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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Fortsprung
Eingestellt am 22. 05. 2018 14:05


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anbas
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Fortsprung

Ein lebensfroher H├╝pfefloh
der floh
vor Hammerschl├Ągen,
wie er dachte.
Ich lachte,
mein Herzschlag war's,
die pure Lust.
Auf meiner Brust,
da h├╝pfte grad noch lebensfroh
der Floh.
Ich wollt' mich ja beherrschen
und ihn schonen
vor meinen Emotionen.
Doch schon mein Herzschlag
hat ihn gleich vertrieben.
Wir lieben
uns nun rein platonisch
- und das ist ├╝berhaupt nicht komisch.

__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen.
(anbas)

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Etma
???
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Hallo Andreas :)

Durchaus nicht so banal, wie ich beim ersten Durchlesen gedacht hatte, da fielen mir vorerst blo├č die Kinderreime auf (Reime nat├╝rlich, nichts gegen Reime - doch zunaechst schien mir, als waere der Inhalt dem Klang vollkommen untergeordnet). Dies widerlegte sich beim zweiten Lesen, da offenbarte sich mir durchaus ein tiefsinniger Inhalt, kohaerent und lustig. Experimentell ist das St├╝ck wohl wegen seiner experimentellen Art - ich wei├č nicht, vielleicht war das einfach ein Versuch von Dir, dich in dieser Weise auszuprobieren, ich wei├č nicht.

Thematisiert wird irgendwie die platonische Liebe zwischen dem lyrischen Ich und einem Flo, das jedoch aufgrund der haemmernden Herzschlaege des lyrischen Ichs fl├╝chtet, erschrocken ist, diese f├╝r Hammerschlaege haelt usw.

Besonders gefaellt mir die Verwechslung der Hammerschlaege mit den Herzschlaegen

Ein am├╝santes, leicht vertraegliches und geradezu sch├Ânes Werk

Liebe Gr├╝├če,
Peter

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anbas
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Moin Peter,

sch├Ân, dass Dir diese Zeilen gefallen.

Aus meiner Sicht ist dieses Gedicht eine hintergr├╝ndige Bl├Âdelei. Mit Deinen ├ťberlegungen liegst Du schon richtig. Gleichzeitig wollte ich auch einfach mal etwas Unsinn verzapfen .

Das Experimentelle ist hier f├╝r mich das Spiel mit der Metrik. Sie l├Ąuft nicht glatt und statisch, sondern h├╝pft eben ein wenig.
Insgesamt habe ich mit der Form etwas experimentiert (wie und wann die Reime gesetzt werden, am Schlu├č wird dieses Schema dann wieder aufgehoben).

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen.
(anbas)

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Mondnein
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quote:
Das Experimentelle ist hier f├╝r mich das Spiel mit der Metrik. Sie l├Ąuft nicht glatt und statisch, sondern h├╝pft eben ein wenig.

Ach so. Nun ja, es mischt sich kein einziger Daktylus in die Iamben. Das hei├čt, es l├Ąuft glatt. Statische Metrik gibts nicht, sie findet sich in der Zeitdimension, nicht in r├Ąumlicher Architektur, wir brauchen also nicht Statiker, sondern Tanzmeister. Haha, nat├╝rlich brauchen wir auch die nicht.

Der Wechsel der Zeilenl├Ąnge ist ├╝beraus wohltuend, auch sonst, immer. Im Bereich moderner gereimter Dichtung ist Ringelnatz darin besonders locker. Die k├╝rzeren Verszeilen sind dann die besonders pointierten.


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Trainee
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M├Âge diese Liebe immer w├Ąhren.

Ein entz├╝ckendes Gedicht, das auch gut ins (na, du wei├čt schon was) gepasst h├Ątte.

Herzliche Gr├╝├če
Trainee
__________________
Mein Maul ist ein L├Âwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

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anbas
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Hallo mondnein,

vielleicht habe ich mich etwas bl├Âd ausgedr├╝ckt. Es geht mir schon um die unterschiedlichen L├Ąngen. Auch das Reimschema ist - zumindest f├╝r mich - eher experimentell.

Wie auch immer - danke f├╝r Deine R├╝ckmeldung und die Wertung!



Hallo Heidrun,

vielen Dank auch an Dich f├╝r Deinen Kommentar und die Wertung. Sch├Ân, dass diese Zeilen bei Dir ankommen.

Ich finde es ├╝brigens schade, dass es - Du wei├čt schon was - nicht mehr gibt .



Liebe Gr├╝├če an Euch beide

Andreas
__________________
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(anbas)

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