen mit ihrer Zunge ĂŒber die Fußsohlen zu lecken. Der Gefangene lachte, Es kitzelte und er war im Begriff sich totzulachen. Hoffentlich nahm der Kommissar die Ziege bald fort! „Halt, halt,“ rief der Gefangene. „Ich möchte etwas sagen!“


Der Kommissar nahm das Seil auf, welches der Ziege hinterher schleifte. „Ich höre!“ sprach er, dabei nĂ€herte er sich wieder mit dem Tier, welches lĂŒstern auf Pedros Fußsohlen starrte.
Pedro machte den Mund auf. „Es stimmt, ich habe etwas gesehen!“ keuchte er heraus.

In einem freundlicheren Ton entfuhr es nun dem Kommissar: „Los, erzĂ€hle!“

Es war um die Mittagszeit. Ich hielt gerade Siesta, als so ein Mann mit einem Pferd erschien.
Er hatte eine Pistole in der Hand und steuerte auf die Bank zu. Es ging alles blitzschnell. Innerhalb von wenigen Minuten war er wieder verschwunden.

„Also doch nichts gesehen!“ rief der Kommissario aus. „Legt ihm die Daumenschrauben an!“ lautete jetzt sein Befehl.

„Nein, nein, ich sah etwas!“ Der Gefangene versuchte Zeit herauszuschinden. Der Kommissar nĂ€herte sich. Seine Stimme klang hart und unnachgiebig. Er schlug hin und wieder mit einer Rute in seine Hand.

Pedro bemĂŒhte sich so unauffĂ€llig wie möglich nachzudenken. Er wusste, es war Red Gringo, aber konnte er es verraten? Er wĂ€re morgen schon tot. Umgebracht von einen seiner Leute. Egal wie. Er wĂŒrde in einer Schlinge an einem Baum enden.

Er beschrieb den TĂ€ter so gut es ging. Seiner Beschreibung nach, sah er im Gegensatz zu Red Gringo vollkommen anders aus. Dennoch schien der Kommandant zufrieden.

Er ließ ihm die Daumenschrauben lösen und gab ihn frei. Pedro ließ sich seine Freude nicht anmerken, machte sich allerdings schleunigst auf den Weg ins nĂ€chste Wirtshaus. Denn sollte man es sich noch mal ĂŒberlegen, wĂŒrde der Kommissar ihn dort nicht suchen. Nach Hause ging er vorlĂ€ufig auf gar keinen Fall.

Am nÀchsten Tag hing an jedem 3. Baum in der nÀheren Umgebung ein Steckbrief.

Am ĂŒbernĂ€chsten Tag stand der TĂ€ter in allen Zeitungen. Man hatte zwar das Geld aus dem Überfall nicht bei ihm entdecken können, doch der Kommissar ließ es sich nicht nehmen, ihn öffentlich auf dem Marktplatz hinzurichten. Es war ein Familienvater mit 5 Kindern.

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flammarion
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au backe!

hatte das arme schwein denn kein alibi? den letzten absatz solltest du aber bitte etwas klarer formulieren. der tĂ€ter stand in der zeitung, das ist nicht gut ausgedrĂŒckt. ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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